Westart
Kultur, Kunst + Kultur • 21.11.2020 • 18:15 - 18:45
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Siham El-Maimouni
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Originaltitel
Westart
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Kultur, Kunst + Kultur

Westart

Zu Gast im Aalto-Musiktheater in Essen: Das Aalto-Musiktheater ist der Stolz der Stadt Essen und eines der renommiertesten Opernhäuser in Deutschland. 1988 eröffnet, ist der Bau des finnischen Stararchitekten Alvar Aalto heute ein Klassiker. Er kommt ganz ohne Prunk und Pathos aus. Stattdessen dominieren organische Formen. Alles ist aus einem Guss. Aalto hat jeden Tisch, jeden Stuhl, jede Lampe, jedes Ausstattungsdetail entworfen. Der tiefblaue Zuschauerraum bietet Platz für mehr als 1.100 Gäste. Jetzt ist das Haus geschlossen. Die nächsten Premieren sind auf Januar verschoben. Geprobt wird trotzdem mit Leidenschaft und vollem Einsatz. Wie das unter Coronabedingungen geht, darüber spricht Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni mit Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Hauses. Nach dem Vorbild der Natur: der finnische Architekt Alvar Aalto: In den Essener Stadtpark passe "nichts Hartes, Abruptes, nur Fließendes, Organisches". Das sagte der finnische Stararchitekt und Designer Alvar Aalto, als er den Auftrag bekam, ein Opernhaus zu konzipieren. Bereits 1959 entschied sich die Jury einstimmig für seinen Entwurf. Doch es sollten knapp 30 Jahre bis zur Fertigstellung vergehen. Am 25. September 1988 wurde die Oper feierlich eröffnet – zwölf Jahre nach Aaltos Tod. Alvar Aalto, 1898 in Finnland geboren, zählt wie Mies van der Rohe, Gropius oder Le Corbusier zu den bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Die "Humanisierung der Architektur" hat ihn berühmt gemacht. Das Essener Musiktheater ist ein typisches Beispiel: ein repräsentativer Bau in menschlichen Dimensionen, grandios und doch intim. Hymne an die Frau. Der Film "Woman" von Yann Arthus-Bertrand: Mit seinen spektakulären Luftbildaufnahmen der "Erde von oben" wurde er weltbekannt. Jetzt legt Yann Arthus-Bertrand seine dritte große Kino-Dokumentation vor. "Woman" heißt der Film, in dem er 2000 Frauen auf der ganzen Welt eine Stimme gibt. Sie erzählen ihre bewegenden und anregenden Geschichten, sprechen über Mutterschaft und Ehe, Beruf und Bildung, Liebe und Sexualität, über finanzielle Abhängigkeiten, Unterdrückung und häusliche Gewalt. Es sind Geschichten, die Mut machen, die zeigen, was Frauen wirklich bewegt – sei es in den abgelegensten Regionen der Welt oder in den größten Metropolen. Der Kinostart in Deutschland ist für den 10. Dezember geplant. Pop-Art-Meister Andy Warhol: neue Biografie und Ausstellung: Er ist der Großmeister der Pop-Art. Andy Warhols knallbunte Bildserien von Bananen, Suppendosen, Coca-Cola-Flaschen oder Hollywood-Stars sind stilprägend bis heute. Mit der Aufhebung der Grenze zwischen Kunst und Kommerz hat er unsere Wahrnehmung für immer verändert. Wer war dieser Exzentriker und Avantgardist, der sich in seiner New Yorker "Factory" mit prominenten Freunden und Musen, mit Drogenfreaks und Drag Queens umgab? Der amerikanische Kunstkritiker Blake Gopnik taucht in seiner neuen Biografie tief ein in das Leben des ebenso radikalen wie rätselhaften Künstlers. Dass Warhols Werk bis in die Gegenwart wirkt, zeigt eine große Retrospektive im Museum Ludwig. "Andy Warhol Now" ist vom 12. Dezember 2020 bis zum 18. April 2021 in Köln zu sehen. Fünf schwule Freunde in Köln. Die Webserie "Kuntergrau": "Kuntergrau" heißt eine Webserie, die von jungen Kölnern gedreht wird. Sie zeigt das Leben und den Alltag einer Clique schwuler Jungs, die auf der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen und auf der Suche sind nach Freundschaft, Liebe und Sex. Die ehrenamtlichen Filmemacher aus dem Kölner LGBT-Jugendzentrum Anyway wollen nicht nur die fröhlichen und bunten Seiten zeigen, sondern auch die Probleme und Schwierigkeiten: Homophobie, das eigene Coming Out, Leben mit HIV. Das Team hat ganz offensichtlich einen Nerv getroffen. Auf Youtube ist die Serie ein Renner. Jetzt ist die dritte Staffel online. Weltkunst in der Abtei Tholey: die Kirchenfenster von Gerhard Richter: Im Kölner Dom ist es seit Jahren ein Hingucker: das Kirchenfenster von Gerhard Richter. Jetzt hat der weltberühmte Künstler der Benediktinerabtei Tholey im Saarland drei Fenster von magischer Schönheit geschenkt. Sein letztes großes Werk, wie der 88-Jährige sagt. Die Mönche hatten nach dem "Chagall von heute" gesucht und Richter einfach gefragt. Seine Zusage hat sie gleichermaßen erstaunt und gefreut. Wenn das Licht in die Abteikirche fällt, taucht es den Raum in strahlende Farben. Erheiternd, erhellend, erhebend – ein Werk für die Ewigkeit.
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