Virgin Tales

  • Jordyn Wilson (li.) und Khrystian Wilson Lewis (re.) Vergrößern
    Jordyn Wilson (li.) und Khrystian Wilson Lewis (re.)
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • TanzauffŸhrung wŠhrend des Reinheitsballs (Father Daughter Purity Ball) Vergrößern
    TanzauffŸhrung wŠhrend des Reinheitsballs (Father Daughter Purity Ball)
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • Verlobungsfoto von Khrystian Wilson und Chad Lewis Vergrößern
    Verlobungsfoto von Khrystian Wilson und Chad Lewis
    Fotoquelle: ARTE/SSR
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    Reinheitsball-GrŸnder Lisa und Randy Wilson
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    Fototermin mit der Wilson-Familie
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • Die verheirateten Wilson-Kinder mit ihren Ehepartnern, fŸr die sie ihren ersten Kuss aufgespart haben. Vergrößern
    Die verheirateten Wilson-Kinder mit ihren Ehepartnern, fŸr die sie ihren ersten Kuss aufgespart haben.
    Fotoquelle: ARTE/SSR
Report, Menschen
Virgin Tales

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 13/11 bis 20/11
Produktionsland
Frankreich / Schweiz
Produktionsdatum
2011
arte
Di., 13.11.
23:40 - 01:10
Jungfrauen-Märchen


Die Wilsons sind eine neunköpfige evangelikale Familie, die in Colorado Springs lebt. Sie sind die Begründer der sogenannten Purity Balls, bei denen Töchter im Abendkleid von ihren Vätern begleitet werden und gemeinsam ein Gelübde ablegen, dass das Mädchen bis zur Ehe keusch bleibt. Inzwischen werden diese Bälle in 48 Staaten der USA gefeiert. Und die fünf Wilson-Töchter, die nur einen Mann heiraten wollen, der genauso ist wie ihr Vater, sind die Vorzeige-Jungfrauen der USA: jung, charmant und jeden noch so scheuen Kuss vor der Ehe verteufelnd. Auch die Söhne vertreten strikt die Haltung, eine Frau das erste Mal vor dem Traualtar zu küssen. Die Wilsons sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie stark das Konzept "Jungfräulichkeit" auch heute noch das Leben junger Frauen beeinflussen kann, und das in einem westlichen Land, das als aufgeklärt und als Hort der Freiheit und Heimat der selbstbestimmten jungen Frauen gilt. So passiv, wie die Frauen der Purity-Bewegung sich in Bezug auf Sex verhalten sollen, genauso passiv sollen sie auch in allen anderen Lebensbereichen auftreten. Feminismus ist ein Schimpfwort. Die Frau gehört an den Herd, nicht in eine berufliche Laufbahn. Sie soll ihrem Mann dienen, der von Gott zum Führer der Frau auserkoren wurde. Die Wilsons fordern nicht nur Reinheit im sexuellen Sinn, sondern auch im geistigen und emotionalen: Die Kinder sollen sich vor der Ehe nicht verlieben, und bereits sexuelle Gedanken sind eine Sünde. Alle sieben Kinder der Wilsons zeigen sich absolut im Einklang mit diesem Gebot. Dieses Einverständnis mit den Eltern mag auf die fast vollkommene Abschottung von der Außenwelt zurückzuführen sein. Von frühester Kindheit an wurden die sieben Wilson-Sprösslinge wie rund eine Million andere evangelikale US-Kinder zu Hause unterrichtet. Hier lernen die Jungen neben Bibelzitaten vor allem, wie sich ein tugendhafter männlicher "Führer" zu verhalten hat, und die Mädchen, wie man dem zukünftigen Ehemann ein gemütliches Heim bereitet. Kontakt zu Gleichaltrigen kommt lediglich beim Kirchenbesuch und den regelmäßig stattfindenden "Teas" zustande, bei denen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern über ihren Glauben sprechen und sich gegenseitig darin bestärken, dass ihre Lebensform die einzig wahre sei.


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