Zeitreise - Die Welt im Jahr 1000

  • Archäologe Matthias Wemhoff mit mexikanischen Kollegen auf einer Ausgrabungsstätte in Veracruz, Mexiko. Lange vor den Maya waren die Olmeken die ersten Menschen Amerikas, die Schrift verwendeten. Am Cascajal-Stein fanden die mexikanische Archäologen Inschriften der Olmeken . Vergrößern
    Archäologe Matthias Wemhoff mit mexikanischen Kollegen auf einer Ausgrabungsstätte in Veracruz, Mexiko. Lange vor den Maya waren die Olmeken die ersten Menschen Amerikas, die Schrift verwendeten. Am Cascajal-Stein fanden die mexikanische Archäologen Inschriften der Olmeken .
    Fotoquelle: ZDF/Hans Jakobi, Honorarfrei - nur für diese Sendung inkl. SocialMedia bei Nennung ZDF und Hans Jakobi
  • Archäologen fanden riesige Goldhüte, anhand derer es Weisen wahrscheinlich gelang, den Lauf der Jahreszeiten zu bestimmen und Sonnenfinsternisse vorauszusagen. Prof. Matthias Wemhoff im Neuen Museum in Berlin mit dem Exponat eines Goldhutes. Vergrößern
    Archäologen fanden riesige Goldhüte, anhand derer es Weisen wahrscheinlich gelang, den Lauf der Jahreszeiten zu bestimmen und Sonnenfinsternisse vorauszusagen. Prof. Matthias Wemhoff im Neuen Museum in Berlin mit dem Exponat eines Goldhutes.
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  • Matthias Wemhoff führt uns durch ferne Zeiten, zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und schaut vor allem auch, welche Errungenschaften von damals wir heute noch in unserem Alltag verwenden. Vergrößern
    Matthias Wemhoff führt uns durch ferne Zeiten, zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und schaut vor allem auch, welche Errungenschaften von damals wir heute noch in unserem Alltag verwenden.
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  • In Äthiopien trifft Matthias Wemhoff auf ein Team deutscher Archäologen, die beeindruckende Tempel untersuchen und so tatsächlich eine Verbindung vom Königreich Saba nach Äthiopien nachweisen können. Vergrößern
    In Äthiopien trifft Matthias Wemhoff auf ein Team deutscher Archäologen, die beeindruckende Tempel untersuchen und so tatsächlich eine Verbindung vom Königreich Saba nach Äthiopien nachweisen können.
    Fotoquelle: ZDF/Hans Jakobi, Honorarfrei für redaktionelle Berichterstattung inkl. SocialMedia bei Nennung ZDF und Hans Jakobi
Info, Wissen
Zeitreise - Die Welt im Jahr 1000

Infos
Originaltitel
Terra X
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2014
ZDFinfo
So., 23.02.
21:45 - 22:30
Folge 153


Was machten eigentlich die Maya, als die Chinesen die Große Mauer bauten? Was die Deutschen, als die Wikinger ein weites Handelsreich etablierten? Die Sendung lädt zum Staunen ein. Um das Jahr 1000 leben in Deutschland 90 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. Nur wenige Ortschaften ragen als kleine Inseln aus endlosen Wäldern heraus. Rom ist längst untergegangen. Große Städte sind im Jahr 1000 nicht in Europa zu finden, dafür aber in China. Schon um das Jahr 0 eines der mächtigsten Reiche der Erde, wird das chinesische Kaiserreich um 1000 von einem Modernisierungsschub erfasst. Die Wirtschaft wird revolutioniert, echte, große Metropolen entstehen, die ersten Megacitys der Menschheit. In Kaifeng leben bereits knapp eine Million Menschen - die größte Stadt der Welt, in der der Handel dominierte. Möglich gemacht durch die Erfindung des Papiergeldes, das erst 600 Jahre später nach Europa kommen sollte. Dort macht sich zur selben Zeit ein Völkerverbund auf den Weg, Geschichte zu schreiben und ein großes Handelsreich zu gründen: die Wikinger. Meist als brutale Zeitgenossen verschrien, die andere Völker unterjochen, Dörfer und Städte brandschatzen, sind es die Wikinger, die um das Jahr 1000 eine erste, frühe Form der Demokratie begründen, die diesen Namen auch verdient. Und nicht nur das: Im Jahr 1001 ist es ein Wikinger, Leif Eriksson, der als erster Europäer seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzt. Nur die Archäologie macht solche Erkenntnisse möglich, denn Schriftliches haben die Wikinger nicht hinterlassen. Sie kannten kein umfassendes Schriftsystem. Die waren damals rar gesät: so die faszinierende Rongorongo-Schrift der abgelegenen Osterinsel. Völlig unbeeinflusst von außen existiert hier bereits um das Jahr 1000 eine Schrift, die bis heute nicht in Gänze entziffert ist. Doch nicht nur die Schriftform der Osterinsel-Bewohner ist einzigartig, sondern auch ihre berühmten riesigen Steinköpfe aus dieser Zeit haben Geschichte geschrieben. Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán entfaltet das Reich von Chichén Itzá um das Jahr 1000 seine größte Ausdehnung, vereint so unterschiedliche Völker wie Tolteken, Maya sowie Einwanderer aus Mexiko. Anders als auf der unzugänglichen Osterinsel belassen es die Menschen im Melting Pot Chichén Itzá nicht bei der Götterverehrung durch riesige Statuen, sondern opfern auch Menschen. Belege dafür fanden Archäologen in unterirdischen Wasserlöchern, den sogenannten Cenotes. Byzanz kannte um das Jahr 1000 keine Menschenopfer, war aber das eigentliche und prächtigste Zentrum der Machtentfaltung in Europa. Selbst die wilden Wikinger waren auf ihren Handels- und Entdeckungsreisen bis in die damals glanzvolle Hauptstadt Konstantinopel gekommen. Im elegantesten und beeindruckendsten Bauwerk des gesamten byzantinischen Reichs, der Hagia Sophia, finden sich die überraschenden Belege dafür, wie weit die damalige Welt bereits zusammengewachsen war: die eingeritzten Runen eines Wikingers. Bei aller Ungleichzeitigkeit der Entwicklung im Jahr 1000 war schon etwas zu spüren, was heute Allgemeinwissen ist: Die Globalisierung der Welt schreitet stetig voran, die ganze Welt wird zu einem Dorf.

Thema:

Heute: Zeitreise: Die Welt im Jahr 1000


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