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Kultur, Magazin
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ZDF
Fr., 24.05.
23:00 - 23:43


In dem Kulturmagazin werden vor allem Themen aus den Bereichen Kunst und Politik aufgegriffen. Zusätzlich zu den gezeigten Einspielern sind auch Gespräche mit Personen aus der Kulturszene fester Bestandteil des Programms.
Gast und Musik im Studio
Zu Gast im Studio: Der österreichische Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici
Live auf der aspekte-Bühne: Der schottische Singer-Songwriter Lewis Capaldi mit 'Someone you loved'

Thema:

"Rocketman" Elton John im Kino
Das Leben des Superstars

Quelle: Walt Disney France
Elton John zieht sich vom Tourleben zurück. Mit 72 Jahren scheint es für ihn an der Zeit zu sein zurückzublicken und sich allmählich zurückzuziehen, aber er macht das natürlich nicht im kleinen Stil: Seit letztem Jahr ist er auf Abschiedstournee, ganze drei Jahre lang soll diese gehen. 'Rocketman', der von ihm mitproduzierte Spielfilm über sein Leben, hatte Premiere beim Festival in Cannes und kommt am 30. Mai in die Kinos. Die Autobiographie 'Ich' ist ebenfalls fertig geschrieben und wird im Herbst weltweit veröffentlicht. Der Troubadour und Paradiesvogel am Piano malt kräftig an seinem eigenen Heiligenbild mit und zeigt der Welt, wie sie sich an ihn erinnern soll. Nur gut, dass er über genug Selbstironie verfügt, auch die albernen und düsteren Momente in seiner langen Karriere nicht auszusparen - eine Verneigung vor dem Mann am Klavier, der uns 'Tiny Dancer' und 'Candle in the Wind' beschert hat. Unter dem Namen Reginald Dwight war er ein junger Engländer, den seine Großmutter sehr früh fürs Klavierspielen begeisterte - unter dem Namen Elton John ist derselbe Mann einer der größten Musiker und schillerndsten Persönlichkeiten unserer Zeit. Diesen Wandel will die Filmbiografie 'Rocketman', die gerade in Cannes Premiere feierte, zeigen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Elton Johns glitzernde Kostüme, sondern auch seine Süchte und sein Kampf mit seiner Sexualität. Taron Egerton spielt und singt Elton John. Regie führt Dexter Flechter, der mit 'Bohemian Rhapsody' einige Oscars gewann.

Die Kunst und das Strache-Video
Eine szenische Lesung

In einem Drehbuch für einen Politthriller wäre einem das Ibiza-Video von Österreichs Ex-Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache arg klischeehaft und maßlos übertrieben vorgekommen. Diese Verachtung gegenüber demokratischen Institutionen, die Dreistigkeit, eine Zeitung kaufen lassen zu wollen, auch die Bereitwilligkeit, mit der Strache das Wohl der Republik Österreich seinem eigenen Machtwillen opfern wollte - das alles ist beispiellos. Das Video wird in seiner ganzen prollhaften Youpornhaftigkeit in die Zeitgeschichte eingehen und Satiriker und Künstler noch lange inspirieren. Zugleich ist es ausgesprochen bitter, dass die FPÖ nicht wegen ihrer "Orbanisierungsversuche" gegenüber dem ORF, ihrer Hetze gegen Muslime oder wegen des Schulterschlusses mit anderen europäischen Rechtspopulisten zu Fall kommt, sondern wegen einer Korruptionsfalle. Der österreichische Schriftsteller Doron Rabinovici und der Chefredakteur der Wochenzeitung 'Falter', Florian Klenk, haben die Reden europäischer Rechtspopulisten zu einem Theaterabend an der Wiener Burg verdichtet. Nach einer szenischen Lesung des Ibiza-Videos sprechen wir mit Rabinovici darüber, was die Kunst in diesem Falle leisten kann. Kann ein theatraler Verfremdungseffekt im Sinne von Bertolt Brecht die Dinge in einem neuen Licht erscheinen lassen?

Ian McEwans Roman über KI
"Maschinen wie ich"

Als sich Ende 2017 ein Computer in wenigen Stunden selbst das Go-Spielen beibrachte, war dies ein Meilenstein in der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Schon für die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts, so prophezeien Wissenschaftler, sei mit der Entwicklung intelligenter, humanoider Roboter zu rechnen. Der englische Schriftsteller Ian McEwan malt in seinem neuen Roman 'Maschinen wie ich' aus, wie es sein wird, wenn in naher Zukunft normale Menschen mit superintelligenten Maschinen zusammenleben. Er beschreibt eine Dreiecksgeschichte zwischen einem frisch verliebten Paar und einem neu entwickelten Androiden, der mit der ganzen Widersprüchlichkeit und Inkonsequenz seiner menschlichen Mitbewohner konfrontiert wird. Ian McEwan wäre nicht Ian McEwan, wenn er die Versuchsanordnung nicht nutzen würde, um auszuloten, wie es um das menschliche Bewusstsein und unser Verhältnis zur Moral bestellt ist. Der Roboter betrachtet die Welt von einem allgemeinen, universalistischen Standpunkt, während dem Menschen doch seine Liebsten und am Ende vor allem er sich selbst am nächsten sind.

Pekinger Frühling '89
Chinas Kampf um die Freiheit

Manche nennen es den 'Pekinger Frühling'. Die meisten erzählen von der Hoffnung, dieser unglaublichen Stimmung, dem Aufbruch und der Überzeugung, das Richtige zu tun. Und dann dem Ende, nach all den durchwachten Tagen und Nächten, den Diskussionen, der Unterstützung in der Bevölkerung. Es waren sieben Wochen Hoffnung - bis zur Katastrophe. China war nie wieder so frei wie in jenen Monaten und Wochen, die auf den Juni 1989 hinführten. Es war wie ein Rausch, der niemals enden sollte - ein guter, einer, der Luft in die Köpfe brachte, der alte Krusten aufbrach und ein Land zu vereinen schien: Die Studenten wollten Freiheit, Demokratie. Die Arbeiter wollten bessere Löhne und nicht mehr hungern. Die Journalisten wollten sich von der Zensur befreien. Es wurden immer mehr, die den Tian'anmen-Platz besetzten - jeden Tag und gemeinsam wollten sie das Ende der Korruption, die das Volk aussaugte. Dann die Katastrophe: Am 3. und 4. Juni schlug das chinesische Militär im Zentrum Pekings die Proteste der Bevölkerung gewaltsam nieder.



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