ZDF.reportage

  • Dieter B. (81), Landwirt, arbeitet, bis er umfällt. Obwohl er sein Berufsleben lang eingezahlt hat, bekommt er keine Rente. Der Grund: Er will seinen Hof nicht aufgeben, wie es die landwirtschaftliche Rentenkasse verlangt. Erst dann zahlt sie ihm 450 € monatlich aus. Vergrößern
    Dieter B. (81), Landwirt, arbeitet, bis er umfällt. Obwohl er sein Berufsleben lang eingezahlt hat, bekommt er keine Rente. Der Grund: Er will seinen Hof nicht aufgeben, wie es die landwirtschaftliche Rentenkasse verlangt. Erst dann zahlt sie ihm 450 € monatlich aus.
    Fotoquelle: ZDF/Matthias Ruuck
  • Dieter B. (81), Landwirt, arbeitet, bis er umfällt. Obwohl er sein Berufsleben lang eingezahlt hat, bekommt er keine Rente. Der Grund: Er will seinen Hof nicht aufgeben, wie es die landwirtschaftliche Rentenkasse verlangt. Erst dann zahlt sie ihm 450 € monatlich aus. Vergrößern
    Dieter B. (81), Landwirt, arbeitet, bis er umfällt. Obwohl er sein Berufsleben lang eingezahlt hat, bekommt er keine Rente. Der Grund: Er will seinen Hof nicht aufgeben, wie es die landwirtschaftliche Rentenkasse verlangt. Erst dann zahlt sie ihm 450 € monatlich aus.
    Fotoquelle: ZDF/Matthias Ruuck
  • Ob Lottoladenbesitzerin, Kleinbauer oder Schneiderin:  Viele Selbstständige machen zu wenig Gewinn, um sich etwas zurücklegen zu können. Erst frei, dann pleite - leider keine Ausnahme. Vergrößern
    Ob Lottoladenbesitzerin, Kleinbauer oder Schneiderin: Viele Selbstständige machen zu wenig Gewinn, um sich etwas zurücklegen zu können. Erst frei, dann pleite - leider keine Ausnahme.
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  • Dr. Uwe Denker (81), behandelt unentgeltlich Menschen, die nicht krankenversichert sind. Die meisten Patienten sind Solo-Selbstständige, die kein Geld für die steigenden KV-Beiträge haben. Für seine "Praxis ohne Grenzen" in Bad Segeberg braucht er Spenden, mit denen kostspielige Operationen und Behandlungen bezahlt werden. Vergrößern
    Dr. Uwe Denker (81), behandelt unentgeltlich Menschen, die nicht krankenversichert sind. Die meisten Patienten sind Solo-Selbstständige, die kein Geld für die steigenden KV-Beiträge haben. Für seine "Praxis ohne Grenzen" in Bad Segeberg braucht er Spenden, mit denen kostspielige Operationen und Behandlungen bezahlt werden.
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  • Selbst und ständig - Petra K. näht gegen die Konkurrenz aus Fernost an. Ihr Monatsverdienst reicht nicht zum Leben. Vergrößern
    Selbst und ständig - Petra K. näht gegen die Konkurrenz aus Fernost an. Ihr Monatsverdienst reicht nicht zum Leben.
    Fotoquelle: ZDF/Matthias Ruuck
  • Steffen R. (57), fährt eine Stretch-Limousine und vermietet sich als Chauffeur. Die Kehrseite des Luxusgefährtes: Als Einzelunternehmer schafft Rausch es nicht, fürs Alter vorzusorgen. Schon die Krankenversicherung schlägt mit hohen Beiträgen zu. Vergrößern
    Steffen R. (57), fährt eine Stretch-Limousine und vermietet sich als Chauffeur. Die Kehrseite des Luxusgefährtes: Als Einzelunternehmer schafft Rausch es nicht, fürs Alter vorzusorgen. Schon die Krankenversicherung schlägt mit hohen Beiträgen zu.
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  • Wera H. (71), ehemalige Lottoladenbesitzerin aus Magdeburg, Vergrößern
    Wera H. (71), ehemalige Lottoladenbesitzerin aus Magdeburg,
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Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
So., 18.11.
18:00 - 18:30
Erst frei, dann pleite - Selbstständige in Not


Ob Schneiderin, Lottoladen-Besitzerin oder Kleinbauer: Viele Selbstständige machen zu wenig Gewinn, um sich etwas zurücklegen zu können. Erst frei, dann pleite - leider keine Ausnahme. Die Kleinunternehmer arbeiten oft unter Mindestlohn und müssen dennoch hohe Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge zahlen. Sie fallen durch das soziale Netz. Dass dies in äußerst prekäre Lebenslagen führt, erkennen viele Selbstständige zu spät. Laut einer DIW-Studie zahlt nur etwa die Hälfte aller Kleinunternehmer in die Rentenversicherung ein. Da die Beiträge für sie freiwillig sind, sparen sie sich diese Kosten oft und hoffen, später genug Gewinn fürs Alter zu machen. Doch das klappt nicht immer. Dabei wurde der Alleingang in die Selbstständigkeit lange Zeit von der Politik beworben und staatlich gefördert: Über 100 000 "Ich-AGs" entstanden in den Nullerjahren. Viele von ihnen wirtschaften am Existenzminimum. "Ich trinke nur Leitungswasser. Kleidung - nichts über zehn Euro. Das Auto rostet vor sich hin." Petra K. hat sich vor Jahren mit einer Nähstube selbstständig gemacht. Ihre Auftragsbücher sind voll, trotzdem reicht es am Monatsende oft nicht. So kommt es, dass manchmal mehr als Dreiviertel ihrer Einnahmen allein an die Krankenversicherung gehen. Für Rentenbeiträge - keine Chance. "Dass mir einmal so wenig bleiben würde, das habe ich nie für möglich gehalten, nein." So bilanziert Wera H. ihr Berufsleben als selbstständige Lottoladen-Inhaberin. Sie lebt mit 700 Euro Rente aktuell etwa 300 Euro unter der Armutsgrenze. Ihr Antrag auf Grundsicherung wurde abgelehnt, weil sie ein Haus bewohnt, für das die Raten noch nicht abbezahlt sind. Besonders drastisch sind die Notlagen von Selbstständigen bei denen, die ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr stemmen können. Eine halbe Million Menschen sind bei ihrer Krankenkasse verschuldet und bekommen, bis auf lebensrettende Maßnahmen, keine Leistungen mehr. "Besonders erschüttert hat mich, dass 80 Prozent dieser Fälle aus der deutschen Mittelschicht kommen", sagt Dr. Uwe Denker, ein Arzt, der als Pensionär Menschen kostenlos behandelt. Er sieht die Entwicklung erst an ihrem Beginn: "Wir werden noch eine Flutwelle an Armut erleben." Mit Blick auf die Politik sagt er: "Was wir brauchen, ist ein Rettungsschirm für in Not geratene Selbstständige." Der Film erzählt von Selbstständigen, die ihr Rentenalter schon erreicht haben, und jenen, die noch auf dem Weg dahin sind. Die Realität der Älteren ist die Perspektive der Jüngeren. Sie lautet leider zu oft: "Armut".


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