Wunderwelt Schweiz

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    Wunderwelt Schweiz - Wasser und Eis
    Fotoquelle: ZDF/SRF/Marlen Hundertmark
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    Rheinfall von Schaffhausen.
    Fotoquelle: ZDF/SRF/Ulf Marquardt
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    Fotoquelle: ZDF/SRF/Steffen Sailer
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    Wunderwelt Schweiz - Wasser und Eis
    Fotoquelle: ZDF/SRF/Marlen Hundertmark
Natur+Reisen, Landschaftsbild
Wunderwelt Schweiz

Infos
Produktionsland
CH
Produktionsdatum
2017
3sat
Mo., 09.07.
21:05 - 22:00
Folge 4, Wasser und Eis


Die Schweiz gilt als "Wasserschloss Europas". Obschon sie flächenmäßig nur knapp vier Promille am Kontinent ausmacht, befinden sich auf ihrem Boden sechs Prozent der Süßwasservorräte. Die Reihe porträtiert vier verschiedene Regionen der Schweiz. Diese Folge nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise von den höchsten Gipfeln des Berner Oberlandes, die Aare und den Rhein entlang bis zum spektakulären Finale des Rheinfalls bei Schaffhausen. Drei der größten Flüsse Europas - Rhein, Rhone und Po - haben in den Alpen ihren Ursprung. Ohne das Wasser der Schweizer Gletscher würden weite Landstriche Europas auf dem Trockenen sitzen. Die Alpen versorgen die umliegenden Länder jedes Jahr mit der Wassermenge von fünf kompletten Bodenseen. Die Reise beginnt auf den mächtigen Gipfeln von Eiger, Mönch und Jungfrau, wo selbst im Sommer an vielen Tagen Frost herrscht. In der auf den ersten Blick lebensfeindlichen Wüste aus Felsen, Schnee und Eis haben die Tierfilmer einige Überlebenskünstler aufgespürt: Die unverwüstliche Alpendohle lebt hier und profitiert von den vielen Touristen und ihren Butterbroten. Das Schneehuhn verbringt sein Leben weitgehend unsichtbar, in jeder Jahreszeit perfekt getarnt. Die Landschaft wird hier vom Wasser geformt: Die gewaltigen Eispanzer der Gletscher verbiegen mit ihrem Gewicht das Gestein, fließendes Wasser schneidet Hunderte Meter tiefe Schluchten in den harten Fels. Der Film zeigt viele der beeindruckenden Landschaften, die so entstehen, wie etwa die zehn unterirdischen Trümmelbachfälle oder das liebliche Lauterbrunnental, das mit seinen 72 Wasserkaskaden J. R. R. Tolkien zur Beschreibung des Elbenreiches in seinem Mammutwerk "Der Herr der Ringe" inspirierte. Je weiter das Wasser abwärts fließt, umso bunter und reichhaltiger wird die Tier - und Pflanzenwelt. Diese muss sich oft genug gegen die Zivilisation behaupten, doch gelingt es scheuen Tieren wie dem Biber oder Neubürgern wie dem Kormoran, stille Refugien in der dicht besiedelten Schweiz zu finden. Angesichts der furchterregenden Geschwindigkeit, mit der lebenswichtige Gletscher zurückweichen, spielt auch der Klimawandel eine Rolle. Das Kamerateam hat dafür im wahrsten Sinne des Worts eindrückliche Bilder gefunden: Es fand genau jene Orte wieder, an denen der Schweizer Maler Caspar Wolf im 18. Jahrhundert die grandiosen Gletscher und schneebedeckten Bergpanoramen in Ölgemälden verewigte. Der Vergleich der damaligen Pracht und der heutigen Situation wird Klimawandelskeptiker verstummen lassen. "Die Dreharbeiten", erzählt Regisseur Ulf Marquardt, "waren äußerst anstrengend, aber trotzdem immer ein Vergnügen. Nicht zuletzt wegen der enormen Hilfsbereitschaft der Schweizer, ohne die der Film nicht hätte gedreht werden können." Die Gärtnerinnen des Alpengartens Schynige Platte, das Team des Nationalparks Entlebuch, die Fachleute des Schutzprojektes "Hallo Biber!", die Vogelschutzwarte Sempachersee, die zuständigen Tourismusbüros und viele mehr trugen mit Rat und Tat zum Gelingen des Filmes bei. Auf diese Weise ist ein Film entstanden, der staunen und schmunzeln lässt, nachdenklich stimmt und dabei immer eine Augenweide ist.


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