Im Herbst 1989 stand auch das Bildungssystem der DDR am Pranger und mit ihm eine ganze Lehrer- und Erziehergeneration. Die Einheitsschule mit Fahnenappell und Staatsbürgerkunde ging unter. Aber was wurde aus der Volksbildung der DDR? Und wie ging Unterricht und Erziehung nach 1990 eigentlich weiter? Die Dokumentation geht auf Spurensuche. Lehrer, Bildungspolitiker und ehemalige Schüler erinnern sich an die Zeiten des Umbruchs. Liegt der Erfolg vieler ostdeutscher Länder bei Pisa-Studien und bundesweiten Vergleichen doch (auch) in ihrer Geschichte? Ist der Fokus auf naturwissenschaftlicher Ausbildung das Pfund, das sich heute auszahlt? Nicht nur die ehemalige Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka erinnert sich an ihre Schulzeit in Sachsen-Anhalt. Trotz Kritik und großer Verunsicherung ging für viele ostdeutsche Lehrer der Schulbetrieb in und nach der Wendezeit weiter. Aber wie? Wer durfte bleiben, wer musste gehen? Nachgezeichnet wird der schwierige Wandlungsprozess einer Lehrergeneration, die sich völlig neu definieren musste.