Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
Info, Politik • 14.03.2021 • 19:25 - 20:15
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Originaltitel
Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
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Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Sechs Landtags- und eine Bundestagswahl - das Superwahljahr hat begonnen. Am 14. März starten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Auch ein erstes Stimmungsbild für die Bundestagswahl. Und es sind die ersten Wahlen in Pandemie-Zeiten. Kein Straßenwahlkampf, alles auf Abstand und digital. Wie schaffen es die Parteien, ihre Wähler zu mobilisieren? Für die Amtsinhaber könnte es ein Vorteil sein: Sie sind in diesen Zeiten immer präsent. So unterschiedlich die Ausgangslagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auch sind, es gibt durchaus Parallelen bei den anstehenden Landtagswahlen. Sowohl Ministerpräsident Kretschmann von den Grünen als auch Ministerpräsidentin Dreyer von der SPD können sich über hohe Beliebtheitswerte in ihren Ländern freuen, und das über Parteigrenzen hinweg. Und: Beide müssen ihre Staatskanzleien gegen die CDU verteidigen. In Rheinland-Pfalz liegt die Union zurzeit vor der SPD. Der CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf tingelte bereits vergangenen Sommer übers Land, Wahlkampf vor Ort, als das noch ging. Er weiß, seine Partei muss am Ende deutlich vorne liegen, um die Chance auf eine schwarz-grüne Koalition in Mainz zu wahren. Rot-gelb-grün - das wären die bevorzugten Farben von Malu Dreyer. So viel hat sie bereits verraten. Seit acht Jahren ist sie die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und die SPD richtet den Wahlkampf ganz auf sie aus: "Wir mit ihr" lautet der Wahlkampfslogan. Für die Fortsetzung der Ampelkoalition müsste allerdings zunächst die FDP punkten. Keine leichte Aufgabe für die noch recht unbekannte Spitzenkandidatin Daniela Schmitt, die Volker Wissing nachfolgt und nun per Online-Wahlkampf um Aufmerksamkeit kämpft. Bei den Grünen dagegen geht mit Anne Spiegel ein bekanntes Gesicht ins Rennen. Sie leitet in Rheinland-Pfalz gleich zwei Ministerien. 2016 schaffte ihre Partei mit 5,3 Prozent nur knapp den Einzug in den Landtag, diesmal hofft sie auf Rückenwind aus Berlin. Die AfD zog vor fünf Jahren noch klar an den Grünen vorbei, schaffte aus dem Stand 12,6 Prozent. Ob dies wieder gelingen kann, fraglich. Der Landesvorsitzende Michael Frisch führt die Partei in den Wahlkampf. In Baden-Württemberg stellt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann erneut zur Wahl. Fünf Jahre lang führte er die erste grün-schwarze Regierung auf Landesebene. Mit 72 Jahren will er es nun noch einmal wissen. Den Koalitionspartner CDU bezeichnen seine Parteifreunde schon mal als Klotz am Bein. Eine Koalition mit SPD und FDP ist für einige Grüne durchaus eine Alternative. Sowohl SPD als auch FDP haben bereits Interesse signalisiert. Für die Sozialdemokraten und ihren Kandidaten Andreas Stoch ist das Ziel für diese Wahl klar: Man will zurück in die Regierung, als Juniorpartner. Auch die FDP könnte sich das vorstellen, erklärte bereits deren Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke. Mit auffallend viel Lob für den grünen Ministerpräsidenten startete er in den Wahlkampf. Eine Ampel im einst tiefschwarzen Südwesten will Kultusministerin und Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann verhindern und die CDU wieder vorne sehen. Im Wahlkampf gilt es für sie, die Unterschiede aufzuzeigen zwischen der Union und den in Baden-Württemberg meist doch konservativen Grünen. Spannend an diesem Abend auch, wie die AfD abschneidet. 2016 kam sie auf 15,1 Prozent, wurde drittstärkste Kraft. Der starke Landesverband machte in letzter Zeit aber eher mit internen Streitigkeiten und Machtkämpfen Schlagzeilen. Für die Linke könnte dieser Wahlsonntag ein bitterer Tag werden. Denn sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz müssen die Landesparteien um den Einzug in die Parlamente bangen. Durch den Wahlabend am 14. März führt die stellvertretende Chefredakteurin Bettina Schausten aus dem Wahlstudio in Stuttgart, an ihrer Seite Parteienforscher Karl-Rudolf Korte. Aus Mainz berichtet die dortige Landesstudioleiterin Susanne Gelhard. Immer die aktuellsten Zahlen und Hochrechnungen liefern ZDF-Politikchef Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen. Der Ausgang der Landtagswahlen ist auch Thema in den 19.00-Uhr-"heute"-Nachrichten. In beiden Wahlstudios stellen sich dafür die Spitzenkandidaten einer ersten Fragerunde. Wie stark schneiden die Grünen ab? Kann die CDU gegen beliebte Amtsinhaber punkten? Und welche Parteien schaffen es, trotz Corona ihre Wählerschaft zu mobilisieren? Der 14. März ist auch ein erster wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl im September. Darüber spricht ZDF-Hauptstadtstudioleiter Theo Koll mit führenden Politikern der im Bundestag vertretenen Parteien ab 19.35 Uhr in der "Berliner Runde". Alle Informationen rund um die Landtagswahlen sind jederzeit abrufbar auf heute.de, ergänzt um Kurzanalysen der wichtigsten Wahlthemen. Aktuell abrufbar sind die interessantesten Stimmen der Gewinner und Verlierer ebenfalls auf facebook.com/ZDFheute/. Der gesamte Wahlabend ist live zu verfolgen in der ZDFmediathek.
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