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Kultur, Magazin
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MDR
Do., 11.07.
22:10 - 22:40


Von der Kittelschürze bis zum Rock-Konzert - so kontrastreich kann Kultur in Mittel- und Ostdeutschland sein. Die sehr unterhaltsam gestalteten Beiträge haben die Kunstwelt ebenso zum Thema wie deren Skandale.

Thema:

50 Jahre Mondlandung - 21. Juli 1969

Immer hatten die Sowjets die Nase vorn, aber ausgerechnet den prestigeträchtigsten Wettlauf des 20. Jahrhunderts haben sie verloren. Eine Niederlage, von der die Welt Jahrzehnte nichts erfahren sollte - das sowjetische Mondprogramm wurde streng geheim gehalten. Denn ein Wettrennen, bei dem man offiziell gar nicht an den Start geht, kann man auch nicht verlieren. So die Logik des Politbüros.
Nach den kosmischen Paukenschlägen der Sowjets, nachdem der Sputnik-Schock die Welt in Atem gehalten hatte, ging alle Welt auch davon aus, dass die Sowjets die ersten Menschen auf den Mond befördern würden. Auch noch, nachdem US-Präsident Kennedy im Mai 1961 verkündet hatte, dass die Amerikaner bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen sicher zum Mond bringen würden und wieder zurück.
Das geheime Mondprogramm der Sowjets - eine Geschichte über grandiose Fehlkalkulationen, Enthusiasmus, Streit, Tragödien, Irrtümer und den ersten toten Kosmonauten auf dem Weg zum Mond. Die Geschichte der ersten großen Niederlage der sowjetischen Himmelsstürmer im kosmischen Wettrennen mit den USA.

"Wir sind Welterbe!" - UNESCO-Titel für das Erzgebirge

Hurra, der Schwibbogen wird rehabilitiert! Die Montanregion Erzgebirge/Krušnoho?í gehört seit dem Wochenende zum UNESCO-Welterbe. Die deutsch-tschechische Bergbauregion ist als einzigartiges Kulturdenkmal der Bergbau-Geschichte anerkannt worden. Seit am Ende des 15. Jahrhunderts wegen des gefundenen Silbers zum ersten Mal das "Berggeschrey" ertönte, hat der Bergbau die Region durch und durch geformt. Der Beitrag umreißt, was die UNESCO anerkannt hat und zeigt an Hand von einigen Beispielen aus Annaberg-Buchholz und Freiberg, wie der Bergbau auch die Kunst "typisch erzgebirgisch" charakterisiert - ganz abgesehen davon, dass auch der Schwibbogen jetzt als Weltkulturerbe geadelt ist.

Zwangsumsiedlungen in der DDR

Der Roman "Was uns erinnern lässt" der Leipziger Autorin Kati Naumann erzählt die wenig bekannte und lange Zeit verschwiegene Geschichte der Zwangsumsiedlungen in der DDR. Anhand einer Familie in Thüringen schildert sie vor dem Hintergrund realer politischer Ereignisse im Nachkriegsdeutschland, wie die Familie gezwungen ist auf der Demarkationslinie des zukünftigen Konflikts zwischen West und Ost allmählich ihre Heimat aufzugeben. Von der willkürlichen Ziehung einer Grenze zwischen West- und Ostdeutschland waren seit 1952 viele Menschen betroffen, die auf dem Grenzstreifen lebten und dort seit vielen Generationen ihre Häuser hatten. Mit den sogenannten Aktionen "Ungeziefer" 1952 und "Festigung" bzw. "Kornblume" im Herbst 1961 wurden tausende Menschen aus dem Gebiet der Staatsgrenze in Gegenden der DDR deportiert. Die letzten Verschickungen fanden noch 1988 statt.

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