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Kultur, Kunst und Kultur
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WDR
Mo., 16.04.
22:40 - 23:20


Neben kulturellen Themen finden hier auch politische Vorkommnisse ihren Platz. Mit einem Regionalbezug zu Nordrhein-Westfalen wird stets aktuell und mit detaillierten Hintergrundinformationen berichtet.

Thema:

Kunst im Transit: Ausstellung von Haegue Yang im Museum Ludwig in Köln

Sie stammt aus Seoul, lebt in Berlin und stellt in der ganzen Welt aus: die Installationskünstlerin Haegue Yang. Seit 2017 unterrichtet sie an der Städelschule in Frankfurt, an der sie in den 90er Jahren selbst studiert hat. Vom 18. April bis zum 12. August zeigt das Museum Ludwig unter dem Titel "ETA" die weltweit erste Überblicksausstellung ihrer Werke. Die Abkürzung steht für "Estimated Time of Arrival", zu Deutsch "voraussichtliche Ankunftszeit", und verweist auf ihr Leben und Arbeiten als Jetsetterin in der globalen Kunstwelt. In Köln zu sehen sind Lackbilder, Fotografien, Papier- und Videoarbeiten, Skulpturen und raumgroße Installationen. Am 17. April erhält Haegue Yang den Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst.

"Ich mach dann mal weiter": Georg Ueckers Leben zwischen Lindenstraße und Christopher Street

Der erste Kuss zweier Männer in einer deutschen Vorabendserie machte Georg Uecker 1990 berühmt. Seit der sechsten Folge spielt er in der "Lindenstraße" den Arzt Dr. Carsten Flöter, der wie sein Darsteller offen homosexuell lebt. Privat musste der Schauspieler Georg Uecker schwere Schicksalsschläge einstecken. Sein Freund starb an AIDS. Bei ihm selbst wurde während einer Krebsbehandlung eine HIV-Infektion festgestellt. Wie er es geschafft hat, sich ins Leben zurückzukämpfen, beschreibt er in seinem Buch "Ich mach dann mal weiter". "Ich bin zäh", sagt der 56-Jährige, "ich wollte arbeiten, ich wollte leben." Für den Herbst plant er eine Leseshow, in der er sein Schauspieltalent, seine Improvisationslust und seinen Spaß an der Interaktion mit dem Publikum voll ausleben kann. "Ich habe noch viel vor und mach dann mal weiter!"

Intimes Porträt eines Weltstars: "3 Tage in Quiberon"

Es ist eine wahre Begebenheit, die Regisseurin Emily Atef zu ihrem Spielfilm "3 Tage in Quiberon" inspirierte: Im Jahr 1981 verbringt Romy Schneider (Marie Bäumer) drei Tage mit ihrer besten Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) an der bretonischen Küste. Zu viel Alkohol, zu viel Tabletten und zu wenig Schlaf haben die weltberühmte Schauspielerin geschwächt. Vor ihrem nächsten Filmprojekt will sie sich in dem kleinen Kurort Quiberon erholen. Obwohl sie schlechte Erfahrungen mit der deutschen Presse gemacht hat, empfängt sie den "Stern"-Reporter Michael Jürgs (Robert Gwisdek) zum Interview. Ihr alter Freund Robert Lebeck (Charly Hübner) soll die Fotos für die geplante Bildstrecke machen. Es wird ein hochemotionales Katz- und Mausspiel, an dessen Ende der Weltstar bekennt: "Ich bin eine unglückliche Frau von zweiundvierzig Jahren und heiße Romy Schneider." Westart über einen Film, der vom Leben und Leiden einer Legende erzählt. "3 Tage in Quiberon" wurde für zehn Lolas nominiert. Die Verleihung des Deutschen Filmpreises ist am 27. April.

