Was bleibt uns vom konstanten Fluss der Bilder, die den Zustand der Welt beschreiben? Welche dieser Bilder brennen sich ein, welche Erinnerungen bewahren wir? Was macht uns zu den Menschen, die wir sind? Casey und Alessandro lernen sich als WG-Mitbewohner in Florenz kennen und werden Freunde. Die beiden jungen Männer haben den gleichen Traum - mit der Kamera die Geschichten von Menschen zu erzählen. Als Casey eine Stelle bei Al Dschasira in Katar findet, beschließt Alessandro, nach Berlin zu ziehen. Bei den vielen Drehs zu seinen Reportagen schickt Casey Alessandro Aufnahmen auf Kassette und Festplatte und tauscht sich über Skype mit dem Freund aus. Es sind harte, befremdliche, manchmal auch komische Sequenzen, die in seinen Kurzreportagen keinen Platz finden. Er bittet Alessandro, diese Bilder für ihn aufzubewahren. Zu Anfang geht es vor allem darum, in Kontakt zu bleiben, doch nach und nach lernt Alessandro über diese Bilder eine Welt kennen, die ihn fasziniert und beeindruckt. Durch Casey macht er gewissermaßen "Bekanntschaft" mit Migranten aus dem subsaharischen Afrika auf ihrem Weg nach Europa, mit einer palästinensischen Familie in Gaza, einer sibirischen Babuschka, einer jungen Frau in einer Obdachlosenunterkunft in Detroit und den vielen anderen Menschen, denen Casey begegnet. Der ehemals schüchterne, introvertierte Alessandro fühlt sich zunehmend lebendig und mit der Welt verbunden. Casey dagegen, den ungebundenen Abenteurer, belasten die oft schwierigen Situationen, mit denen er konfrontiert ist, emotional immer stärker. Nach fünfzehn Jahren treffen sich die beiden Freunde in ihrer Heimatstadt Florenz wieder. Casey hat seine Arbeit als Journalist aufgegeben, aber er möchte noch immer erzählen, was auf der Welt geschieht. Gemeinsam mit Alessandro dreht er nun Dokumentarfilme. "Was bleibt" erzählt davon, wie eine Freundschaft Menschen die Augen öffnen und dabei helfen kann, sich selbst zu finden.