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Kultur, Kunst und Kultur
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Mo., 28.05.
22:40 - 23:20


Neben kulturellen Themen finden hier auch politische Vorkommnisse ihren Platz. Mit einem Regionalbezug zu Nordrhein-Westfalen wird stets aktuell und mit detaillierten Hintergrundinformationen berichtet.

Thema:

New York Stories: DJ Sticky Dojah

Backspin, scratchen, loopen - das ist die Kunst von Philipp Lembke aka DJ Sticky Dojah. Und er beherrscht sie meisterhaft! Seit vier Jahren lebt der Aachener in New York. Seinen guten Ruf brachte er aus Deutschland mit, wo er schon als Schüler in der Hip-Hop-Szene unterwegs war und ab Ende der 90er mit legendären Partys die Region rockte. Jetzt erobert er die USA. Eines seiner Highlights der letzten Zeit war die Einladung, im weltberühmten Moma aufzulegen. Neben seiner Arbeit als DJ hat er eine weitere Leidenschaft zum Beruf gemacht: Tagsüber jobbt er bei "Human Head Records", dem angesagtesten Plattenladen New Yorks. Dort ist der begeisterte Vinyl-Sammler selbst auf die Jagd gegangen, bis ihn der Besitzer fragte, ob er für ihn arbeiten will. Für Phil Sticky Dojah ist ein Traum in Erfüllung gegangen: "New York ist die Geburtsstadt der DJ-Kultur. Das ist wirklich der buchstäbliche Schmelztiegel."

Bei Westart zu Gast: der Autor David Schalko

Geld, Gier, Macht und Sex sind seine Themen. Tief leuchtet er die menschlichen Abgründe aus - mit Sinn fürs Groteske und Lust am Absurden. Berühmt geworden ist David Schalko, österreichischer Autor und Regisseur, mit den TV-Serien "Braunschlag" und "Altes Geld". Drei Romane hat er bisher geschrieben. Gerade ist sein vierter erschienen, eine furios erzählte Geschichte aus der Wiener Unterwelt der Nachkriegszeit. Eine Gruppe jugendlicher Kleinkrimineller gerät 1938 ins KZ Dachau und wächst dort zu Schwerverbrechern heran. Nach Kriegsende teilen die vier die Stadt unter sich auf. Mit unglaublicher Brutalität setzen sie fort, was sie von den Nazis gelernt haben: Erpressung, Korruption, Mord. "Schwere Knochen" ist das Sittengemälde einer Gesellschaft, die völlig abgestumpft ist und das Mitgefühl verlernt hat. Bei Westart spricht David Schalko darüber, was es heißt, wenn die Empathie verloren geht.

Ein Fest der Künstlichen Intelligenz: Meta Marathon in Düsseldorf

Marathon mal anders: 42 Stunden nonstop Performances, Filme, Talks, Konzerte, Workshops, Ausstellungen inklusive Campen vor Ort. Vom 25. bis zum 27. Mai lädt das NRW-Forum Düsseldorf zum neuen Technologie-Festival "Meta Marathon" mit 42 Stunden Programm zum Thema "Künstliche Intelligenz". Wer mitmacht, taucht ein in die digitale Welt, kann sie erforschen, sich in ihr verlieren, sie benutzen oder auf den Kopf stellen. Westart war bei einigen der 42 "radikal-explorativen" Stunden dabei und hat mit dem Kurator Christopher Peterka darüber gesprochen, was es heißt, "Futurist" zu sein. In die nächste Zukunft blicken wir auch, nämlich auf die KI-Ausstellung "Pendoran Vinci", die vom 9. Juni bis zum 19. August ebenfalls im NRW-Forum zu sehen sein wird. Sie beschäftigt sich damit, welche Rolle die Künstliche Intelligenz in der Kunst spielt.

Die Weltretter: die Doku "Guardians of the Earth"

Ein Klimagipfel zur Rettung der Erde: Im Dezember 2015 trafen sich 20.000 Vertreter aus 195 Ländern in Paris, um sich auf das erste globale Klimaabkommen zu einigen. Wie es hinter den Kulissen zuging, das hat Regisseur Filip Antoni Malinowski exklusiv beobachtet. Sein Dokumentarfilm "Guardians of the Earth" zeugt von heftigsten Interessenkonflikten zwischen Arm und Reich, Opfern und Profiteuren des Klimawandels. Es ist ein aufrüttelnder Polit-Thriller mit Superhelden und Superschurken, bei dem es um nichts weniger als das Überleben der Menschheit und die Zukunft unseres Planeten geht. Der Film startet am 31. Mai in den Kinos.

Ein musikalisches Multitalent: der Pianist Kit Armstrong

Er jettet um die Welt, hat rund 100 Konzerte im Jahr und fasziniert das Publikum mit seiner Vielseitigkeit: der Pianist und Komponist Kit Armstrong, das einstige "Wunderkind". 1992 in Los Angeles geboren, begann er mit fünf Jahren, Klavier zu spielen. Neben der Grundschule besuchte er die Highschool, studierte Klavier und Komposition, Physik, Chemie und Mathematik. "Die Mathematik ist da, um schöne Welten zu beschreiben", sagt er. Begeistern kann er sich aber auch für gutes Essen und Origami, die Kunst des Papierfaltens. Mit 13 Jahren kam das Multitalent nach Deutschland. Alfred Brendel wurde sein Lehrer und Mentor. Der Altmeister sah in ihm die "größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin". Mittlerweile tritt Kit Armstrong in den großen internationalen Konzerthallen ebenso auf wie in kleinen handverlesenen Kammermusiksälen. Am 30. Mai ist er in der Kölner Philharmonie zu Gast. Weitere Konzerttermine in NRW: 12. Juli in Mülheim, 11. September in Bonn, 23. November in Olpe.

"Frieden. Von der Antike bis heute": Mammutausstellung in Münster

Vor genau 400 Jahren, mit dem Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618, begann der Dreißigjährige Krieg. Der gnadenlose Kampf um Macht und Religion kostete sechs Millionen Menschen das Leben und legte Europa in Schutt und Asche. Erst mit dem Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück fand der Schrecken ein Ende. In einer Mammutausstellung widmen sich gleich fünf Museen in Münster dem "Frieden. Von der Antike bis heute". Beteiligt sind das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso, das Archäologische Museum der Universität, das Stadtmuseum und das Bistum Münster. Zu sehen sind jahrhundertealte Dokumente, Bilder und Symbole historischer Friedensschlüsse, aber auch Friedensphantasien von Künstlern wie Rubens, Goya und Picasso, dessen Taube weltweit zum Friedensboten wurde. So wie der Regenbogen, der auf keiner aktuellen Friedensdemo fehlt. Westart-Reporterin Anja Backhaus hat sich in Münster umgeschaut.



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