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So., 17.06.
11:50 - 13:20
Die WDR-Radtour - Vom Drachenfels zum Baldeneysee


Marco Schreyl schwingt sich wieder aufs Fahrrad und radelt in sechs Tagen vom Drachenfels im Siebengebirge bis zum Baldeneysee in Essen. Begleitet wird er von der WDR4-Moderatorin Janine Breuer-Kolo und acht Freizeitsportlern: Rüdiger aus der Nähe von Herford und sein Neffe Veith aus Ratingen, Diana und Thomas aus Münster, Susanne aus Essen, Sebastian aus Köln und Susanne mit Sohn Moritz aus Herzogenrath bei Aachen. Sie alle wollen "ihr" NRW vom Fahrradsattel aus entdecken. In den Satteltaschen: Regenklamotten, Sonnencreme, Flickzeug - und ein aufblasbares Krokodil, das am Ziel zu Wasser gelassen wird. Nach sechs Tagen ist die Gruppe zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen.

Thema:

Rechts und links entlang des Rheins

Nach einem ersten Sightseeing auf dem Drachenfels geht's steil hinunter nach Königs-winter und durch die Bonner Rheinauen samt Pfannkuchen-Pause im Rheinpavillon. Der Weg nach Köln führt immer am Fluss entlang: mal rechtsrheinisch, mal linksrheinisch. Höhepunkt des ersten Tages: die Fahrt mit dem "Krokolino", einer kleinen, alten und romantischen Fähre, von Porz-Zündorf nach Weiß - und die Ankunft auf dem Kölner Rheinboulevard, kurz bevor die Sonne hinter dem Dom untergeht.

Den Berg hinauf über Stock und Stein

Nach einer geruhsamen Nacht in der Kölner Jugendherberge führt der Weg - inklusive Pause beim Radler-Treff Schmitzebud in Rath-Heumar - rauf ins Bergische Land. Der fantastische Weitblick von Schloss Bensberg entschädigte für das holprige Kopfsteinpflaster, bevor es über Stock und Stein zum Altenberger Dom geht. Eine Schrecksekunde: Rüdigers Beinahe-Sturz bei Tempo 50. Der Abend im Jugendbegegnungshaus Haus Altenberg ist übereinstimmend "der schönste Abend der ganzen Tour".

Wasserskifahren im Hagelsturm

Große Begeisterung am dritten Tag auf der Balkantrasse Richtung Burscheid: Die ehemalige Bahntrasse hat ein Gefälle von maximal drei Prozent - und Marco Schreyl entdeckt Brombeersträucher. Das Wasserskifahren in Langenfeld ist nicht nur für Moritz, mit 13 Jahren der Junior der Gruppe, "das Coolste überhaupt". Und weder von Blitz und Donner noch von taubeneiergroßen Hagelkörnern lassen sich die sportlichen Radler den Spaß verderben.

Mit 1.500 Radlern auf historischen Bahntrassen

Am vierten Tag wird alles anders: In Mettmann trifft die kleine, eingeschworene Gemeinschaft auf die 1.500 Radler der großen NRW-Radtour 2017. Die Polizei sperrt die Straßen, und aus Radfahren wird häufig Radwandern mit festen Fahr - und Pausenzeiten. Der spektakulärste Teil des kurzen Tages: die Fahrt nach Wuppertal auf der historischen Nordbahntrasse mit ihren dunklen Eisenbahntunneln.

Idyllischer Ruhrradweg und gesperrte Straßen

Raus aus dem Bergischen Land - rein ins Ruhrgebiet: Von Wuppertal führt der Weg mit Rast samt Livemusik im Dörfchen Sprockhövel und an der Heinrichshütte in Hattingen über den idyllischen Ruhrtalweg immer den Fluss entlang bis zum Kemnader See. Unterwegs: Industrieromantik pur. Bei der Einfahrt in Bochum heißt es: warten. Die Polizei muss erst eine Hauptverkehrsstraße sperren.

Gänsehaut-Atmosphäre am Baldeneysee und ein tränenreicher Abschied

Von der Jahrhunderthalle in Bochum geht es auf der Erzbahntrasse Richtung Herten. Grandios: der Ausblick von der Halde Hoheward und die Erklärungen von Susanne, die beim Regionalverband Ruhr arbeitet und viel über "ihre" Halde zu erzählen weiß. Durch Wiesen und Wälder führt die Strecke zum letzten Stopp an der Trabrennbahn Gelsenkirchen. Gänsehaut-Atmosphäre dann bei der Ankunft im Strandbad am Baldeneysee unter dem Jubel von Tausenden von Gästen. Nach dem großen WDR4-Sommer-Open-Air mit Albert Hammond heißt es Abschiednehmen - und dann fließen die Tränen. Aber die nächste Radtour ist schon geplant.



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