Zugvögel

  • Eine von Menschen aufgezogene Graugans bekommt einen Sender. Vergrößern
    Eine von Menschen aufgezogene Graugans bekommt einen Sender.
    Fotoquelle: ZDF/Tobias Kaufmann, Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Tobias Kaufmann
  • Von der Ostsee sind die Kraniche auf dem Weg zu ihrem Lieblingswinterziel – der Laguna de Gallocanta, einem der größten Seen Spaniens. Vergrößern
    Von der Ostsee sind die Kraniche auf dem Weg zu ihrem Lieblingswinterziel – der Laguna de Gallocanta, einem der größten Seen Spaniens.
    Fotoquelle: ZDF/Irmin Kerck, Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Irmin Kerck
  • Ein Storch überquert die Meerenge von Gibraltar. Vergrößern
    Ein Storch überquert die Meerenge von Gibraltar.
    Fotoquelle: ZDF/Peter Thompson, Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Peter Thompson
  • 60 000 Kraniche wurden hier, an der der Lagune von Gallocanta, an einem kühlen Februartag gezählt. Forscher vermuten, dass sie sich an Treffpunkten wie diesen über ihre Erlebnisse austauschen. Das würde erklären, warum sie ihre Zugrouten variieren. Vergrößern
    60 000 Kraniche wurden hier, an der der Lagune von Gallocanta, an einem kühlen Februartag gezählt. Forscher vermuten, dass sie sich an Treffpunkten wie diesen über ihre Erlebnisse austauschen. Das würde erklären, warum sie ihre Zugrouten variieren.
    Fotoquelle: ZDF/Irmin Kerck, Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Irmin Kerck
Info, Wissen
Zugvögel

Infos
Originaltitel
Terra X
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
3sat
Mi., 01.07.
13:20 - 14:04
Folge 1


Die Dokumentation begleitet unsere Zugvögel in alle Welt - mit atemberaubenden Luftbildern von den Reisen derer, die die "Vogelperspektive" erfunden haben. Die Dokumentation begleitet Gänseküken beim Abenteuer des Fliegenlernens. Und der Kamera-Helikopter überquert mit den Störchen (erstmals gemeinsam) die gefährliche Straße von Gibraltar und fliegt mit ihnen bis in ihr Winterquartier in Tansania und Kenia. Ende August werden die Störche im rheinland-pfälzischen Bornheim langsam unruhig. Der Nachwuchs unternimmt immer weitere Ausflüge rund ums elterliche Nest. Und eines Tages sind alle Storchenkinder plötzlich verschwunden. "Terra X - Zugvögel" begleitet Jungstorch Borni auf seiner ersten langen Reise nach Afrika. Allein - lange vor seinen Eltern - zieht Borni mit seinen drei Geschwistern Richtung Süden. Eine gefährliche Reise mit zahlreichen mörderischen Etappen. Den Flug mit Tausenden anderer Störche über die Straße von Gibraltar wurde dabei erstmals mit einer gyro-stabilisierten Helikopter-Kamera begleitet. Wenn ein Storch aus Erschöpfung im Wasser notlanden muss, ist er dem Tod geweiht. Selbst Vogelforscher waren erstaunt, dass nicht nur Borni sich auf dieser Horror-Etappe in der Luft übergeben hat. Vor 150 Jahren mussten Vogelkundler noch Pfeilspitzen analysieren, mit denen Störche aus Afrika nach Europa zurückkehrten - um herauszufinden, wo sie den Winter verbracht hatten. Inzwischen zeichnen möglichst kleine, möglichst leichte Hightech-Sender jede Flugbewegung eines Vogels als GPS-Koordinaten auf - und melden dazu Flughöhe und -geschwindigkeit, Luftwiderstand und Energieverbrauch. Künftig sollen diese Sender live per Satellit auszulesen sein - von der Sahara bis nach Sibirien. Für Martin Wikelski, Leiter des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell, beginnt damit eine neue Ära. "Über das Flugverhalten der Vögel können wir dann herausfinden, wie die Welt sich an diesem Fleck gerade verändert." Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Mit Graugansküken, die sich - wie man seit Konrad Lorenz weiß - leicht auf Menschen prägen lassen, wird gerade die erste Sender-Generation in mühevoller Kleinarbeit kalibriert. Denn nur, wenn die Sender präzise und konstant messen, wird man in Zukunft Erstaunliches per Vogelzug erfassen und vorhersagen können - von lokalen Windverhältnissen bis zu Unwettern, drohenden Erdbeben oder Riesenheuschrecken-Plagen. Denn wenn Vögel ihre Flugroute ändern, hat das immer einen Grund. Mauersegler etwa können Unwetter erspüren, die noch 600 Kilometer entfernt sind. Sie können auch während des Fluges schlafen - und so Tage oder Wochen in der Luft verbringen. Die aufwendig produzierte "Terra X"-Dokumentation fliegt mit umfangreichen CGI-Animationen und atemberaubenden Luftbildern mit unseren Zugvögeln bis nach Afrika. Sie begleitet die Graugansküken-Trainingsgruppe beim großen Abenteuer des Fliegenlernens - im Dienste der Wissenschaft. Denn trotz aller bahnbrechender Erkenntnisse der vergangenen Jahre: Selbst wie Vögel navigieren, ist noch immer nicht restlos erforscht. "Es gibt schon noch ein paar Fragen, die uns absolut unter den Nägeln brennen", meint Vogelforscher Peter Berthold, Wikelskis Vorgänger in Radolfzell. "Vielleicht gibt es dafür irgendwann den Nobelpreis."

Thema:

Heute: Zugvögel (1/2): Kundschafter in fernen Welten


Weitere Infos, Sendetermine und Neuigkeiten zu "Terra X" finden Sie hier

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