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Produktionsdatum
2018
NDR
Di., 06.11.
23:30 - 00:00


Bereits seit 1991 sind die Korrespondenten im Ausland unterwegs und berichten vor Ort vom Geschehen. Die Reportagen informieren detailliert über Hintergründe und decken nicht selten Missstände auf.

Thema:

USA: Zwischenwahlen: kippt die Stimmung gegen Trump?

Autor: Hendrik Backhus
Die Midterm-Wahlen in den USA gelten als Stimmungsbarometer, vor allem für die Politik des Präsidenten. In der Mitte einer Präsidentschaft gehen die Wählerinnen und Wähler an die Urne und bestimmen so unter anderem ihre Abgeordneten für den US-Kongress. "In dieser Wahl entscheidet ihr über mich", sagt Donald Trump auf jeder Wahlkampfveranstaltung, obwohl sein Name auf keinem Stimmzettel steht. Aber sollte sich durch diese Wahl die Mehrheit der Republikaner im Kongress zugunsten der Demokraten verschieben, wäre das für den republikanischen Präsidenten eine Niederlage. Gelingt dies den Demokraten aber nicht, wäre es eine Bestätigung für Donald Trumps Politik.

USA: Initiative will Wahlrecht für Straftäter erkämpfen

Autorin: Claudia Buckenmaier
Wer in Florida im Gefängnis gesessen hat, verliert sein Bürgerrecht, zu wählen. Lebenslang! 1,5 Millionen Menschen dürfen wegen ihrer Vorstrafen nicht wählen. Eine Initiative hat es nun geschafft, dass parallel zu den Kongresswahlen am 6. November über eine Verfassungsänderung abgestimmt wird. In der geht es darum, dass auch verurteilte Straftäter wieder wählen dürfen, so lange sie nicht einen Mord oder ein Sexualdelikt begangen haben. Doch die Gegner der Änderung machen ebenfalls mobil: Nur diejenigen, die nicht wegen Straftaten verurteilt worden seien, haben das Recht zu wählen. Claudia Buckenmaier berichtet über den Kampf um das Wahlrecht.

Philippinen: Tacloban fünf Jahre nach der Katastrophe

Autor: Uwe Schwering
Vor fünf Jahren wütete der Taifun "Haiyan" auf den Philippinen. Der Tropensturm forderte Tausende Menschenleben, vier Millionen Menschen verloren ihr Zuhause. Die Stadt Tacloban wurde fast vollständig zerstört. Fünf Jahre nach der Katastrophe ist Uwe Schwering in die Region gereist, um zu sehen, wie die Menschen heute nun dort leben.

Südafrika: ein Hochhaus im Wandel der Zeit

Autor: Thomas Denzel
Bei seiner Eröffnung 1975 war der sogenannte Ponte Tower in Johannesburg das höchste Wohnhaus Südafrikas. Damals im Apartheidstaat ausschließlich für weiße Mieter. 55 Stockwerke und innen hohl. Eine der schicksten Adressen der Stadt. Heute sind die meisten Mieter schwarz, Vertreter des neuen schwarzen Mittelstands. Die meisten Weißen trauen sich noch nicht wieder hierher. Denn die Gegend rund um das Haus gilt als sehr gefährlich. Junior Ndanganeni zeigt sein Zuhause. Oder genauer: dessen Innenhof, Architektur wie aus einem Science- Fiction-Film. Der Bewohner erzählt: "Früher waren die Bewohner zu faul, zum Mülleimer zu gehen. Es war ganz normal, dass jeder seinen Abfall einfach hier in den Innenhof warf." Fünf Stockwerke hoch stapelte sich der Müll. Kriminelle Gangs nisteten sich damals in das Wohnhaus ein. Irgendwann gaben die Besitzer den Kampf gegen die illegalen Besetzer auf. Vor zehn Jahren aber kamen die Reinigungstrupps, neue Besitzer übernahmen wieder die Kontrolle. Und heute lebt hier die schwarze Mittelschicht, denn die Mieten hier sind noch nicht wieder so hoch wie in den goldenen Anfangszeiten des Towers.

Jemen: schwere Hungersnot

Autor: Alexander Stenzel
Im Windschatten der Khashoggi-Affäre bereitet Saudi-Arabien eine neue Offensive auf die Hafenstadt Hodeida vor. Über dieses Nadelöhr kommen die meisten Hilfslieferungen. Schon jetzt steht das Land vor einer schweren Hungersnot. Laut UN sind schon bald 14 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. In Hajjah, westlich von Jemens Hauptstadt Sanaa, ernähren sich die Menschen bereits von Gras und Pflanzen, weil Hilfslieferungen kaum noch ankommen. In einem nicht weit entfernten Kinderkrankenhaus sterben jede Woche mehrere Kinder an Unterernährung.



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