ZDF-History

  • Der Schauspieler Günter Lamprecht, legendär als Hauptdarsteller in "Berlin Alexanderplatz" und Tatortkommissar, geriet  als achtjähriger Schüler in Berlin selbst in den Strudel der Ereignisse. Vergrößern
    Der Schauspieler Günter Lamprecht, legendär als Hauptdarsteller in "Berlin Alexanderplatz" und Tatortkommissar, geriet als achtjähriger Schüler in Berlin selbst in den Strudel der Ereignisse.
    Fotoquelle: ZDF/Maciej Rusinek
  • Die nationalsozialistischen Machthaber nannten das Novemberpogrom zynisch "Reichskristallnacht". Jüdische Kaufleute wurden eingeschüchtert und zusammengeschlagen. Nachgestellte Szene. Vergrößern
    Die nationalsozialistischen Machthaber nannten das Novemberpogrom zynisch "Reichskristallnacht". Jüdische Kaufleute wurden eingeschüchtert und zusammengeschlagen. Nachgestellte Szene.
    Fotoquelle: ZDF/Maciej Rusinek
  • Geschäfte, die von jüdischen Mitbürgern betrieben wurden, wurden von SA-Leuten gezielt zerstört. Später waren sie Plünderungen ausgesetzt. Das Novemberpogrom 1938 wurde von den nationalsozialistischen Machthabern zynisch als "Reichskristallnacht" verharmlost. Vergrößern
    Geschäfte, die von jüdischen Mitbürgern betrieben wurden, wurden von SA-Leuten gezielt zerstört. Später waren sie Plünderungen ausgesetzt. Das Novemberpogrom 1938 wurde von den nationalsozialistischen Machthabern zynisch als "Reichskristallnacht" verharmlost.
    Fotoquelle: ZDF/corbis / bettmann
  • Nach dem Novemberpogrom versammelt sich eine Menge auf dem Markplatz, um der Verbrennung von Mobiliar und rituellen Objekten aus der Synagoge beizuwohnen. Vergrößern
    Nach dem Novemberpogrom versammelt sich eine Menge auf dem Markplatz, um der Verbrennung von Mobiliar und rituellen Objekten aus der Synagoge beizuwohnen.
    Fotoquelle: ZDF/heritage images / fine a
  • 1938 Novemberpogrom. SA-Leute überfallen einen jüdischen Geschäftsinhaber. Nachgestellte Szene. Vergrößern
    1938 Novemberpogrom. SA-Leute überfallen einen jüdischen Geschäftsinhaber. Nachgestellte Szene.
    Fotoquelle: ZDF/Maciej Rusinek
  • Die Pogrome gegen deutsche Juden vor 80 Jahren waren geprägt von Hass und Gewalt. In fast jeder deutschen Stadt wurden die Geschäfte, die von Juden geführt wurden, überfallen und gebrandmarkt. Nachgestellte Szene. Vergrößern
    Die Pogrome gegen deutsche Juden vor 80 Jahren waren geprägt von Hass und Gewalt. In fast jeder deutschen Stadt wurden die Geschäfte, die von Juden geführt wurden, überfallen und gebrandmarkt. Nachgestellte Szene.
    Fotoquelle: ZDF/Maciej Rusinek
  • Während des Novemberpogroms 1938 wurden Menschen erniedrigt und gedemütigt. Eine nachgestellte Szene zeigt einen SA-Mann und sein Opfer. Vergrößern
    Während des Novemberpogroms 1938 wurden Menschen erniedrigt und gedemütigt. Eine nachgestellte Szene zeigt einen SA-Mann und sein Opfer.
    Fotoquelle: ZDF/Maciej Rusinek
  • November 1938. Pogromnacht in Berlin. Die Synagoge an der Fasanenstraße wurde angezündet und brennt. Vergrößern
    November 1938. Pogromnacht in Berlin. Die Synagoge an der Fasanenstraße wurde angezündet und brennt.
    Fotoquelle: ZDF/hulton archive
  • Logo "ZDF-History". Vergrößern
    Logo "ZDF-History".
    Fotoquelle: ZDF/Corporate Design
Report, Zeitgeschichte
ZDF-History

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Di., 06.11.
12:50 - 13:35
Verwüstet, zerstört, entrechtet: Das Novemberpogrom 1938


Die Pogrome gegen deutsche Juden vor 80 Jahren waren geprägt von Hass und Gewalt. Wie war ein solcher Zivilisationsbruch möglich? Was trieb die Täter - aus der Mitte der Gesellschaft - an? Tausende verwüsteter Geschäfte und niedergebrannter Synagogen, Hunderte Tote, Auftakt für die Zerstörung des jüdischen Lebens in Deutschland: "ZDF-History" erzählt den Exzess der Gewalt im November 1938 aus der unmittelbaren Sicht von Betroffenen und Augenzeugen. Der Schauspieler Günter Lamprecht, legendär als Hauptdarsteller in "Berlin Alexanderplatz" und "Tatort"-Kommissar, geriet als achtjähriger Schüler in Berlin selbst in den Strudel der Ereignisse. Er war Sohn eines überzeugten SA-Mannes. Ein Schulfreund stiftete ihn an, mit ihm das Geschäft eines Tabakhändlers in der Nachbarschaft zu plündern. Erst nach dem Krieg realisierte Lamprecht, in welch verkehrter Welt er aufwuchs, und scheut sich heute nicht, dazu auch öffentlich Stellung zu beziehen. Der bekannte Filmemacher Georg Stefan Troller erzählt, wie seine behütete Welt als 17-jähriger jüdischer Schüler in Wien völlig aus den Fugen geriet. Sein Vater wurde verschleppt, die Wohnung von Nachbarn ausgeräumt. Kurz darauf war Troller zur Flucht gezwungen. "Alles war auf einmal infrage gestellt", erinnert er sich heute, "was man lebenslang für selbstverständlich gehalten hatte." Mit den Novemberpogromen vor 80 Jahren, später zynisch zur "Reichskristallnacht" verharmlost, eröffneten die nationalsozialistischen Machthaber nach einem tödlichen Attentat auf einen deutschen Gesandten in Paris die Menschenjagd auf die zuvor schon entrechtete jüdische Minderheit. Eine bis dahin unvorstellbare Woge der Zerstörung, Brandstiftung, Plünderung bis hin zum Totschlag offenbarte den menschenverachtenden Charakter des Unrechtsregimes. Die Internierung von 30 000 jüdischen Männern in Konzentrationslagern zielte auf die systematische Vertreibung der deutschen Juden aus dem Land ab. Offene Zustimmung erntete das Regime nur gelegentlich, manche Nachbarn beteiligten sich allerdings an Plünderungen und Beutezügen. Die meisten Mitläufer reagierten teilnahmslos und untätig. Offener Widerspruch blieb die bemerkenswerte Ausnahme. Teils noch unveröffentlichte Filmfunde, etwa aus Speyer oder Esslingen, belegen, wie die Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger damals im ganzen Land, am helllichten Tag, vor aller Augen geschah.


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