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Kultur, Magazin
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MDR
Do., 13.09.
22:05 - 22:35


Von der Kittelschürze bis zum Rock-Konzert - so kontrastreich kann Kultur in Mittel- und Ostdeutschland sein. Die sehr unterhaltsam gestalteten Beiträge haben die Kunstwelt ebenso zum Thema wie deren Skandale.

Thema:

Von Aussteigern und Inselidylle - der Film "Kruso"

Vor vier Jahren erschien Lutz Seilers erster Roman "Kruso", eine Geschichte über Aussteiger auf der sagenumwobenen Insel Hiddensee im Jahr 1989, dem letzten Jahr der DDR. Obwohl die Insel weitab von Zeit und Raum zu sein scheint, wird sie doch von der Realität eingeholt und Student Edgar, der vor seinem Leben flieht, begegnet auf Hiddensee Kruso, der eine Utopie hat.

15 Jahre Bühnenjubiläum Anna Mateur

"Brummende Wucht" betitelte mal eine große deutsche Zeitung ein Porträt über Anna Mateur. Sie selbst nennt sich bodenständig, eine Talnudel mit tiefen Wurzeln in Dresden. Wenn man also versucht zu beschreiben, was die Bühnendiva, die eigentlich Anna Maria Voigt heißt, künstlerisch so tut, dann muss man einen gewagten Bogen schlagen von schräger Selbstentblößung über bitterbösen Humor bis hin zum glamourösem Jazz-Sound, den sie mit Ihrer Stimme hinlegt.

Porträt des Rennfahrers Peter Mücke

Der Rennfahrer Peter Mücke begann seine Karriere als Schrauber für einen Melkus-Piloten und führt jetzt, mit 71 Jahren, den größten privaten Rennstall Deutschlands. Mit einem jugoslawischen Fiat wurde Mücke in den 1970ern auf dem Sachsenring und in Frohburg mehrfach DDR-Meister. Mücke ist aber kein Fossil, sondern immer noch der Liebling der ostdeutschen Motorsportfans.

"Mackie Messer - Brechts 3Groschenfilm" - Nach 90 Jahren kommt Brechts Theater-Welterfolg als Spielfilm in die Kinos

Der 31. August 1928 war für Bertolt Brecht und Kurt Weill ein chaotischer Tag. Abends sollte Premiere ihrer Dreigroschenoper im Berliner Theater am Schiffbauerdamm sein und noch am Nachmittag herrschte bei den Proben die blanke Anarchie. Es drohte ein Skandal zu werden. Aber beim "Kanonensong" jubelte das Publikum, "Die Dreigroschenoper" wurde beinahe über Nacht ein Welterfolg, Brecht und Weill berühmt und reich. Doch die Verfilmung wurde letztlich ohne Brecht gemacht. Doch nun zeigt uns der Brechtexperte und Regisseur Joachim A. Lang einen Brecht, der eine bedrohliche Aktualität hat. Und er schafft ein glänzendes Leinwand-Experiment: Ein Film über das Nichtszustandekommen eines Films.



Werbepause? Zeit für Spielchen!

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