Wo Sibirien endet

Mützen aus Rentierfell schützen im Winter vor der eisigen Kälte. Vergrößern
Mützen aus Rentierfell schützen im Winter vor der eisigen Kälte.
Fotoquelle: NDR/Hanse-TV
Report, Dokumentation
Wo Sibirien endet

NDR
Do., 25.01.
13:15 - 14:00
Die Tschuktschen am Polarmeer


Diese Menschen leben am Ende Sibiriens, 10.000 Kilometer von Moskau entfernt, an der Beringstraße, die Russland von Alaska trennt. Die Ureinwohner dieser Region, die Tschuktschen, ziehen mit ihren Rentieren über die Tundra, wohnen im kurzen arktischen Sommer und im eiskalten Polarwinter in ihrem traditionellen Rundzelt, der Jaranga. An den Küsten gehen sie auf die Jagd nach Walen, Robben und Walrossen. Selbstverständlich ist das nicht, denn als die Oktoberrevolution nach Tschukotka kam und das Gebiet in nächster Nähe zur USA für die Russen aus strategischen Gründen wichtig wurde, verstaatlichte man auch die Nomaden am Ende der Welt. Aus Familienclans wurden Brigaden, aus Jägern Planerfüller des Volkes. Plötzlich bestimmten fremde Maßstäbe ihr Leben. Ihre Kinder wurden weit weg von der Tundra in Internatsschulen geschickt, gewöhnten sich an die Annehmlichkeiten der Zivilisation: feste Häuser, warmes Wasser, geheizte Räume auch bei minus 40 Grad. Manche kehrten danach nicht mehr in die Tundra zurück. Doch als mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Wegfall hoher Polarzulagen immer mehr Russen ins Mutterland, das so genannte "materik", zurückkehrten, besannen sich die Tschuktschen wieder auf ihre eigenen Kräfte. Auch junge Leute leben heute wieder in der Tundra mit den Rentieren, nähen Kleidung für den Winter, legen Vorräte an, gehen wieder auf die Jagd nach Walen und Robben. Natürlich gibt es immer noch Siedlungen, in denen die Alten und die Kinder leben. Manche sind auch nicht mehr an das harte Leben draußen gewöhnt, träumen von der Stadt, haben ihre Muttersprache verlernt. Aber viele Tschuktschen haben auch wieder ihre uralten Traditionen entdeckt, sind wieder Herren im eigenen Land.


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