WISO-Dokumentation

  • "WISO"-Moderator Marcus Niehaves zieht für drei Tage ins Altenheim. Vergrößern
    "WISO"-Moderator Marcus Niehaves zieht für drei Tage ins Altenheim.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Wagner
  • Viele Familien besprechen nicht rechtzeitig, wie ein Leben im Alter aussehen kann. Vergrößern
    Viele Familien besprechen nicht rechtzeitig, wie ein Leben im Alter aussehen kann.
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Wagner
  • "WISO"-Moderator Marcus Niehaves im Gespräch mit seinen Eltern zum Thema "alt werden". Vergrößern
    "WISO"-Moderator Marcus Niehaves im Gespräch mit seinen Eltern zum Thema "alt werden".
    Fotoquelle: ZDF/Sebastian Wagner
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    "WISO"-Moderator Marcus Niehaves zieht für drei Tage ins Altenheim.
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Report, Gesellschaft und Soziales
WISO-Dokumentation

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Mo., 01.10.
19:25 - 20:15
Wenn Eltern alt werden - Beratung, Betreuung, Bezahlung


Fast jeder Mensch zwischen 40 und 60 erlebt irgendwann diesen Moment: Mama und Papa können nicht mehr wie früher. Doch was dann? Es beginnt mit Kleinigkeiten, und plötzlich diskutiert man, ob der Vater wirklich mit 80 noch Auto fahren sollte oder wie lange Mama es noch zu Hause allein schafft. "WISO"-Moderator Marcus Niehaves trifft Familien, die sich diesen schwierigen Fragen stellen müssen. Nur selten wird in Familien darüber gesprochen, welchen Weg die Betroffenen einschlagen wollen, wenn es soweit ist. Doch die erwachsenen Kinder sind dann oft überfordert, stehen selbst in der Rushhour des Lebens, haben einen Vollzeitjob oder leben viele Hundert Kilometer entfernt. Und wer kümmert sich nun um die Eltern? "WISO"-Moderator Marcus Niehaves trifft Menschen in dieser Lebenssituation: Eltern, die alt werden, und ihre Kinder. Wie kann man sich auf diese neuen Rollen vorbereiten? Wie können die Entscheidungen gemeinsam getroffen werden? Welche finanziellen Aspekte spielen eine Rolle? Etwa die Hälfte aller Männer und zwei Drittel aller Frauen werden im Lauf ihres Lebens pflegebedürftig. Die Dokumentation begleitet eine Familie ab diesem Zeitpunkt. Betreutes Wohnen, Alters-WG, Einzug bei den Kindern oder eine Pflegekraft ins Haus holen? Keine gefällt richtig, aber eine muss es sein. Was tun angesichts fehlender Pflegekräfte und weniger Heimplätze? Die meisten wollen gern zu Hause gepflegt werden. Und tatsächlich werden 72 Prozent aller Pflegebedürftigen dort betreut, 50 Prozent allein durch ihre Angehörigen. Nur 27 Prozent der Pflegebedürftigen kommen vollstationär im Heim unter. Wie teuer ist es, die Eltern in Würde leben und pflegen zu lassen? Was kosten die verschiedenen "Pflegemodelle" im Vergleich? Übernommen wird die Arbeit von Angehörigen, ambulanten Pflegediensten und sogenannten "Live ins" - Pflegekräften, die mit den Hilfsbedürftigen zusammenwohnen. Privat ist eine 24-Stunden-Pflege Schwerstpflegebedürftiger nicht zu stemmen. Mit einer Polin klappt das schon für 2000 Euro im Monat - und die Pflegeversicherung zahlt dazu. Doch ist es fair, jemanden zu beschäftigen, der unter Mindestlohn verdient und 24 Stunden ununterbrochen abrufbereit sein muss? Das Pflegeheim ist für viele Menschen ein rotes Tuch, zu Recht? "WISO"-Moderator Marcus Niehaves zieht für drei Tage ins Altenheim und verschafft sich einen Eindruck. Er lernt hier die unterschiedlichsten Menschen kennen, die alle eins gemeinsam haben: Ihr Alter haben sie sich anders vorgestellt. Menschen, die aber nicht mit der Situation hadern, sondern vor allem ihren Kindern nicht zur Last fallen wollen und hier noch einmal ein neues Leben anfangen. Was gefällt den Bewohnern, was nicht? Was sind für sie die Vorteile? Was könnte eine mögliche Lösung sein? Sehr populär, aber rar: die Alten-WG, wie sie der ehemalige Bürgermeister von Bremen, Henning Scherf, propagiert. Er gründete schon mit Mitte 50 mit Freunden und Bekannten eine Alten-WG und wirbt für diese bunte, solidarische Wohnform im Alter. Mehrgenerationenprojekte versprechen Entlastung für die Jungen und Teilhabe für die Alten. Das hat mittlerweile auch die Bundesregierung erkannt und fördert diese Wohnform. Doch oft ist sie eine Frage des Geldes, aber auch der Vorbereitung. Man muss sich schon früh mit dem Thema Altwerden befassen. Und das scheuen viele Menschen.


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