"Wild Plants" sind Gewächse, die sich auf brachem Land aussäen, scheinbar unbewohnbares Terrain in Besitz nehmen und neue Lebensräume schaffen. "Wild Plants" sind aber auch Menschen, die ihre eigenen Utopien entwerfen und zu Impulsgebern für andere werden. "Wild Plants" ist eine filmische Forschungsreise, die von Menschen und ihrer besonderen Verbindung zu Pflanzen erzählt. "Wild Plants" ist ein Film auf den Spuren einer neuen Bewegung von Gärtnern und Gartenprojekten, die rund um den Globus entstehen. Sie sind die Avantgarde einer neuen Kultur. Bei den einen steht der Aspekt der Nahrungsmittelproduktion, der gesunden Ernährung und des unabhängigen Produzierens im Zentrum. Bei anderen ist es das Kollektive, die Entwicklung einer gemeinsamen Lebenskultur und Nachbarschaft als Ausdruck einer sozialen Utopie. Das gemeinsame Ziel ist klar: die Natur in die urbanen Räume zurückzubringen und Brachflächen sowie ungenutztes Terrain in Biotope und Anbauflächen zu verwandeln. Neben diesen praktischen Ansätzen gibt es Künstler, Soziologen, Stadtplaner und Botaniker, deren Arbeit und utopische Entwürfe unmittelbar mit solchen Gartenprojekten in Verbindung stehen. Sie sind die Pioniere der Bewegung und schaffen den Wildwuchs der Gedanken. Der Filmautor spiegelt aus verschiedenen Blickwinkeln unsere Beziehung zu Natur und Wildnis. Er erzählt von Menschen, die ihre Utopien entwerfen und so zu Impulsgebern für andere werden: von Frithjof Bergmann und den "Urban Gardeners" im verlassenen Detroit, von dem indianischen Garten-Aktivisten Milo Yellow Hair und den Pflanzprojekten auf der Reservation von Pine Ridge, von den interkulturellen Gärten in München und der Kooperative der "Jardins de Cocagne" in Genf.