Knapp 60 Kilogramm Kartoffeln essen die Deutschen pro Kopf und Jahr. Weltweit gibt es mehr als 5.000 Kartoffelsorten. Mit dem Anbau kann man in Regionen mit kühlerem Klima große Erträge erzielen, die Frucht ist auch mit schlechten Böden zufrieden. Im 16. Jahrhundert wurde die Kartoffelpflanze aus Südamerika nach Europa gebracht und stand anfangs in Botanischen Gärten wegen ihrer schönen Blüten. Preußenkönig Friedrich II. war es, der den Kartoffelanbau kultivierte: Er erließ 1746 den ersten Befehl zum Kartoffelanbau, um die Hungersnot in der Bevölkerung einzudämmen. Der Film erzählt den Kreislauf der Kartoffel, von der Pflanzung auf vorpommerschen Äckern nahe Ranzin, über die Züchtung von Kartoffelsorten im schleswig-holsteinischen Windeby, die Rodung der Kartoffelfelder und Lagerung der Ernte bis zur Bratkartoffel in der Pfanne. Gezeigt wird auch die industrielle Verarbeitung der frisch gerodeten Kartoffel: In der Hagenower Emsland-Stärke werden pro Tag 50 Tonnen Kartoffelpüree hergestellt. Der Film aus der Reihe "Wie geht das?" begleitet alle Produktionsschritte in den verschiedenen Bereichen. Er beleuchtet, was für die Gesunderhaltung der Knolle getan wird, welche Sorten sich wofür eignen, welche am schmackhaftesten sind und warum die Kartoffel vom Speiseplan der Deutschen einfach nicht mehr wegzudenken ist.