Zocken mit Zöllen

  • "America first" - das klingt für den Edelstahlhersteller BGH absurd. Denn US-Strafzölle treiben den Preis zwar ordentlich in die Höhe. Doch US-Kunden können auf den so hochwertigen "Sachsen-Stahl" gar nicht verzichten und zahlen also die hohen Preise. Vergrößern
    "America first" - das klingt für den Edelstahlhersteller BGH absurd. Denn US-Strafzölle treiben den Preis zwar ordentlich in die Höhe. Doch US-Kunden können auf den so hochwertigen "Sachsen-Stahl" gar nicht verzichten und zahlen also die hohen Preise.
    Fotoquelle: ZDF/Ulf Behrens
  • Der Rust Belt, der Rost-Gürtel der USA: US-Präsident Donald Trump knüpft immer wieder an den Niedergang der Stahl- und Autoindustrie an, um vor allem Arbeiter hinter sich zu scharen. Vergrößern
    Der Rust Belt, der Rost-Gürtel der USA: US-Präsident Donald Trump knüpft immer wieder an den Niedergang der Stahl- und Autoindustrie an, um vor allem Arbeiter hinter sich zu scharen.
    Fotoquelle: ZDF/Ulf Behrens
  • Längst tobt der Handelskrieg auch in Afrika. Die USA und China wollen ihre Handelsmacht ausbauen. Auch in Ghana, an der sogenannten Goldküste. Vergrößern
    Längst tobt der Handelskrieg auch in Afrika. Die USA und China wollen ihre Handelsmacht ausbauen. Auch in Ghana, an der sogenannten Goldküste.
    Fotoquelle: ZDF/Ulf Behrens
  • Tomaten würden die Ghanaer zwar lieber selbst herstellen. Doch Handelsmächte kennen bei den schwächeren Handelsnationen selten Nachsicht. Vergrößern
    Tomaten würden die Ghanaer zwar lieber selbst herstellen. Doch Handelsmächte kennen bei den schwächeren Handelsnationen selten Nachsicht.
    Fotoquelle: ZDF/Ulf Behrens
  • Auf der Suche nach einem besseren Leben: afrikanische Landarbeiter auf Tomatenfeldern in der italienischen Provinz Foggia. Vergrößern
    Auf der Suche nach einem besseren Leben: afrikanische Landarbeiter auf Tomatenfeldern in der italienischen Provinz Foggia.
    Fotoquelle: ZDF/Ulf Behrens
  • Viele afrikanische Landarbeiter in der italienischen Provinz Foggia leben in Baracken auf einem ehemaligen Militärflughafen. Mehr als zwanzig Menschen in einem Container. Vergrößern
    Viele afrikanische Landarbeiter in der italienischen Provinz Foggia leben in Baracken auf einem ehemaligen Militärflughafen. Mehr als zwanzig Menschen in einem Container.
    Fotoquelle: ZDF/Ulf Behrens
Report, Politik
Zocken mit Zöllen

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2019
ZDFinfo
Sa., 01.06.
10:00 - 10:30
Gewinner und Verlierer im Spiel der Mächtigen


"America first", Strafzölle gegen China und Deutschland. Fast täglich meldet sich US-Präsident Trump und stellt vermeintlich gültige Regeln des Freihandels auf den Kopf. Wenn Deutschland so weitermacht, "werden wir Zölle von 25 Prozent auf ihre Autos verhängen, und glaubt mir, dann hören sie auf", verkündet Trump und verunsichert die Welt mit diesen neuen, schroffen Tönen. "ZDFzoom" fragt: Was macht Trumps Handelskrieg mit uns? "America first" - das klingt für Unternehmer Sönke Winterhager aus dem sächsischen Freital irgendwie absurd. Seine Stahlgruppe Boschgotthardshütte produziert jährlich rund 200 000 Tonnen Edelstahl. Jede zehnte Tonne geht in die USA. Doch seit dem Frühjahr 2018 wird das bestraft: mit satten 25 Prozent Einfuhrzoll! Allerdings: Die USA können auf den so hochwertigen "Sachsen-Stahl" gar nicht verzichten. "Es ist so, dass die meisten Kunden diesen Zoll bezahlen, weil sie einfach gar keine andere Chance haben, als ihr Material aus dem Ausland zu importieren", sagt Stahl-Unternehmer Winterhager. "ZDFzoom"-Autor Kersten Schüßler reist dorthin, wo der sächsische Stahl gebraucht wird - in den "Rost-Gürtel" der USA, Trumps Stammland. Hier hat Monteur Scott F. Chittohk fest daran geglaubt, dass Trumps Zölle etwas ändern können an den manchmal so brutalen Gesetzen des Freihandels. Doch statt "America first" heißt es in seiner Heimat Lordstown/Ohio nun "Jobs lost": Das Werk von General Motors steht vor dem Aus. "Die Fabrik wird schließen, das bricht jedem hier das Herz." Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum sieht in Trumps Politik eine radikale Abkehr von den Prinzipien des Freihandels. Der aber sei nie ganz frei gewesen von Einschränkungen: "Freihandel hat es eigentlich nie gegeben. Immer nur mehr oder weniger Protektionismus." Und wie die USA, so handelten auch Europa und damit Deutschland häufig nach den eigenen Interessen. Das zeigt "ZDFzoom"-Autor Kersten Schüßler am Beispiel Ghanas. Lange durfte sich das westafrikanische Land vor Billigimporten aus dem mächtigen Europa schützen. Dann aber forderten die EU und damit Deutschland: Ghana müsse seine Zölle fallen lassen, wenn es weiter seinen Kakao in die EU exportieren wolle. "Da wurde erheblicher Druck ausgeübt", kritisiert der ghanaische Handelsexperte Kwabena Otoo. Es sei "eine Deutschland-und-Europa-First-Politik mit eindeutigen Interessen" gewesen: "Jeder hat sich so benommen wie in der Vergangenheit Mister Trump, allerdings ohne zu sagen, was Mr. Trump eben aussprach." Mehr unter www.zoom.zdf.de


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