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Kultur, Kunst und Kultur
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WDR
Mo., 12.11.
22:40 - 23:20


Neben kulturellen Themen finden hier auch politische Vorkommnisse ihren Platz. Mit einem Regionalbezug zu Nordrhein-Westfalen wird stets aktuell und mit detaillierten Hintergrundinformationen berichtet.
Am 11. November startet die ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit". Westart erinnert an zwei Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung. Wir blicken zurück auf 100 Jahre Frauenwahlrecht und auf den Kampf der Gelsenkirchener Heinze-Frauen, die vor fast 40 Jahren die Lohngleichheit erstritten.

Thema:

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! "Keiner schiebt uns weg"

Gelsenkirchen, 1979: 29 Arbeiterinnen des Unternehmens "Foto Heinze" gehen auf die Barrikaden. Als sie erfahren, dass ihre männlichen Kollegen mehr Geld für die gleiche Arbeit bekommen, ziehen sie vor Gericht. "Keiner schiebt uns weg" singen sie bei Protestveranstaltungen. Ihr Lied wird zur Hymne des Widerstandes. 1981 bekommen sie in höchster Instanz Recht. Es ist ein historischer Sieg. Aus dieser wahren Begebenheit ist jetzt der Spielfilm "Keiner schiebt uns weg" entstanden. Alwara Höfels, Katharina Marie Schubert und Imogen Kogge spielen drei Freundinnen, die sich nicht nur im Betrieb, sondern auch in ihren Familien gegen Ungleichheit und Bevormundung auflehnen. Am 14. November ist der Film, eine WDR-Koproduktion, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.

Unsere Stimme zählt: Wie Frauen das Wahlrecht durchsetzten

Sie heißen Marie Juchacz, Emmeline Pankhurst, Anita Augspurg und Marguerite Durand - vier unkonventionelle Frauen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts leidenschaftlich und unerschrocken für das Frauenwahlrecht kämpfen. Dafür werden sie verspottet, eingesperrt, ja sogar gefoltert. Das Dokudrama "Die Hälfte der Welt gehört uns" zeichnet ihren Weg nach und taucht ein in eine Welt, in der die Ungerechtigkeit "normal" war. Der Blick zurück zeigt, wie hart der Weg zur Gleichberechtigung war und gegen welche Widerstände die Frauen vor 100 Jahren das Wahlrecht errangen. Zu sehen am 13. November um 20.15 Uhr auf Arte und am 26. November um 23.30 Uhr im Ersten.

Zu Gast bei Westart: die Schauspielerin Esther Schweins

Esther Schweins hat viele Talente. Sie ist Schauspielerin, Regisseurin und Moderatorin. In den 90ern wurde sie als Comedy-Star berühmt. Die gebürtige Oberhausenerin war in den vergangenen Jahren in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen. Jetzt spielt sie in dem Dokudrama "Die Hälfte der Welt gehört uns" eine Ikone der militanten britischen Frauenrechtlerinnen: Emmeline Pankhurst, die als Suffragette für das allgemeine Wahlrecht kämpfte. Was sie selbst für Erfahrungen mit der Gleichberechtigung gemacht hat und wie eng Frauenrechte mit Menschenrechten zusammenhängen, darüber spricht Esther Schweins bei Westart.

Perspektivwechsel: Ausstellung "Museum global" in Düsseldorf

Den Blick über den Tellerrand werfen, die Grenzen Europas überschreiten, global denken - das steckt hinter dem Ausstellungs- und Forschungsprojekt "Museum global". Die Kunstsammlung NRW K 20 zeigt "Mikrogeschichten einer ex-zentrischen Moderne": Kunstwerke, Projekte, Manifeste, die in den Jahren zwischen 1910 und 1960 in Japan, Brasilien, Indien, Nigeria oder im Libanon entstanden sind. Es geht um Begegnungen und um einen radikalen Perspektivwechsel: weg vom Eurozentrismus und hin zu einer weltumspannenden Kulturgeschichte. Damit stellt die Kunstsammlung NRW auch sich selbst und ihre bisher auf die Kunst des Westens fixierte Arbeit in Frage. Zu sehen ist "Museum global" bis zum 10. März 2019 im K 20 am Düsseldorfer Grabbeplatz.

Faszination des Firmaments: Reiseziel Sternenhimmel

Sternenübersäter Nachthimmel über unseren Großstädten? Fehlanzeige! Denn nur wo es richtig dunkel ist, funkeln die Sterne am Firmament. Und genau dorthin ist der Kölner Fotograf Bernd Pröschold gereist. In seinem neuen Buch "Reiseziel Sternenhimmel" stellt er mehr als 25 Orte von Skandinavien über Deutschland bis zu den Kanarischen Inseln vor. Bernd Pröschold beschreibt, was es auf sich hat mit der Lichtverschmutzung, erklärt Himmelsphänomene und landschaftliche Besonderheiten. Vor allem aber verführt er uns mit seinen spektakulären Fotos zum Sternegucken.

Weiterschreiben: Literarische Begegnungen mit Autoren aus Krisengebieten

Weitermachen, weiterreden, weiterschreiben - auch und gerade dann, wenn die Welt um einen herum auseinanderbricht: Das Online-Projekt "Weiter schreiben" vereint Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in Kriegsgebieten leben oder ihr Land verlassen mussten. Im Austausch mit namhaften deutschen Autoren - unter ihnen Nino Haratischwili, Nora Bossong, David Wagner und Saša Staniši? - schildern sie ihre Ängste und Hoffnungen, schreiben über Politik und Phantasie und geben Einblick in ihre Lebens- und Vorstellungswelten. Jetzt erscheint der Sammelband "Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt". Westart über literarische und biografische Umbrüche, Aufbrüche und Neuanfänge in Düren.



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