Im Zagros-Gebirge im Südwesten des Irans begleitet ein Lehrer eine Familie nomadischer Hirten vom Volk der Bachtiaren beim Viehauftrieb im Frühling. Drei Wochen lang begibt sich der 33-jährige Homayoon auf die Spuren seiner Vorfahren, die ebenfalls Wanderschäfer waren, und lernt das harte Nomadenleben kennen. Abends unterrichtet er die Kinder, obwohl sie von ihrem Tagwerk müde und erschöpft sind. Sein Ziel ist es, ihnen eine Schulbildung zu vermitteln, die sie brauchen, wenn sie später einmal in der Stadt leben wollen. Die Bachtiaren sind Viehzüchter und Nomaden, die jeden Frühling eine lange und gefährliche Reise durch das Zagros-Gebirge auf sich nehmen, um ihre Tiere auf grüne Weiden zu führen. Nur noch einige Zehntausende halten heute an dieser traditionellen Lebensweise fest, legen die Strecke noch zu Fuß zurück und leben in Zelten aus Ziegenfell, umgeben von ihren Herden. Sie sind die letzten Vertreter einer längst vergangenen Zeit. Die Familienoberhäupter und die Älteren versuchen zwar um jeden Preis, an ihrem Leben mit den Tieren und den nomadischen Bräuchen festzuhalten. Sie versuchen, die Einheit des Stammes zu wahren, doch die Jüngeren wollen sich von diesen Traditionen lösen. Ihre Generation sehnt sich nach einem moderneren Leben und träumt davon, später in Städten wie Isfahan oder Ahwas zu leben. Der Name der Bachtiaren geht auf das Persische zurück und bedeutet "Gefährten des Glücks". Er spielt darauf an, dass die Stammesmitglieder jedes Mal auf ihr Glück vertrauen, wenn sie sich auf den Weg quer durch das Zagros-Gebirge begeben. Doch heute bedeutet Bildung ihr Glück und ihre Chance auf eine bessere Zukunft.