Wer bezahlt Europa?

  • Ramona Coman, Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Instituts für Europäische Studien in Brüssel Vergrößern
    Ramona Coman, Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Instituts für Europäische Studien in Brüssel
    Fotoquelle: MDR/Hoferichter & Jacobs
  • Angesichts der kommenden Europawahl beherrscht auch die Geldfrage die Debatte um die Zukunft der EU. Vergrößern
    Angesichts der kommenden Europawahl beherrscht auch die Geldfrage die Debatte um die Zukunft der EU.
    Fotoquelle: MDR/Silke Heinz/MDR
  • Dr. Ingeborg Gräßle, Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses im Europäischen Parlament Vergrößern
    Dr. Ingeborg Gräßle, Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses im Europäischen Parlament
    Fotoquelle: MDR/Hoferichter & Jacobs
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    Henrik Enderlein, Wirtschaftswissenschaftler und Präsident der Hertie School of Governance in Berlin
    Fotoquelle: MDR/Hoferichter & Jacobs
  • Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin und Professorin für Europapolitik an der Donau-Universität Krems Vergrößern
    Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin und Professorin für Europapolitik an der Donau-Universität Krems
    Fotoquelle: MDR/Hoferichter & Jacobs
  • Prof. Amandine Crespy, Politikwissenschaftlerin, Freie Universität Brüssel Vergrößern
    Prof. Amandine Crespy, Politikwissenschaftlerin, Freie Universität Brüssel
    Fotoquelle: MDR/Hoferichter & Jacobs
Report, Europa
Wer bezahlt Europa?

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2019
MDR
So., 26.05.
22:30 - 23:20


2019 wird zum neunten Mal das Europäische Parlament gewählt. 750 Abgeordnete können es werden. Es ist der Start in eine neue Zeitrechnung, in der das Geld knapper und die Chancen, mit Geld politischen Druck auszuüben größer sind als jemals zuvor. Ein Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes stellen die Mitgliedsstaaten der EU für den gemeinsamen europäischen Haushalt zur Verfügung. 2018 waren das rund 160 Milliarden Euro für den größten gemeinsamen Wirtschaftsraum der Welt. Der deutsche Bundeshaushalt ist fast doppelt so groß. Um dieses eine Prozent ist ein Streit entbrannt, denn alte Mitgliedsstaaten beharren auf Privilegien und die neuen Mitglieder fordern das ein, von dem sie meinen, es stünde ihnen zu. Fast zwei Drittel des Europäischen Haushalts fließen in Form von Fördermitteln und Subventionen an die Mitgliedsländer zurück. Profiteure dieser Umverteilung sind vor allem die osteuropäischen Länder. Der größte Teil der Investitionen geht in öffentliche Infrastrukturprojekte, Straßen, Schulen oder Flughäfen. Die westlichen Länder haben viel investiert in den Aufschwung im Osten doch die Osteuropäer zeigen wenig Dankbarkeit. Auch Schlagzeilen über im Korruptionssumpf versickernde EU Gelder sind nicht förderlich für den europäischen Zusammenhalt. Ein Riss geht durch die Solidargemeinschaft Europa, ein Riss zwischen den alten und den neuen Mitgliedern, den Finanzstarken und den -schwachen. Wer verliert und wer gewinnt? Wer wird in Zukunft von der großen Umverteilung profitieren? Die Frage "Wer bezahlt" könnte in Zukunft mehr und mehr zur Frage "Wer beherrscht Europa" werden. Es wäre das Ende des Solidaritätsprinzips. Der Film "Wer bezahlt Europa" richtet den Blick auf die Innensicht der Mechanismen von Geld und Macht in Europa und fragt, ob Europa noch weiter auseinanderdriftet oder durch eine andere Form der Umverteilung wieder näher zusammenrückt.


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