Wilder Planet

  • Erdbeben bringt Brücke zum Einsturz - In Disaster City können sich internationale Rettungskräfte auf alle Arten von Einsätzen nach großen Beben vorbereiten und die lebensrettenden Handgriffe einüben. Vergrößern
    Erdbeben bringt Brücke zum Einsturz - In Disaster City können sich internationale Rettungskräfte auf alle Arten von Einsätzen nach großen Beben vorbereiten und die lebensrettenden Handgriffe einüben.
    Fotoquelle: ZDF/Dieter Stürmer
  • Vielfach aus Trümmern geborgen: Dummies in Disaster City. Vergrößern
    Vielfach aus Trümmern geborgen: Dummies in Disaster City.
    Fotoquelle: ZDF/Dieter Stürmer
  • Baustelle Istanbul: Die alte Bausubstanz muss angeblich entfernt werden, weil die Häuser  nicht erdbebensicher sind. Tatsächlich fallen viele Gebäude der Abrissbirne zum Opfer, um in der Innenstadt teuren Baugrund zu gewinnen. Vergrößern
    Baustelle Istanbul: Die alte Bausubstanz muss angeblich entfernt werden, weil die Häuser nicht erdbebensicher sind. Tatsächlich fallen viele Gebäude der Abrissbirne zum Opfer, um in der Innenstadt teuren Baugrund zu gewinnen.
    Fotoquelle: ZDF/Stefan Schneider
  • Rachel Grant in ungewohnter Rolle. Normalerweise beobachtet die britische Biologin Kröten, diesmal steht sie jedoch selbst im Mittelpunkt. Das "Terra X"-Team folgt der Wissenschaftlerin sogar bis ins Wasser. Seit vier Jahren beobachtet die Forscherin Kröten in einem See in der Nähe der Stadt L'Aquila (Italien). Die Amphibien könnten schon in naher Zukunft eine wichtige Rolle bei der Erbbebenfrühwarnung spielen. Vergrößern
    Rachel Grant in ungewohnter Rolle. Normalerweise beobachtet die britische Biologin Kröten, diesmal steht sie jedoch selbst im Mittelpunkt. Das "Terra X"-Team folgt der Wissenschaftlerin sogar bis ins Wasser. Seit vier Jahren beobachtet die Forscherin Kröten in einem See in der Nähe der Stadt L'Aquila (Italien). Die Amphibien könnten schon in naher Zukunft eine wichtige Rolle bei der Erbbebenfrühwarnung spielen.
    Fotoquelle: ZDF/Axel Schmidt
  • Die Stadt L'Aquila wurde 2009 von einem Erdbeben zerstört und noch immer ruht der Wiederaufbau. Die Einwohner protestieren gegen das Missmanagement, indem sie ihre Wohnungsschlüssel an die Baugerüste hängen. Vergrößern
    Die Stadt L'Aquila wurde 2009 von einem Erdbeben zerstört und noch immer ruht der Wiederaufbau. Die Einwohner protestieren gegen das Missmanagement, indem sie ihre Wohnungsschlüssel an die Baugerüste hängen.
    Fotoquelle: ZDF/Stefan Schneider
  • Vier Jahre nach dem Erdbeben in der italienischen Stadt L'Aquila steht der Wiederaufbau noch immer still. Die Gebäude der Stadt sind eingerüstet, für weitergehende Maßnahmen steht  kein Geld zur Verfügung. Vergrößern
    Vier Jahre nach dem Erdbeben in der italienischen Stadt L'Aquila steht der Wiederaufbau noch immer still. Die Gebäude der Stadt sind eingerüstet, für weitergehende Maßnahmen steht kein Geld zur Verfügung.
    Fotoquelle: ZDF/Stefan Schneider
  • Die Ruine steht noch immer. In dem Studentenwohnheim von L'Aquila starben bei dem Beben von 2009 die meisten Menschen. Vergrößern
    Die Ruine steht noch immer. In dem Studentenwohnheim von L'Aquila starben bei dem Beben von 2009 die meisten Menschen.
    Fotoquelle: ZDF/Stefan Schneider
  • Istanbul liegt auf einem Pulverfass. Die Anatolische Platte schiebt sich in westlicher Richtung an der Eurasischen Platte vorbei. Nur 20 Kilometer von der türkischen Hauptstadt haben sich gewaltige Spannungen in der Erdkruste aufgebaut. Die Wissenschaftler sind sich einig: Ein gigantisches Beben innerhalb der nächsten Jahre ist unausweichlich. Vergrößern
    Istanbul liegt auf einem Pulverfass. Die Anatolische Platte schiebt sich in westlicher Richtung an der Eurasischen Platte vorbei. Nur 20 Kilometer von der türkischen Hauptstadt haben sich gewaltige Spannungen in der Erdkruste aufgebaut. Die Wissenschaftler sind sich einig: Ein gigantisches Beben innerhalb der nächsten Jahre ist unausweichlich.
    Fotoquelle: ZDF/Dieter Stürmer
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Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2013
3sat
Do., 16.08.
13:25 - 14:05
Erdbeben


Erdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt. Das "Terra X"-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. Mit den unterschiedlichsten Methoden versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wie ein Beben tatsächlich entsteht. Nur so kann ein effizienter Erdbebenschutz entwickelt werden. In Chile untersucht beispielsweise der Geophysiker Professor Dr. Stephen Miller von der Universität Bonn mit seinem Team eine Region in den chilenischen Anden. In dieser seismisch hochaktiven Gegend stellen die Wissenschaftler erstaunliche Dinge fest: 2010 hatte ein Erdbeben der Magnitude 8,8 den Seeboden vor der Küste Chiles erschüttert. Der Boden brach auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern auf und hätte eigentlich einen gewaltigen Tsunami auslösen müssen. In Panik flüchteten die Bewohner aus der Küstenregion, doch wie durch ein Wunder blieb der Tsunami aus. Der Grund dafür: Das Beben selbst verhinderte die Katastrophe. Innerhalb weniger Sekunden hob es die Küste um 2,5 Meter und errichtete so einen Schutzwall gegen die Überflutung. Solche überraschenden Beobachtungen machen deutlich, wie wenig vorhersehbar die gewaltigen Kräfte der Erde noch immer sind. Miller sieht vor allem in dem Zusammenwirken von Erdbeben und Vulkanen ein wichtiges Forschungsgebiet. Dass Erdbeben längst nicht immer im Zusammenhang mit Vulkanen stehen müssen, zeigt das Projekt "USArray". In Michigan, mitten in der nordamerikanischen Prärie, begleitet "Terra X" ein USArray-Team. Die Männer versenken einen hochempfindlichen Seismographen in der Erde, Teil eines Netzwerks von 400 solcher Geräte, die überall in den USA Messungen durchführen. Die Seismographen haben keinen festen Platz, vielmehr wird das Netz nach einer festgelegten Zeit immer weiter von Westen nach Osten bewegt. Auf diese Weise soll mit nie da gewesener Genauigkeit die amerikanische "Unterwelt" erforscht werden. Vor allem die Frage, warum Erdbeben gelegentlich auch weit entfernt von den tektonisch aktiven Grenzen der Kontinentalplatten ausgelöst werden können, kann nun beantwortet werden. Offenbar tauchen nicht alle Platten, wie bisher angenommen, als Ganzes an einer sogenannten Subduktionszone in den Erdmantel ein, um wieder eingeschmolzen zu werden. Die gewaltige Ozeanplatte, die seit mehr als 100 Millionen Jahren vor der Westküste der USA in die Tiefe sinkt, tut dies beispielsweise ganz und gar nicht in einem Stück. Im Verlauf der USArray-Forschung wurden stattdessen Fragmente nachgewiesen, die in geringer Tiefe unter dem Kontinent bis nach New York reichen. Diese Bruchstücke sind in der Lage, den Kontinent zu destabilisieren und bis hin zur Ostküste Erdbeben auszulösen, weit weg von der eigentlichen Subduktionszone an der Westküste Amerikas. All diese Forschungen lassen die Möglichkeit sinnvoller Erdbebenvorhersage immer unwahrscheinlicher werden. Allerdings gibt es manchmal überraschende Hilfe. Im Umland der italienischen Stadt L'Aquila erforscht die britische Biologin Rachel Grant seit über vier Jahren das Verhalten von Kröten. Wenige Tage vor dem Beben im Jahr 2009 verschwanden sämtliche Kröten aus dem nahegelegenen See. Zwei Wochen nach dem Beben tauchten sie wieder auf. Grant vermutet, dass sich im Vorfeld des Bebens die chemische Zusammensetzung des Seewassers geändert haben könnte. Vielleicht eröffnen die sensiblen Amphibien ganz neue Möglichkeiten für die Vorhersage von Erdbeben. In Disaster City in Texas steht nicht die Vorhersage von Erdbeben im Vordergrund, hier übt man vielmehr, was zu tun ist, wenn die Erde bereits gebebt hat. 70 000 Spezialisten aus aller Welt kommen jedes Jahr in die texanische Katastrophenstadt, um hier das ABC des Rettens zu trainieren. Was passiert, wenn bei einem Erdbeben Gebäude über ihren Bewohnern einstürzen? Wo könnten Überlebende verborgen sein, und wie kann man sie bergen? Auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern wird der Horror so echt wie nur möglich nachgespielt, damit die Rettungskräfte handlungsfähig sind, wenn es zum Ernstfall kommt. Über die besondere Bedrohung, die von Atomkraftwerken in Erdbeben gefährdeten Gebieten ausgehen, denkt man seit dem Reaktorunglück von Fukushima fast überall auf der Welt ernsthaft nach. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: In Akkuyu, im Süden der Türkei, beginnt ein russisches Konsortium mit dem Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks in unmittelbarer Nähe einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre ein Beben vergleichbar mit dem in Fukushima zu erwarten ist.


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