«Weekends» basiert stark auf den persönlichen Kindheitserinnerungen des Animationskünstlers Trevor Jimenez. An den Wochenenden beim Vater in der Stadt kam das Essen aus der Mikrowelle oder vom Chinesen um die Ecke. Mit viel Sinn zum Detail wurde dem Zeitkolorit Rechnung getragen. Die 80er-Jahre sind in der Mode, der Musik («Money for Nothing» von den Dire Straits) und den Videospielen gegenwärtig. Für den 3D-Effekt setzen sich Vater und Sohn die kultig blau-roten Brillen auf. Auch die Sicht des sensiblen, neugierigen Jungen auf die Dinge und zwischenmenschlichen Beziehungen ist sehr fein umgesetzt und es fällt gar nicht auf, dass «Weekends» keine Dialoge hat. Der Kurzfilm kam dank einem Kurzfilmprogramm von Jimenez' Arbeitgeber Pixar zustande. Pixar erlaubt seinen Angestellten die Benutzung ihrer Ressourcen. Sie können mit Kollegen ausserhalb der Arbeitszeiten an ihren eigenen Projekten arbeiten und die Rechte der Filme behalten. An «Weekends» halfen etwa zwanzig Kollegen vom Studio mit. Spezielles Augenmerk wurde auf den Hintergrund gelegt, allein sieben Leute arbeiteten daran. Jimenez zeichnete die Layouts mit Kohle, diese wurden von Chris Assaki in Photoshop mit speziellen Pinseln gemalt. Trevor Jimenez hat als «Story Artist» bei «Finding Dory» (2016) und «Rio» (2011) mitgearbeitet. «Weekends» gewann neben den Preisen in Annecy auch an vielen anderen Filmfestivals den Hauptpreis und macht sich nun auf den Weg zu den Oscars.