Wie "HOLOCAUST" ins Fernsehen kam

  • Der US-amerikanische Schauspieler Michael Moriarty spielte in der Serie "HOLOCAUST" die Rolle des SS-Juristen Erik Dorf. Vergrößern
    Der US-amerikanische Schauspieler Michael Moriarty spielte in der Serie "HOLOCAUST" die Rolle des SS-Juristen Erik Dorf.
    Fotoquelle: WDR
  • Hannah Lessing spielte die Rolle des Mädchens, das in die Gaskammer geführt wird. Die Dreharbeiten dafür fanden im ehemaligen KZ Mauthausen statt. Vergrößern
    Hannah Lessing spielte die Rolle des Mädchens, das in die Gaskammer geführt wird. Die Dreharbeiten dafür fanden im ehemaligen KZ Mauthausen statt.
    Fotoquelle: WDR
  • Der ehemalige Fernsehspielchef des WDR, Günter Rohrbach, brachte die Serie "HOLOCAUST" ins deutsche Fernsehen. Vergrößern
    Der ehemalige Fernsehspielchef des WDR, Günter Rohrbach, brachte die Serie "HOLOCAUST" ins deutsche Fernsehen.
    Fotoquelle: WDR
  • Die Schauspielerinnen Rosemary Harris (l) und Blanche Baker, in der Serie Mutter Berta Pallitz-Weiss und ihre jüngste Tochter Anna. Vergrößern
    Die Schauspielerinnen Rosemary Harris (l) und Blanche Baker, in der Serie Mutter Berta Pallitz-Weiss und ihre jüngste Tochter Anna.
    Fotoquelle: WDR
  • Der Schauspieler Michael Moriarty erinnert sich an die oftmals beklemmende Atmosphäre bei den Dreharbeiten im Jahr 1977. Vergrößern
    Der Schauspieler Michael Moriarty erinnert sich an die oftmals beklemmende Atmosphäre bei den Dreharbeiten im Jahr 1977.
    Fotoquelle: WDR
Report, Dokumentation
Wie "HOLOCAUST" ins Fernsehen kam

Infos
Audiodeskription
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
WDR
Mo., 14.01.
22:10 - 22:55


Vor dem Hintergrund der Neu-Ausstrahlung von "HOLOCAUST" nach genau vierzig Jahren erzählt die Filmemacherin Alice Agneskirchner die Geschichte dieses Fernseh-Ereignisses, von der Entstehung und den Dreharbeiten über die Ausstrahlung bis zu den Reaktionen. Ein "Making of" der besonderen Art. 1978/79 wird eine US-Serie zum weltweiten TV-Event - "HOLOCAUST". Als sie nach Deutschland kommt und unter Federführung des WDR in den Dritten Programmen der ARD ausgestrahlt wird, löst sie ein ungeahntes Echo aus. Das, was mit dem bis dahin unbekannten Wort Holocaust ausgedrückt wird, trifft viele Millionen Menschen dort, wo bisher die unfassbaren Schrecken der eigenen und kollektiven Vergangenheit nicht zugelassen worden waren - mitten ins Herz. Die Serie schildert das Schicksal der fiktiven jüdischen Familie Weiss. Diese Familie durchlebt vor den Augen der Fernsehöffentlichkeit exemplarisch das, was Millionen Juden hatten erleiden müssen, bis zum Tod in der Gaskammer. Gleichzeitig begleitet die Serie den "normalen" Deutschen Erik Dorf bei seiner Transformation zum bekennenden und aktiven Nationalsozialisten. Das Grauen der Judenverfolgung wird hochemotional inszeniert, Opfer und Täter bekommen Gesichter. Die Serie wurde vielfach als "Hollywood"-Produktion bezeichnet - produziert wurde sie allerdings von einer New Yorker Firma, und gedreht wurde ausschließlich an Originalschauplätzen in Deutschland und Österreich - auch im KZ Mauthausen, einschließlich Hakenkreuz-Flaggen. Der Regisseur Marvin J. Chomsky, der Produzent Robert Berger, Schauspielerinnen und Schauspieler erinnern sich an die besondere, oft beklemmende Atmosphäre der Dreharbeiten, an Begegnungen mit der historischen Wirklichkeit hinter der Fiktion, über die sie später kaum jemals wieder gesprochen haben. Der ehemalige WDR-Fernsehspielchef Günter Rohrbach, der die Serie nach Deutschland brachte, schildert die ungewöhnlich scharfe Debatte im Vorfeld. Es war eine aufgeladene Situation, mit Drohungen und Schmähungen von Rechts und Links und zahlreichen Versuchen, die Ausstrahlung zu verhindern. Die Reaktionen der Zuschauer übertrafen dann alle Erwartungen, und fast jeder, der damals "HOLOCAUST" gesehen hat, kann sich heute noch daran erinnern, was das mit ihm oder ihr gemacht hat.


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