Zoom auf Indien

  • Ein Straßenkind blickt von einer der zahlreichen Brücken auf das riesige Schienennetz in Mumbai. Vergrößern
    Ein Straßenkind blickt von einer der zahlreichen Brücken auf das riesige Schienennetz in Mumbai.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Am Rande des Mumbai-Pune Expressway, der ersten kostenpflichtigen, sechsspurigen Autobahn. Heute ist sie eine der meistbefahrenen Autobahnen des Landes. Vergrößern
    Am Rande des Mumbai-Pune Expressway, der ersten kostenpflichtigen, sechsspurigen Autobahn. Heute ist sie eine der meistbefahrenen Autobahnen des Landes.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Dileep Prakash begibt sich auf die Spuren der britischen Kolonialherrschaft. Auch Stella und Trevor Hale gehören der angloindischen Minderheit an. Vergrößern
    Dileep Prakash begibt sich auf die Spuren der britischen Kolonialherrschaft. Auch Stella und Trevor Hale gehören der angloindischen Minderheit an.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Dileep Prakash wirft einen Blick auf das koloniale Erbe der jungen indischen Nation: Adolph (li.) und Nigel Philips (re.) wurden 2005 im Rahmen einer Serie über die angloindische Minderheit im Land fotografiert. Vergrößern
    Dileep Prakash wirft einen Blick auf das koloniale Erbe der jungen indischen Nation: Adolph (li.) und Nigel Philips (re.) wurden 2005 im Rahmen einer Serie über die angloindische Minderheit im Land fotografiert.
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Land und Leute
Zoom auf Indien

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 21/04 bis 29/04
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2014
arte
So., 21.04.
06:35 - 07:00
Das unfertige Land


Existiert eine indische Identität? Als die Briten ihre ersten Handelsniederlassungen auf dem Subkontinent gründen, erkennen sie schnell, dass die Konturen dieses Landes stark variieren - je nachdem, ob man Hindu, Paria, Muslim, Sikh, Christ, Buddhist, Jain oder Angehöriger eines indigenen Stammes ist. Nachdem sie die unendliche Vielfalt Indiens während ihrer 200-jährigen Kolonialherrschaft kartographiert und klassifiziert haben, müssen die Briten weichen: Mahatma Gandhis pazifistischer, aber kompromissloser Kampf begeistert die Massen und führt sie in die Freiheit. Nach ihrer Unabhängigkeit sollten sich die Inder nicht das politische System der Kolonisatoren zum Vorbild nehmen. Trotz ihrer Leidenschaft für das Kricketspiel wollen sie keine schlechte Kopie der Engländer werden. Doch was ist die Alternative zur Modernität der westlichen Welt? Eine schwierige Frage, die Jawaharlal Nehru zu beantworten versucht, der 1947 erster Ministerpräsident der jungen indischen Demokratie wird. Wie soll er die Einheit dieses Vielvölkerstaats mit seinen 400 Millionen Einwohnern bewahren? Zwei Faktoren verhindern seinen sehnlichen Wunsch nach einem modernen Indien: der erste ist der religiöse Fanatismus. Er fordert im ganzen Land - von Kaschmir über die Regionen der Sikhs und Tamilen bis hin zum Bundesstaat Nagaland - zahlreiche Todesopfer. Der zweite besteht in der wirtschaftlichen Unterentwicklung, wodurch sich die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vertieft. Bis heute ist Indien auf der Suche nach seiner Identität. Raghu Rai, der als Vater der indischen Fotografie gilt, zeigt in seinen Arbeiten, was Indien in den letzten 50 Jahren ausgemacht hat - die Vielfalt seiner Natur, seiner Gemeinschaften und Traditionen. Die Fotografin Uzma Mohsin setzt sein Werk nun in Schwarz-Weiß und Blau fort. In Goa, einem zum Touristenzentrum avancierten multikulturellen Schmelztiegel, zeigt sie den Kampf Indiens mit der ungebändigten Globalisierung. Am Fuße des Himalayas wirft Dileep Prakash seinen Blick auf das koloniale Erbe der jungen indischen Nation. Seine Arbeit auf den Spuren der Briten führt klar vor Augen, dass dieses komplexe Land erst dann zu sich findet, wenn es sich sowohl seiner Vielfalt als auch seiner Vergangenheit stellt.


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