"Zum Sterben schön! Kaliforniens Friedhofsstadt Colma" ist das Porträt einer einmaligen Kleinstadt in den USA. Colma hat zwei Shoppingmalls, ein Gemeindezentrum, ein Rathaus, eine Polizeistation, eine der höchsten Dichten von Autohäusern in Nordkalifornien und: 17 Friedhöfe, einschließlich eines Tierfriedhofs. 1,5 Millionen Tote auf 1.500 lebende Bewohner. Bereits vor über 100 Jahren wurde der Platz in San Francisco knapp und damit teuer. Aber auch Erdbeben und daraus resultierende Seuchen waren Argumente für die Etablierung von Friedhöfen außerhalb der eigenen Stadt. So begann die Erfolgsgeschichte der Nekropole, deren beeindruckende Grabstätten sogar Touristen anlocken. Auf Colmas Friedhöfen werden Grabstellen nicht befristet gemietet, sondern für alle Ewigkeit gekauft, einschließlich Pflege und Erhalt. Nicht zuletzt deshalb sind viele ortsansässige Betriebe wie Steinmetze und Blumenläden beinahe so alt wie die Friedhöfe selbst. Und weil bekanntlich immer gestorben wird, nimmt die Friedhofsbevölkerung täglich um durchschnittlich 75 Bewohner zu. Im wahrsten Sinne ein Wachstumsmarkt - auch wenn die kostengünstigeren Einäscherungen voll im Trend sind. Der Film begleitet unter anderem einen Steinmetzbetrieb italienischer Einwanderer in der dritten Generation, einen Wirt, dessen irischer Großvater bereits den Vorteil eines Pubs in Friedhofsnähe erkannte, einen Blumenhändler, einen Bestattungsdirektor und den örtlichen Polizeichef in ihrem Alltag zwischen Grabsteinen.