Frankfurt an der Oder, 1991: Johann Rummel träumt von einer Karriere als Boulevardjournalist. An die Stars kommt der trickreiche Möchtegern-Reporter bisher nur in seinem Beruf als Kellner heran. Ohne Abitur und Berufserfahrung stehen seine Chancen schlecht, ein begehrtes Volontariat zu ergattern. Gemeinsam mit seinem Freund Maik versucht er, sich mit Klatschstorys zu empfehlen: Sobald ein Promi aufkreuzt, gibt er den Reporter und Maik den Paparazzo. Mehr als nette Erinnerungen springen allerdings nicht heraus. Sein starker Wille macht dennoch Eindruck bei der Starjournalistin Marbach , die ihn bei ihrer Zeitung empfiehlt. Die große Chance kommt ausgerechnet durch Erich Honecker , der sich wegen der Mauertoten verantworten soll. Alle Medien wollen ein Interview mit ihm, doch der ehemalige DDR-Staatschef lässt sie abblitzen. Wer ihn zum Sprechen bringt, hat den Aufmacher des Jahres! Um Honeckers Vertrauen zu gewinnen, ist Rummel jedes Mittel recht: Er freundet sich mit alten SED-Genossen an und gründet zum Schein den Bund der Jungkommunisten im wiedervereinigten Deutschland. Gestellte Fotos sind nur der Anfang. Seinem Weggefährten Maik geht das zu weit und Freundin Jenny , deren Bruder bei der 'Republikflucht' ums Leben kam, wendet sich von ihrem Zukünftigen ab. Er ist inzwischen wie besessen von der Idee, das letzte Interview mit Honecker zu führen. Um jeden Preis.