Der Dokumentarfilm begleitet ein interdisziplinäres Forscherteam bei der Erkundung der Karstformationen von Lengguru, eines einzigartigen Ökosystems in Westneuguinea, das sich über 35.000 Quadratkilometer erstreckt. Die Spezies, die sich hier an die Umweltbedingungen angepasst haben und dadurch in dieser abgeschiedenen Region überlebt haben, sind wichtige Zeugen der Evolutionsgeschichte. Das Lengguru-Massiv entstand vor rund elf Millionen Jahren in der Folge des Aufeinanderprallens der australischen und der asiatischen Kontinentalplatte und stellt seither eine nahezu unüberwindbare Barriere dar, die die Region von äußeren Einflüssen abschottet. Dadurch konnten sich hier viele Arten entwickeln, die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen. Laurent Pouyaud, ein französischer Biologe, leitet die wissenschaftliche Expedition. Acht Wochen lang erkunden rund 50 europäische und indonesische Forscher die unvergleichliche Artenvielfalt dieses nahezu unerforschten Gebietes. In den Tiefen des Indischen Ozeans, in unterirdischen Höhlenlabyrinthen, im tropischen Regenwald und auf den bis zu 1.500 Meter hohen zerklüfteten Berggipfeln wollen sie den Verlauf der Evolution und die Anpassung von Flora und Fauna an dieses über Jahrmillionen isolierte Ökosystem verstehen.