W wie Wissen

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Fotoquelle: WDR
Report, Infomagazin
W wie Wissen

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2003
tagesschau24
So., 30.09.
16:30 - 17:00
Die Kraft der Riesenwellen


Als wandelndes Lexikon kann sich jeder bezeichnen, der seit 2003 regelmäßig das Wissensmagazin gesehen hat. Die Beiträge vermitteln selbst komplexe Vorgänge der Wissenschaft auf simple Art und Weise.
Zum Surfen, zum Hüpfen in der Brandung - Wellen machen Spaß. Doch woher kommen sie eigentlich?
Wellen sind Energie. Ebbe, Flut und Wind bringen die Wassermoleküle in Schwingung. Bei Oberflächenwellen bewegen sich die Wassermoleküle auf kreisförmigen Bahnen, der Durchmesser steht dabei senkrecht auf der Wasseroberfläche. Trifft das Meer auf die Küste, werden die unteren Wasserteilchen gebremst, die oberen nicht - das sind die Flachwasserwellen.
Und die können riesig werden. An keinem Strand der Welt schlagen höhere Wellen auf als in Nazaré in Portugal. Über 30 Meter hoch sind die Monsterwellen, die hier in den Wintermonaten brechen. Big Wave Surfer aus aller Welt warten auf die nächste Riesenwelle, Rekorde werden aufgestellt, Touristen beobachten das Spektakel. "W wie Wissen" hat sich die Szene mal angeschaut.
Am 5. Juni 1858 türmten sich die Wassermassen vor Dänemark und der deutschen Nordseeküste. Ohne Vorwarnung rollte eine sechs Meter hohe Flutwelle an dem warmen, windstillen Sommertag auf die Küstenregion zu. Der Geograf Jürgen Newig von der Kieler Christian-Albrechts-Universität erforscht diesen Tsunami und stützt sich auf zeitgenössische Berichte von Menschen, die das Ereignis auf Sylt, Wangerooge und Helgoland beobachteten. Er nimmt an, dass die Riesenwelle durch einen Hangabrutsch im Atlantik entstanden ist. "W wie Wissen" geht der Frage nach, ob so etwas heute wieder passieren könnte.
Wie genau aber entstehen derartige Monsterwellen? Bei Experimenten im Wellenkanal lässt man das nachvollziehen. Das ist auch wichtig bei der großen Frage, wie Menschen die enorme Energie des Meeres besser nutzen können. Oft schienen dabei Forscher und Ingenieure in den letzten Jahrzehnten kurz vor dem Durchbruch zu stehen, der Bau von großen Kraftwerken wurde geplant oder angekündigt. Doch bisher ist es noch nicht gelungen, diese Energie in großem Maßstab zu nutzen. Ein Problem: Die Technik ist teuer und auch reparaturanfällig, weil das Salzwasser die Turbinen angreift. Forscher tüfteln jedoch immer weiter an neuen Konzepten.


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