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Nachrichten • 15.01.2022 • 12:45 - 13:15
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
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Dänemark: corona-offene Schulen und kaum Einschränkungen im Alltag: Regitze Ishøy ist stellvertretende Elternsprecherin und schickt ihre zwölfjährige Tochter Ester seit Anfang Januar wieder in die Schule. Mit gutem Gewissen, obwohl die Omikron-Zahlen in Dänemark rasant steigen. Das Wohlbefinden der Kinder sei wichtiger als 100-prozentiger Infektionsschutz, sagt Regitze Ishøy. Mit zwei Tests pro Woche sollen Lehrkräfte und Schüler*innen geschützt werden. Dänemark hat seit Wochen Spitzenwerte. Die Inzidenz liegt derzeit bei über 2000, trotz hoher Quote bei der Zweitimpfung. Das staatliche Gesundheitsinstitut verweist darauf, dass in Dänemark viel und genau getestet wird, dazu werden 200.000 Tests pro Tag sequenziert. Das Land will jetzt noch mehr Tempo beim Impfen machen und bildet Personal dafür aus. Über Veränderung von Quarantäneregeln denken die Verantwortlichen in Dänemark nicht nach: Es gibt keine Mindestanzahl von Quarantänetagen nach einer Infektion. Nach 48 symptomfreien Stunden darf man wieder unter Leute. Aber den grünen Coronapass gibt es erst nach zwei Wochen wieder. Autor: Christian Blenker Niederlande: Vorbild bei der Cannabis-Legalisierung?: Lesley Bijlsma ist Coffeeshopbetreiber in Amsterdam sieht die Niederlande nicht als Vorbild bei der Legalisierung von Cannabis. Aus seiner Sicht ist das niederländische Prinzip des Tolerierens verrückt! Denn: während der Verkauf geduldet wird, stehen Anbau und Verarbeitung weiterhin unter Strafe. Das zwingt viele Händler in die rechtliche Grauzone oder sogar in die Illegalität. Und so schafft die Drogenpolitik des Nachbarstaats von Deutschland ein Einfallstor für Drogenkartelle. Daraus sollte Deutschland lernen, wenn die neue Ampel-Regierung Cannabis legalisieren möchte. Japan: die gesündesten Schulkinder der Welt: Nirgendwo gibt es so wenig übergewichtige Kinder wie in Japan. Das belegen die Zahlen des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Danach sind nur 14 Prozent der Kinder im Alter zwischen fünf und 19 Jahren übergewichtig. In Deutschland sind es mehr als ein Viertel. Die Gründe sind vielfältig, vor allem aber ist es wohl das gesunde gemeinsame Mittagessen, das Teil des japanischen Schulalltags ist. Dazu kommt, dass die Kinder sich schon im Grundschulalter mit Essen beschäftigen. Sie gehen aufs Feld und bereiten Speisen zu. So bekommen sie ein ganz anderes Verhältnis zu dem, was sie essen. Kanada: der syrische Schokokönig: Sie heißen "Frieden", "Danke" oder "Vergebung": Schokoladentafeln mit Inspiration. Dahinter verbirgt sich eine Geschichte wie im Märchen. Die syrische Familie Hadhad hat alles bei den Kämpfen in Damaskus verloren und musste jahrelang in einem Flüchtlingslager im Libanon überleben. Aber dann bekommt sie eine Chance: Kanada nimmt sie auf. Das Städtchen Antigonish in Nova Scotia hilft der Familie zurück auf die Beine. Jetzt betreiben die Hadhads eine erfolgreiche Schokoladenfabrik mit einem großen Geschäft in Halifax. "Peace by Chocolate" heißt ihre syrisch-kanadische Schokolade. Die Bürgermeisterin von Antigonish freut sich: "Sie geben uns viel zurück, es läuft gut hier für die für die Familie Hadhad aber es ist auch großartig für unsere Gemeinde." Rumänien: die Kaviar-Polizei im Donaudelta: Störe sind vom Aussterben bedroht, sie gelten als meist bedrohte Artengruppe der Welt. Die Fischart ist beeindruckend: Einzelne Exemplare können über 100 Jahre alt werden. Die Eier des Störs sind sehr begehrt. So hat die Jagd auf den berühmten Kaviar zur völligen Überfischung geführt. In den meisten Ländern ist der Fang wild lebender Störe strikt verboten. In Europa existieren die größten Vorkommen noch in der unteren Donau bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Dort versucht die Stör-Polizei, den illegalen Fischern das Handwerk zu legen.

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