Gut 40 Jahre nach seinem legendären Album "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" hat Marius Müller-Westernhagen das stilbildende Werk noch einmal aufgenommen. Eine 90-minütige Doku blickt auf die Entstehung des neuen Albums mit amerikanischen Musikern sowie auf die Wirkung des Klassikers zurück.

Eigentlich war das Album "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz", erschienen im Sommer 1978, kein ganz großer Erfolg. Erst mit den Jahren erwies es sich als Topseller (bis heute 1,5 Millionen Exemplare) und vor allem sehr einflussreiches Werk der deutschen Popgeschichte. Rotzig und provokant sang der damalige Endzwanziger aus Düsseldorf über wild gelebte Orientierungslosigkeit ("Mit 18"), das Tabuthema Homosexualität ("Giselher") oder den – damals aktuellen – Deutschen Herbst ("Grüß mir die Genossen"). Und dann gab es noch den Song "Dicke". Ein Skandal, der für sich stand. Mehr als 40 Jahre später nahm der 70-jährige Blues-Fan Westernhagen das Album in einer Kirche in Woodstock, New York, noch einmal auf. Ganz anders übrigens: sehr leise und intensiv – mit amerikanischen Klasse-Musikern aus der Blues- und Countryszene. Dabei kam ein hochinteressantes Werk heraus, dessen Entstehung der 90-minütige Dokumentarfilm von Shahin Shokoui, Agnesh Pakozdi und Chris Hegedus begleitete. Nebenbei erzählen prominente Zeitzeugen wie Hape Kerkeling, Iris Berben, Oli Dittrich, Jürgen Klinsmann und der ehemaligen Außenminister Joschka Fischer, wie sie "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" damals erlebten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst