Wie geht das?

  • Die ersten Neugierigen dürfen beim Richtfest das neue Mehrzweckgebäude besichtigen. Vergrößern
    Die ersten Neugierigen dürfen beim Richtfest das neue Mehrzweckgebäude besichtigen.
    Fotoquelle: NDR/Joker Pictures GmbH/Mario Göhring
  • Das neue Mehrzweckgebäude am Ordinger Strand ist zwei Meter höher und 200 Meter weiter entfernt von der Nordsee als seine Vorgängerbauten. Vergrößern
    Das neue Mehrzweckgebäude am Ordinger Strand ist zwei Meter höher und 200 Meter weiter entfernt von der Nordsee als seine Vorgängerbauten.
    Fotoquelle: NDR/Joker Pictures GmbH/Mario Göhring
  • 38 cm dicke Lärchenholzpfähle müssen Plattform und Mehrzweckgebäude tragen. Vergrößern
    38 cm dicke Lärchenholzpfähle müssen Plattform und Mehrzweckgebäude tragen.
    Fotoquelle: NDR/Joker Pictures GmbH/Mario Göhring
Report, Reportage
Wie geht das?

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
NDR
Mi., 10.10.
18:15 - 18:45
Auf Stelzen bauen - Neue Pfahlbauten für St. Peter-Ording


Erst weht eine Windhose den Bauzaun am Strand um, dann erzwingt Hochwasser einen mehrtägigen Baustopp und schließlich führt die lange Trockenheit zu regelrechten "Wanderdünen" am Nordseestrand, immer wieder müssen Baufahrzeuge aus dem tiefen Flugsand gezogen werden. Bauherr Nils Koch von der Tourismuszentrale St. Peter-Ording hat es nicht leicht mit seinem jüngsten Projekt. Für 1,7 Millionen Euro wird mitten am Ordinger Südstrand ein neues Mehrzweckgebäude errichtet. Der erste neue Pfahlbau seit 42 Jahren, als die Sturmflut das Restaurant Lottis Kajüte, auf Stelzen gebaut, zerstörte. Wellen bis fünf Meter Höhe und Wind in Böen bis 170 km/h: "Das hier ist kein Bauplatz wie jeder andere", erzählt Zimmerermeister Knut Pöhlmann mit großem Respekt. Für das moderne Servicehaus mit Toiletten sowie Platz für Lebensretter und Strandkorbvermietung werden mit einer Spezialmaschine 23 Stahlrohrpfähle sieben Meter tief in den Sandboden gerüttelt. Darauf ruhen riesige, 38 Zentimeter dicke Lärchenholzpfähle. Wegen des Anstiegs des Meeresspiegels wird das Gebäude vorsichtshalber 160 Meter weiter landeinwärts gebaut als seine Vorgängerbauten. Und: statt wie bisher fünf Meter über dem Wattboden wird die Plattform jetzt in sieben Metern Höhe errichtet. Wegen der extremen Wetterbedingungen, denen sie ausgeliefert sind, sind die Pfahlbauten von St. Peter-Ording, Spezialkonstruktionen, einmalig in Deutschland. Doch immer wieder, in den Jahren 1935, 1962 und zuletzt 1976, haben vermeintlich "sturmfeste" Stelzenhäuser dem "Blanken Hans" nicht standgehalten. Zuletzt hat im September 2017 Orkan "Sebastian" die Plattform der benachbarten Surfschule zerstört sowie Teile der Zugangsbrücke zum Strandrestaurant direkt nebenan. Doch in der gerade anstehenden Bauphase macht Knut Pöhlmanns Team vor allem die enorme Hitze und die Trockenheit zu schaffen. Im Sandsturm können seine Zimmerleute manchmal kaum die Hand vor Augen sehen, der feine Sand kriecht in Ohren, Mund und Nase. Und das bei mehr als 30 Grad im Schatten. Ist der Termin für das große Richtfest zu halten? Und was sagen die Strandgäste zur Großbaustelle am Hauptstrand mitten in der Hochsaison?
Erst weht eine Windhose den Bauzaun am Strand um, dann erzwingt Hochwasser einen mehrtägigen Baustopp und schließlich führt die lange Trockenheit zu regelrechten "Wanderdünen" am Nordseestrand, immer wieder müssen Baufahrzeuge aus dem tiefen Flugsand gezogen werden.
Bauherr Nils Koch von der Tourismuszentrale St. Peter-Ording hat es nicht leicht mit seinem jüngsten Projekt. Für 1,7 Millionen Euro wird mitten am Ordinger Südstrand ein neues Mehrzweckgebäude errichtet. Der erste neue Pfahlbau seit 42 Jahren, als die Sturmflut das Restaurant Lottis Kajüte, auf Stelzen gebaut, zerstörte.
Wellen bis fünf Meter Höhe und Wind in Böen bis 170 km/h: "Das hier ist kein Bauplatz wie jeder andere", erzählt Zimmerermeister Knut Pöhlmann mit großem Respekt. Für das moderne Servicehaus mit Toiletten sowie Platz für Lebensretter und Strandkorbvermietung werden mit einer Spezialmaschine 23 Stahlrohrpfähle sieben Meter tief in den Sandboden gerüttelt. Darauf ruhen riesige, 38 Zentimeter dicke Lärchenholzpfähle. Wegen des Anstiegs des Meeresspiegels wird das Gebäude vorsichtshalber 160 Meter weiter landeinwärts gebaut als seine Vorgängerbauten. Und: statt wie bisher fünf Meter über dem Wattboden wird die Plattform jetzt in sieben Metern Höhe errichtet.
Wegen der extremen Wetterbedingungen, denen sie ausgeliefert sind, sind die Pfahlbauten von St. Peter-Ording, Spezialkonstruktionen, einmalig in Deutschland. Doch immer wieder, in den Jahren 1935, 1962 und zuletzt 1976, haben vermeintlich "sturmfeste" Stelzenhäuser dem "Blanken Hans" nicht standgehalten. Zuletzt hat im September 2017 Orkan "Sebastian" die Plattform der benachbarten Surfschule zerstört sowie Teile der Zugangsbrücke zum Strandrestaurant direkt nebenan.
Doch in der gerade anstehenden Bauphase macht Knut Pöhlmanns Team vor allem die enorme Hitze und die Trockenheit zu schaffen. Im Sandsturm können seine Zimmerleute manchmal kaum die Hand vor Augen sehen, der feine Sand kriecht in Ohren, Mund und Nase. Und das bei mehr als 30 Grad im Schatten. Ist der Termin für das große Richtfest zu halten? Und was sagen die Strandgäste zur Großbaustelle am Hauptstrand mitten in der Hochsaison?


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