Wolga, Wodka und WM

  • Reporterin Phoebe Gaa freut sich auf die WM mit dem Maskottchen Zabivaka. Vergrößern
    Reporterin Phoebe Gaa freut sich auf die WM mit dem Maskottchen Zabivaka.
    Fotoquelle: ZDF/Gustav Rugel
  • Die Statue zeigt Asgat Galimzyanov. Der Philanthrop verdiente sein Geld auf dem Markt von Kasan - und spendete beträchtliche Summen an sowjetische, beziehungsweise russische Waisenkinder. Vergrößern
    Die Statue zeigt Asgat Galimzyanov. Der Philanthrop verdiente sein Geld auf dem Markt von Kasan - und spendete beträchtliche Summen an sowjetische, beziehungsweise russische Waisenkinder.
    Fotoquelle: ZDF/Gustav Rugel
  • Die Wolga ist der längste Fluss Europas Vergrößern
    Die Wolga ist der längste Fluss Europas
    Fotoquelle: ZDF/Gustav Rugel
  • Am "Posten Nummer Eins" lernen die patriotischsten Schüler Wolgograds marschieren und salutieren. Vergrößern
    Am "Posten Nummer Eins" lernen die patriotischsten Schüler Wolgograds marschieren und salutieren.
    Fotoquelle: ZDF/Gustav Rugel
  • Angeln ist ihre Sucht - erzählen die Fischer in Toljatti. Vergrößern
    Angeln ist ihre Sucht - erzählen die Fischer in Toljatti.
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    Logo "auslandsjournal - die doku".
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Report, Dokumentation
Wolga, Wodka und WM

Infos
Produktionsland
Russische Föderation
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Mo., 25.06.
19:30 - 19:50
Von Nischni Nowgorod bis Wolgograd


Die Wolga ist Handelsweg und Pulsgeber. Zwischen Zwiebeltürmen, Fabrikschloten, Minaretten und Start-ups lebt Russland in seiner atemberaubenden Vielfalt - und Widersprüchlichkeit. 3530 Kilometer fließt die Wolga - vorbei an vier der elf Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Die Städte Nischni Nowgorod, Kasan, Samara und Wolgograd sind Ankerplatz für die unterschiedlichen Geschichten. Zusammen ergeben sie ein facettenreiches Bild des heutigen Russlands. Da ist zum Beispiel die Modedesignerin Zarina Babadzhanova. In Kasan, der Hauptstadt der muslimisch geprägten autonomen Republik Tatarstan, entwirft sie Kleidung für modebewusste Musliminnen. Die strengen Regeln des Koran - keine Haut zeigen, die Haare und die weiblichen Formen verschleiern - stehen für sie nicht im Gegensatz zu selbstbewussten, kreativen Designs. Das Autokennzeichen von Samara ist "63". Das hat die Bürgerwehr "Night Patrol 63" in ihren Namen aufgenommen - denn um Autofahrer geht es den Aktivisten. Genauer: um betrunkene Autofahrer. Alkohol am Steuer ist in der russischen Gesellschaft noch immer akzeptiert - und kostete 2017 landesweit rund 18 000 Menschen das Leben. Die Mitglieder von "Night Patrol 63" unterstützen jeden Freitag und Samstag nachts die Polizei dabei, Betrunkene aus dem Verkehr zu ziehen, und leisten zusätzlich Aufklärungsarbeit. Die Hälfte aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse Russlands stammt aus der Wolga-Region mit ihren fruchtbaren Böden. Die meisten Bauernhöfe setzen auf "Masse statt Klasse": Durch die Sanktionen und den darauf folgenden Importbann auf landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU ist der Bedarf an heimischem Obst, Gemüse, an Milch und Fleisch riesig. Aber es gibt auch Bauern, die unkonventionelle Wege gehen. Ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung kommt ihnen dabei gelegen. Die Gründer von "Telefarmer" stellen ihr Projekt vor: User können online ein Tier auf einem Bauernhof kaufen - und dann per Webcam beobachten, wie es gefüttert, gehegt und gepflegt wird. Wolgograd steht wohl wie keine andere Stadt Russlands für die Geschichte des Landes - und die Konfrontation mit den Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Hier lernen schon die Jüngsten, wie man die ewige Flamme für die gefallenen Helden des Großen Vaterländischen Krieges bewacht - Militärdrill und der Umgang mit Waffen gehören zu den Unterrichtseinheiten an der "Schule der Patrioten". Hier werden nur die Kinder aufgenommen, die sich durch besonderen Stolz auf ihr Land hervortun - eine Ehre für die ganze Familie. Die Reise entlang "Mütterchen Wolga", wie die Russen den Fluss liebevoll nennen, führt direkt in die Seele Russlands mit all seinen Vorlieben für Tradition sowie dem Drang in die Moderne.


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