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Report, Auslandsreportage
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So., 14.07.
19:20 - 20:00


In diesem Magazin liefern die ARD-Auslandskorrespondenten regelmäßig brisante Berichte aus aller Welt. Auf diese Weise werden die Zuschauer in Deutschland über das Geschehen rund um den Globus auf dem Laufenden gehalten.

Thema:

Tunesien: Die Touristen kehren zurück

Weite Strände und günstige Preise, Tunesien zieht in diesem Jahr besonders Pauschaltouristen an. Neun Millionen Urlauber werden erwartet, die Reisebranche ist hochzufrieden. Sicherheitskräfte zeigen starke Präsenz, Tunesien ist sicher, das soll die Botschaft sein. Straßensperren und Ausweiskontrollen gehören zum Urlaubsalltag dazu. Vor vier Jahren wurden am Strand von Sousse 38 Urlauber Opfer eines Terroranschlags. Mit Réne Trabelsi hat das nordafrikanische Land einen ungewöhnlichen Tourismusminister. Kein Parteibuch, dafür hat er als Reiseunternehmer viel praktische Erfahrung. Trabelsi gehört der kleinen jüdischen Gemeinde Tunesiens an. Er ist übrigens der einzige jüdische Minister in einem arabischen Land.
Autor: Stefan Schaaf/ARD Studio Madrid

England: Boris Johnson - der Mini-Trump

Vom liberalen Clown und Weltbürger zum Kopf der harten Rechten in Großbritannien. Boris Johnson hat sich mit dem Brexit zum führenden Kopf des rechten Flügels seiner Partei gemacht, der ihm nun in die Downing Street helfen soll. Eine Fraktion, die einen radikalen Bruch mit der EU fordert und ihrem Ziel jetzt sehr nahegekommen zu sein scheint. Boris Johnson verspricht den Briten den No Deal als "risikolosen Spaziergang". Und lügt hier offenbar ganz bewusst, um seine neue Basis zu befrieden. Denn de facto wäre der No Deal das Gegenteil: ein revolutionärer Umbruch mit unabsehbaren Folgen und Risiken für die Insel. Aber genau das ist es, was der harte rechte Kern der Tories mit dem Brexit wohl will: Großbritannien zum Spielfeld für amerikanische Großkonzerne umzubauen. Denn hier ist viel Geld zu verdienen. Ein Pakt mit dem Teufel sei das, sagen Johnsons Kritiker, die den Rechtsruck der Tory-Partei, Johnsons "rücksichtslosen Machthunger" und Opportunismus und die dadurch entstehende neue Abhängigkeit von einer unberechenbar gewordenen USA mit großer Sorge sehen. Ein Blick hinter die Kulissen der Tory-Partei.
Autorin: Annette Dittert/ARD Studio London

USA: Amerikas Mondfahrt

Die USA wollen wieder Menschen auf den Mond bringen, 2024 soll es soweit sein. Das hat die US-Regierung jetzt zum 50-jährigen Jubiläum der Apollo-Mondlandung bekanntgegeben. Bei Mondspaziergängen soll es nicht bleiben, die USA streben mit ihren neuen Raumfahrt-Missionen eine permanente Präsenz von Menschen im All an. Bei der NASA laufen bereits die Vorbereitungen. Es gibt aber auch andere Stimmen zu den hochfliegenden Plänen: Besser wäre es, meinen Kritiker, das Geld in die Bildung zu stecken statt auf den Mond zu schießen. Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit der NASA mit privaten Raumfahrtunternehmen. Denn sie können helfen, Kosten zu senken. So befördern heutige modernste Raketen auf einen Schlag 60 Satelliten ins All. Und sie kehren danach auf die Erde zurück, unversehrt. Autor: Jan Philipp Burgard/ARD Studio Washington

Usbekistan: Lichtblick - Neue Arbeitsplätze

Es sind vor allem Frauen, die in den kleinen Seidenspinnereien arbeiten. Die seien geschickter, sagt die Vorarbeiterin, bei Männern reiße der Faden ständig und dann habe man Abfall. Die Seidenbranche boomt. Die Betriebe fahren Sonderschichten. Während der Diktatur ging es den Menschen schlecht, die Fabriken blieben geschlossen, es gab keine Arbeit. Das werde sich jetzt ändern, verspricht der neue Präsident. Usbekistan ist im Aufbruch, die Menschen schöpfen wieder Hoffnung, schmieden Pläne. Aber, mahnen kritische Stimmen, Menschenrechte und Meinungsfreiheit fehlten bei den Reformen.
Autorin: Birgit Virnich/ARD Studio Moskau

Kongo: Die rasenden Roller

E-Roller überschwemmen europäische Großstädte. In Goma/Kongo sind sie der absolute Renner: Lastenroller aus Holz, genannt Chukudus. So ziemlich alles wird transportiert, was man sich vorstellen kann. Alexis Claude Giovanni verdient sich mit den Fahrten seinen Lebensunterhalt. Sein blau-weißer Tretroller ist sein ganzer Stolz. Einmal im Jahr findet ein Chukudu-Rennen in Goma statt, Alexis war bereits mehrfach der Schnellste in der Formel-1 der Tretroller. Eines Tages, so träumt Alexis, kann sein Chukudu ja vielleicht sogar fliegen.
Autorin: Sabine Bohland/ARD Studio Nairobi

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