Big Beautiful Buildings: Architektur des Aufbruchs

Es war eine Zeit voller Energie und Experimentierfreude: In den 50er bis 70er Jahren brummte die Wirtschaft, die Menschen blickten nach vorn, die Kulturszene vibrierte. Auch die Architektur war geprägt vom Willen zur Innovation. Überall entstanden neue Schulen, Universitätsgebäude, Rathäuser, Kirchen, Wohnsiedlungen und Kaufhäuser, darunter die Ruhr-Uni in Bochum, das Kolumbarium in Duisburg oder die Grugahalle in Essen. Die Nachkriegsmoderne ist längst Geschichte. Geblieben sind die Bauwerke, die vom Geist der Boomjahre zeugen. Das Projekt Big Beautiful Buildings (BBB) lädt im Europäischen Kulturerbejahr dazu ein, sie neu zu entdecken - im Ruhrgebiet, aber auch in anderen Regionen. Westart ist bei der Auftaktveranstaltung im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen dabei.

Zu Gast bei Westart: die Krimiautoren Volker Klüpfel und Michael Kobr

Sie sind das bekannteste und erfolgreichste Krimiduo im deutschsprachigen Raum: die beiden Allgäuer Volker Klüpfel und Michael Kobr. Kennengelernt haben sich die beiden während ihrer gemeinsamen Schulzeit in Kempten. Seit über 15 Jahren schreiben sie zusammen. 2003 erschien "Milchgeld", Kommissar Kluftingers erster Fall. Ursprünglich hatten die beiden einen anderen Beruf: Volker Klüpfel war Kulturredakteur bei der Augsburger Allgemeinen, Michael Kobr Realschullehrer für Deutsch und Französisch. Jetzt feiern sie Jubiläum. Ende April erscheint der zehnte Band mit dem vielsagenden Titel "Kluftinger: Kriminalroman". Gerade hat ihre Jubiläumslesetour begonnen. Am 26. April sind sie in Köln, am 12. Juni in Düsseldorf zu Gast. Bei Westart verraten sie, warum Krimiautoren so gern zu zweit schreiben.

Mörderisches Allgäu: Kommissar Kluftinger

Kluftinger wohnt in Altusried im Allgäu und ist Kriminalhauptkommissar bei der Polizei Kempten. Der schrullige Ermittler mag keine Leichen, hasst modischen Schnickschnack und hat Angst vorm Fliegen. Dagegen liebt er deftiges Essen wie Original Allgäuer Kässpatzen und seine Frau Erika. In bisher neun Fällen hat er bewiesen, wie man mit außergewöhnlichen Methoden ans Ziel kommt. Sein zehnter Fall stellt ihn allerdings vor eine besondere Herausforderung: Er muss einen angekündigten Tod verhindern - seinen eigenen... Schon längst ist Kommissar Kluftinger über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannt. Die Krimis erscheinen in Japan, Taiwan, Italien, Polen, Russland und der Türkei und erreichen eine Millionenauflage. Fünf Fälle sind bereits verfilmt worden. Wie es mit Klufti weitergeht? Die Fans dürfen gespannt sein!

Der warme Klang des hohen Nordens: Die norwegische Violinistin Eldbjørg Hemsing

In ihrer Heimat zählt sie zu den aufregendsten Violinistinnen ihrer Generation: die Norwegerin Eldbjørg Hemsing. 28 Jahre jung, ist sie dabei, auch die internationale Musikwelt zu erobern. Aufgewachsen ist sie in einem 700-Seelen-Dorf in Südnorwegen. Studiert hat sie unter anderem in Wien, und seit rund einem Jahr lebt sie in Berlin. Gerade hat sie ihre erste CD vorgelegt. Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern hat sie ein Violinkonzert des fast vergessenen norwegischen Komponisten Hjalmar Borgström eingespielt. Mit den warmen Klängen bringt sie das Eis des Polarmeers zum Schmelzen. Zurzeit ist sie auf Deutschlandtournee, am 17. April gastiert sie in Detmold, am 18. April in Gütersloh.



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