Der Wunsch, den Tod zu überwinden, ist so alt wie die Menschheit. Bei vielen Völkern ist dieser Wunsch eng an die Erhaltung des Körpers geknüpft. So gibt es auch "deutsche" Mumien. Schloss Sommersdorf bei Nürnberg ist Schauplatz eines besonders mysteriösen Falls: In einem Wehrgang haben viele Ahnen des Adelsgeschlechts "von Crailsheim" ihre letzte Ruhestätte gefunden. Obwohl sie nicht künstlich mumifiziert wurden, sind ihre Körper gut erhalten. Ein Team des "German Mummy Project" will das Geheimnis gemeinsam mit dem Mumien-Experten Dr. Albert Zink lüften und setzt dabei neueste wissenschaftliche Methoden ein. Wann immer es um neue Funde im Bereich der Mumienforschung geht, ist Albert Zink ein gefragter Mann. Der Experte hat nicht nur die Mumien der Pharaonen untersucht, sondern auch die "schönste Mumie der Welt". Ihr Zuhause ist die Gruft unter dem Kapuzinerkloster in Palermo. Insgesamt gibt es dort mehr als 2000 Mumien, doch die zweijährige Rosalia Lombardo, die 1920 an der Spanischen Grippe starb, stiehlt allen die Schau. Wer sie sieht, kann kaum glauben, dass das Kind nicht nur schläft, sondern seit fast 100 Jahren tot ist. Das Rätsel um ihren Erhaltungszustand wurde erst vor wenigen Jahren von dem Expertenteam um Albert Zink gelöst. Jede Mumie erzählt ihre eigene Geschichte: sei es die eines Mordkomplotts, dem ein ägyptischer Pharao zum Opfer fiel; die der Besiedelung fremder Länder wie den peruanischen Anden oder der chinesischen Wüste Taklamakan; oder die eines Grubenunglücks in einem Salzbergwerk im Iran. Wie Zeitkapseln geben Mumien den Blick auf längst vergangene Zeiten und Schicksale frei. "Terra X" begibt sich auf eine spannende Reise, die in schwindelerregende Höhen und düstere Tiefen führt, und erlebt dabei erstaunliche Entdeckungen in der Welt der Mumien.