2011 erhält der Regisseur und Drehbuchautor Wolf Gremm die Diagnose Prostatakrebs. Nach Einschätzung der Ärzte hat er nicht mehr lange zu leben. Wolf Gremm wird durch diese niederschmetternden Nachrichten mitten aus einem aktiven, erfüllten Leben gerissen. Er beschließt, offensiv mit der Krankheit umzugehen und zu kämpfen. Nun sind Smartphone oder Mini-Kamera seine ständigen Begleiter. Für Wolf Gremm wird die Dokumentation darüber, was der Krebs mit ihm macht, das Festhalten intimer Momente des Schmerzes, der Angst aber auch der Hoffnung zur vielleicht besten Therapie. Gremm versteckt sich nicht, sondern akzeptiert den Krebs als einen Teil von ihm selbst. Einblicke, die viele nicht mit der Außenwelt teilen wollen, hält er fest - authentisch und schonungslos. Wolf Gremm beschäftigt die Frage nachdem, was bleibt. Er erinnert sich an die Sternstunden in seinem Leben mit Familie, seinen Freunden und Kollegen. Unvergessen sind natürlich auch die Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder und die Freundschaft, die die beiden Filmemacher miteinander verband. Alles in allem will dieser "Selfie-Film" Mut machen, Trost spenden und dazu anregen mit dem Krebs zu leben, anstatt "nur" daran zu sterben.