Wildes Baltikum

  • Die riesigen Moore des Baltikums sind nicht nur wertvoller Lebensraum, sondern auch wertvoller CO2-Speicher. Vergrößern
    Die riesigen Moore des Baltikums sind nicht nur wertvoller Lebensraum, sondern auch wertvoller CO2-Speicher.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Der baltische Winter ist schneesicher. Im Februar herrschen Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius. Vergrößern
    Der baltische Winter ist schneesicher. Im Februar herrschen Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Die weiten Mischwälder des Baltikums bieten im Herbst ein fantastisches Farbenspiel. Vergrößern
    Die weiten Mischwälder des Baltikums bieten im Herbst ein fantastisches Farbenspiel.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Rund 700 Braunbären leben in Estland, die Hälfte davon im Wald von Alutaguse. Vergrößern
    Rund 700 Braunbären leben in Estland, die Hälfte davon im Wald von Alutaguse.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Der Unglückshäher ist ein Verwandter unseres Eichelhähers. Vergrößern
    Der Unglückshäher ist ein Verwandter unseres Eichelhähers.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Die Gauja in Lettland ist einer der unzähligen naturbelassenen wilden Flüsse des Baltikums. Vergrößern
    Die Gauja in Lettland ist einer der unzähligen naturbelassenen wilden Flüsse des Baltikums.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Der Wasserfall Jägala in Estland ist zu jeder Jahreszeit einzigartig. Im Winter erstarrt er zu einem Eisvorhang. Vergrößern
    Der Wasserfall Jägala in Estland ist zu jeder Jahreszeit einzigartig. Im Winter erstarrt er zu einem Eisvorhang.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Die weiten Wälder des Baltikums bieten vielen Braunbären Platz und Ruhe. Vergrößern
    Die weiten Wälder des Baltikums bieten vielen Braunbären Platz und Ruhe.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Lebensraum voller Geheimnisse: Nahezu ein Viertel des Baltikums ist von Mooren bedeckt. Vergrößern
    Lebensraum voller Geheimnisse: Nahezu ein Viertel des Baltikums ist von Mooren bedeckt.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Roter Sandstein: Der Fluss Gauja in Lettland schneidet sich bis zu 80 Meter tief in das weiche Gestein. Vergrößern
    Roter Sandstein: Der Fluss Gauja in Lettland schneidet sich bis zu 80 Meter tief in das weiche Gestein.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Die Burg Turaida in Lettland thront oberhalb der Gauja. Vergrößern
    Die Burg Turaida in Lettland thront oberhalb der Gauja.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Wildes Baltikum

Infos
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2014
BR
Fr., 22.03.
10:25 - 11:10
Wälder und Moore


In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben mehr als 350 Braunbären. Im Frühling verwandelt sich der Soomaa Nationalpark in Estland in einen riesigen See. Es ist die sogenannte fünfte Jahreszeit: Kurz nach der Schneeschmelze füllt sich die Region mit Wasser und ist nur noch mit dem Boot zu erreichen. Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland. Anfang Mai ziehen Rußnasen, Verwandte des Karpfens, den Fluss Venta hinauf. Die kaum einen halben Meter langen Fische müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Das Baltikum hält viele Superlative bereit: Ein Fünftel des Weltbestandes der Schreiadler brütet hier. In den Flussauen Lettlands liegt eine der größten Balzarenen für Doppelschnepfen. Mehr als 1.000 Wölfe leben in Lettlands Wäldern. Litauen ist auch ein Land der Störche - mit rund 13.000 Paaren zählt es die meisten Weißstörche im Baltikum.
Im Nordosten Europas, wo die Ostsee "Westsee" heißt, liegen drei Länder, fast unentdeckt und wenig beachtet: Estland, Lettland und Litauen.
Im zweiten Teil seiner Dokumentation "Wildes Baltikum" zeigt Christoph Hauschild die Vielfalt der baltischen Natur jenseits der Küste: Braunbären, Luchse und Auerhühner in den weiten Wäldern Estlands, den breitesten Wasserfall Europas oder die Balz der Doppelschnepfen in den Feuchtwiesen an der Grenze von Lettland zu Litauen.
Das Hinterland des Baltikums ist reich an Wäldern, Mooren und Seen. Die weite, oft unberührte Wildnis gibt vielen Tieren Raum zum Leben. In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben über 350 Braunbären. Wenn die Bärin mit ihren Jungen aus dem Winterschlaf erwacht, muss sie aufmerksam sein. Große Bärenmännchen können ihren Jungen gefährlich werden. Besonders während der Paarungszeit sind sie aggressiv und töten Jungbären, die sich in der Nähe der Weibchen aufhalten.
Moore, Seen, Flüsse, überall im Baltikum bestimmt Wasser den Rhythmus der Natur. Im Frühling verwandelt sich der Soomaa Nationalpark im Westen Estlands in einen riesigen See. Es ist die sogenannte fünfte Jahreszeit: Kurz nach der Schneeschmelze füllt sich die Region mit Wasser und ist nur noch mit dem Boot zu erreichen.
Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland: Anfang Mai ziehen Rußnasen, die zur Familie der Karpfenfische zählen, den Fluss Venta hinauf. Die kaum einen halben Meter langen Fische, müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Ein Hindernis, das viele Exemplare an den Rand der Erschöpfung bringt.
Das Baltikum hält viele Superlative bereit: Ein Fünftel des Weltbestandes der Schreiadler brütet hier. In den Flussauen Lettlands liegt eine der größten Balzarenen für Doppelschnepfen. In Lettlands Wäldern gehen über 1.000 Wölfe auf die Jagd. Litauen ist das Land der Störche, mit über 13.000 Paaren zählt es die meisten Weißstörche im Baltikum.
Die Dokumentation "Wildes Baltikum. Wälder und Moore" führt in Regionen, die vom Menschen seit Jahrhunderten beeinflusst und dennoch naturnah sind. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die drei Länder aus Luftperspektive, extreme HDZeitlupen von Schreiadlern, Fischottern oder Prachtlibellen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner.
Einfühlsam porträtiert Tierfilmer Christoph Hauschild das Baltikum im Nordosten Europas und zeigt eine Natur, die man anderenorts bereits schmerzlich vermisst.


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