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Produktionsdatum
2018
NDR
Do., 21.03.
01:45 - 02:15


Bereits seit 1991 sind die Korrespondenten im Ausland unterwegs und berichten vor Ort vom Geschehen. Die Reportagen informieren detailliert über Hintergründe und decken nicht selten Missstände auf.

Thema:

Schweden: Leben mit dem Wolf

Bericht: Christian Stichler
Auch im dünn besiedelten Schweden ist das Verhältnis zwischen Mensch und Wolf ein kontroverses Thema. Aber in kaum einem anderen Land erfolgt die Wolfszählung so genau wie hier. Im Winter wird gezählt, Inventur gemacht, wie die Wildbeauftragten sagen, im Juni dann entschieden, ob und wo der Wolf gejagt werden darf. Der Bestand von 300 Tieren darf nicht unterschritten werden. Viele Jäger und Landwirte finden aber, dass auch diese Untergrenze zu hoch ist. Es seien zu viele Wölfe auf einer zu kleinen Fläche, sagen sie.

Italien: eine Chance für das "Hotelhouse für Flüchtlinge"

Autorin: Ellen Trapp
Das "Hotelhouse" in Porto Recanati ist ein riesiger Apartmentkomplex, 17 Stockwerke, 480 Wohnungen, toll gelegen mit Blick auf die Adriaküste. Ursprünglich sollten sich hier Touristen einquartieren, aber als die ausblieben, zogen in den 1990er-Jahren Flüchtlinge ein. Einige kauften sich Apartments, aber das Haus ist mittlerweile völlig heruntergekommen. Schlagzeilen über Drogendealer und Prostituierte machten die Runde, eine rechtsfreie Parallelwelt mitten in Italien. Der italienische Innenminister Salvini von der rechtsnationalen Lega Nord wollte es kürzlich komplett abreißen lassen, aber das geht nicht wegen der Eigentumsverhältnisse. Jetzt packen die Einwohnerinnen und Einwohner mit an, legen Geld für einen Hausmeister zusammen. Einige wünschen sich schon, dass das "Hotelhouse" bald ein Vorzeigeprojekt für gelungene Integration wird.

China: Gesichtserkennung in der Schule

Autor: Mario Schmidt
Eine Schule in der Millionenmetropole Hangzhou hat überall im Gebäude Kameras mit Gesichtserkennung anbringen lassen. Und darüber läuft fast alles: Die Schüler bezahlen per Gesichtserkennung in der Kantine, gleichzeitig werden die Essgewohnheiten kontrolliert. Eine Büchereikarte gibt es längst nicht mehr, auch die Bücher werden automatisch via Gesichtserkennung ausgeliehen. Im angegliederten Internat wird via Gesichtserkennung automatisch geprüft, ob abends alle Schülerinnen und Schüler im Zimmer sind. Die Schule sieht sich als Vorreiter eines Smart-Campus und als Beispiel, wie künstliche Intelligenz an Schulen eingesetzt werden kann. Ursprünglich hatte die Schule auch Kameras in den Klassenräumen installieren lassen, um die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler zu kontrollieren. Aber das ging selbst einigen Eltern in China zu weit: diese Kameras müssen, zumindest vorübergehend, abgeschaltet werden.

Syrien: die letzte IS-Enklave kurz vor dem Fall?

Autor: Daniel Hechler
Die Dschihadisten kämpfen erbittert, aber die letzte Bastion des sogenannten Islamischen Staates in Baghus an der Grenze zum Irak scheint kurz vor dem Fall zu sein. Allein in der vergangenen Woche haben sich laut der Kurdenmiliz SDF 3.000 IS-Anhänger ergeben. Seit Beginn der Belagerung sollen es bereits 60.000 gewesen sein. Die Führungsriege des IS soll im Irak und in Syrien abgetaucht sein. Was folgt nach dem Sieg der von den Amerikanern unterstützen Kurden über den IS im Osten? Ein Ende des vielschichtigen Syrien-Krieges ist mitnichten abzusehen: Im Norden Syriens eskaliert die Gewalt rund um die Stadt Idlib zwischen Rebellen und den von Russland unterstützen Truppen Assads.

Indien: Besuch beim Dalai Lama

Autorin: Sibylle Licht
Dharamsala ist ein kleiner Ort im Norden Indiens, viele Tempel, enge Gassen, überfüllt von Touristen aus aller Welt. Hier residiert der Dalai Lama. Vor genau 60 Jahren flüchtete das religiöse Oberhaupt der Tibeter vor den chinesischen Besatzern hierher und seitdem ist hier auch der Sitz der tibetischen Exilregierung. Little Lhasa wird der Ort Dharamsala genannt, weil hier so viele Exil-Tibeter leben. Im Interview mit "Weltbilder"-Korrespondentin Sibylle Licht spricht der Dalai Lama von der friedlichen Rückkehr nach Tibet: Eine Rückkehr sei möglich, aber unter der Bedingung, dass China weitreichende Autonomie gewähre. Der Schlüssel zum Erhalt der tibetischen Kultur sei derweil die Bildung. Und so werden im tibetischen Schulzentrum schon die Jüngsten in den tibetischen Traditionen unterrichtet: Yoga und Meditation. Die etwas Älteren erlernen die tibetische Philosophie und Debattenkultur.



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