Der neue Personenstandseintrag "divers" sieht auf den ersten Blick wie ein kleiner "Krieg der Sternchen" aus, ist aber eine der tiefgreifenden kulturellen Umwälzungen unserer Zeit. Was als gewagte akademische These begann - nämlich, dass wir ein soziales Geschlecht haben und alles Mögliche außer "männlich" und "weiblich" sein können -, ist in der Gesellschaft angekommen. Doch es regt sich Widerstand, von ganz rechts bis tief in die Mitte. Papst Franziskus sieht in der "Gender-Ideologie" einen "Weltkrieg gegen die Ehe", der Verein Deutsche Sprache im "Gender-Unfug" einen "zerstörerischen Eingriff in die deutsche Sprache", und Rechtspopulisten in ganz Europa bekämpfen den "Gender-Wahn" und propagieren die heterosexuelle Kleinfamilie als Basis einer "gesunden" Gesellschaft. Warum wirkt die Gender-Idee so bedrohlich für viele? Schießen die Gender-Kämpfer und -Kämpferinnnen über das Ziel hinaus? Und wie agieren Länder, in denen Gender-Gegner in der Regierung sind?