Wildes Nairobi

  • Giraffe in einem Vorort von Nairobi Vergrößern
    Giraffe in einem Vorort von Nairobi
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
  • Udo Maurer im Stadtpark von Nairobi. Vergrößern
    Udo Maurer im Stadtpark von Nairobi.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
  • Udo Maurer im Tierwaisenhaus von Nairobi. Vergrößern
    Udo Maurer im Tierwaisenhaus von Nairobi.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
  • Marabus nisten im Stadtzentrum. Vergrößern
    Marabus nisten im Stadtzentrum.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
  • Giraffe vor der Skyline von Nairobi. Vergrößern
    Giraffe vor der Skyline von Nairobi.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
  • Marabus beherrschen im Stadtzentrum den Luftraum. Vergrößern
    Marabus beherrschen im Stadtzentrum den Luftraum.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
  • Giraffe vor der Skyline von Nairobi. Vergrößern
    Giraffe vor der Skyline von Nairobi.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
  • Marabus suchen die Müllhalden von Nairobi nach Fressbarem ab. Vergrößern
    Marabus suchen die Müllhalden von Nairobi nach Fressbarem ab.
    Fotoquelle: ZDF/ORF, Udo Maurer
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Wildes Nairobi

Infos
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2011
3sat
Mo., 25.06.
21:45 - 22:00


Mit etwa drei Millionen Einwohnern ist Nairobi eine der größten Städte Afrikas, doch die Metropole breitet sich mitten in der Savanne aus, und die Wildnis erreicht die Hauptstadt Kenias. Nur wenige Meter neben dem Flughafen betritt man den Nairobi-Nationalpark. Entlang der Autobahn, nur getrennt durch einen Maschendrahtzaun, spazieren Löwen, Hyänen, Giraffen und Nashörner durchs Gras, während auf den Alleebäumen im Stadtzentrum Marabus nisten. Auch Leoparden dringen bis ins Zentrum vor. Ein Zaun soll die Wildtiere vor den Stadtbewohnern und die Stadtbewohner vor den Wildtieren schützen. Doch dieser Zaun ist löchrig. Daher haben die Ranger des Kenya Wildlife Service auch alle Hände voll zu tun, eine gefährliche Situation nach der anderen zu verhindern. Die Millionenstadt Nairobi und ihr Umland laufen zugleich auch Gefahr, dass die afrikanische Wildnis zu einem Zoo verkommt. Der Grund dafür ist der direkt ans Stadtgebiet angrenzende Nairobi-Nationalpark. Er bezieht seine Vitalität von einem offenen Korridor, der zu den anderen großen Schutzgebieten Kenias führt. Über diesen Korridor spielt sich ein reger Austausch ab, ein Kommen und Gehen der großen Herden. Vor allem während der Trockenzeit, wenn es für die Tiere darum geht, die letzten offenen Wasserstellen zu finden, herrscht dort emsiges Treiben. Der Korridor ist die Garantie dafür, dass die Tiere "wild" und "natürlich" in "Freiheit" existieren können. Doch wie lange wird es diesen Durchlass noch geben? Nairobi wächst unaufhörlich, die Stadt dehnt sich bis in die Wildnis aus. Die Gefahr besteht, dass der Nationalpark vom Rest Kenias abgeschnürt wird. Die Wanderungen der Tiere würden dann unterbunden werden. Was übrig bliebe, wäre gewissermaßen ein Zoo: Die Tiere wären Statisten, die den Besuchern das heile Afrika zu verkaufen hätten. Diese Gefahr vor Augen, versucht ein privater Landbesitzer, den Korridor zu erhalten. Der in Kenia geborene Sandy Simpson ist zwar kein Tierforscher, aber er weiß, was zu tun ist. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um passende Grundstücke zu erwerben und Landbesitzer von seiner Initiative zu überzeugen. Er tut alles, um die Massai auf seine Seite zu ziehen, deren Rinderherden den Konflikt zwischen Wildnis und Stadt noch anheizen. Regisseur Udo Maurer ist mit dem Kenya Wildlife Service auf Patrouille gefahren und hat die bizarre Schönheit des Nairobi-Nationalparks vor dem Hintergrund der Wolkenkratzer-Skyline erlebt.


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