Westart

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    Siham El-Maimouni
    Fotoquelle: WDR/Ben Knabe / WDR Presse und Information/Bildk
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Kultur, Kunst + Kultur
Westart

Infos
Originaltitel
Westart
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
WDR
Sa., 23.05.
18:15 - 18:45


Weltklassekunst in Wuppertal: Westart ist diesmal zu Gast im Skulpturenpark Waldfrieden. Tony Cragg hat ihn 2008 eröffnet und sich damit einen Traum erfüllt. Der in Liverpool geborene Bildhauer lebt seit den 70er Jahren in der bergischen Metropole. Das Konzept seines Parks ist einzigartig. In fantastischer Natur und mitten im Wald sind 40 Werke von Cragg und anderen international renommierten Künstlerinnen und Künstlern zu entdecken. Und auch ein architektonisches Unikat gehört dazu: die Villa Waldfrieden, ein Anwesen ganz ohne Ecken und Kanten, das sich der Lackfabrikant Kurt Herberts in den 40er Jahren auf den Leib schneidern ließ. Tony Cragg war von dem Haus begeistert und hat es aufwändig restaurieren lassen. Auf einem Rundgang zeigt er Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni seine Lieblingsorte in Villa und Park. Bis zum 1. Juni ist dort noch eine Sonderausstellung mit Werken von Ian McKeever und Michael Sandle zu sehen. Kultur hinter der Windschutzscheibe: Film ab und Bühne frei in Monheim: Der Kulturbetrieb in NRW wird mit der Öffnung der Museen langsam wieder hochgefahren. Ab dem 30. Mai dürfen auch die Kinos wieder öffnen, und bei den Theatern fragt man sich, ob und wie das am besten gehen soll. Derweil bietet bis in den Sommer hinein das Autokino Kultur in Echtzeit an. Während des Corona-Shutdowns erlebte es eine unerwartete Renaissance. Vor Corona gab es in NRW gerade mal zwei, jetzt sind es schon über 50. So kann man etwa in Monheim am Rhein auf drei Open-Air-Bühnen nicht nur Filme sehen, sondern auch klassische Konzerte, Theateraufführungen, Musik- und Comedyprogramme erleben: sicher hinter der Windschutzscheibe und live. "Drei Bühnen, ein Auto, alle Sparten", sagt Martin Witkowski von den Monheimer Kulturwerken und derzeitiger Drive-In-Veranstalter. Er konnte hochkarätige Künster*innen, wie etwa die aus Wuppertal stammenden, international renommierten Pianistinnen Danae und Kiveli Dörken für seine Idee begeistern. Westart über ein Phänomen, das in wenigen Wochen eine erstaunliche Karriere gemacht hat. Weltstar meets Weltstar: Ute Lempers "Rendezvous mit Marlene": Große Tourneen hat es in diesem Frühjahr nicht gegeben. Auch Chansonstar Ute Lemper musste ihre Pläne ändern. Eigentlich wäre sie jetzt mit ihrem neuen Programm "Rendezvous mit Marlene" in Europa unterwegs. Stattdessen ist sie zu Hause in New York, wo die gebürtige Münsteranerin seit über 20 Jahren lebt. 2018 hat Siham El-Maimouni sie an der Upper Westside zwischen Central Park und Broadway besucht. Diesmal erreicht sie sie per Skype. Sie spricht mit ihr über das Leben in einem der Corona-Hotspots der USA und über ihre Leidenschaft für Marlene Dietrich, der sie in ihrem gerade erschienenen Album ein Denkmal gesetzt hat. Gelebte Utopie: Wuppertals freie Kulturszene trotzt Corona: Wuppertal war einmal eine der reichsten Städte in Deutschland. Heute ist die Kommune pleite, und für Kultureinrichtungen fehlt es an öffentlichen Geldern. Das war schon vor Corona so. Aber es gibt neben einem starken bürgerschaftlichen Engagement für die Kultur auch eine agile, freie Kreativszene, die sich nicht unterkriegen lässt – erst recht nicht in Corona-Zeiten. Um der Krise zu trotzen, haben Künstler*innen und Kulturschaffende einen Solidarpakt und einen Hilfsfond ins Leben gerufen. Impulsgeber und Motor sind die "Utopisten" aus der Utopiastadt, dem kreativen Herzen Wuppertals. Inzwischen ist ihre Plattform "stew.one" online, die nicht nur Spenden sammelt, sondern auch Kunst und Kultur per Stream in die Wuppertaler Wohnzimmer bringt. Den umgekehrten Weg geht das Projekt "Out and About". Inzwischen sind es zehn Künstler*innen, die raus auf die Straße gegangen sind und ihre Werke auf 39 Plakatwänden in der ganzen Stadt zeigen. "Inside Out". JR's Fotoprojekt am Festspielhaus Recklinghausen: Die Ruhrfestspiele sind abgesagt. Aber zum Glück nicht komplett! Eine Aktion findet trotz Corona statt: das Projekt "Inside Out" des weltberühmten französischen Fotografen und Streetart-Künstlers JR. Dafür hat er Menschen, die sich dem Festival verbunden fühlen aufgerufen, ihre Schwarz-Weiß-Porträts auf der Festivalwebsite zu posten. Die Reaktion war enorm. Über 750 Fans und beteiligte Künster*innen haben mitgemacht. Die Bilder werden im Großformat bis Mitte Juni an die Fassade des Festspielhauses geklebt. Außerdem sind sie in einer Fotogalerie auf der Homepage der Ruhrfestspiel zu sehen. Westart hat Teilnehmer*innen und den Intendanten Olaf Kröck getroffen.

Thema:

Heute: Weltklassekunst in Wuppertal

Kultur hinter der Windschutzscheibe: Film ab und Bühne frei in Monheim

Weltstar meets Weltstar: Ute Lempers "Rendezvous mit Marlene"

Gelebte Utopie: Wuppertals freie Kulturszene trotzt Corona

"Inside Out". JR's Fotoprojekt am Festspielhaus Recklinghausen



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