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    Kilometer lange Sandstrände locken Jahr für Jahr Urlauber nach Sylt.
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Originaltitel
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2019
SWR
Mi., 09.10.
20:15 - 21:00


Sylt boomt wie nie zuvor. Wer etwas auf sich hält, macht hier Urlaub. Oder - noch mondäner - er kauft sich eine Immobilie. Immer teurer werden die Objekte, so teuer, dass die Einheimischen längst auf der Strecke geblieben sind. Selbst kleine Häuser sind unter 1,5 Millionen Euro nicht zu bekommen, in begehrten Lagen werden auch zweistellige Millionen-Preise fällig. Viele Häuser werden nicht genutzt und eingerichtet, sie sind reine Kapitalanlagen. Die Folge des Booms: Immer mehr Sylterinnen und Sylter finden keine bezahlbare Wohnung mehr und müssen die Insel verlassen. Das hat dramatische Auswirkungen: Die Sylter werden zu Dienstleistern von reichen Zweitwohnungsbesitzern in Dörfern, die früher ihre Heimat waren. Die Kirche, die Kneipe und das Vereinsleben gibt es nicht mehr. Schulen werden geschlossen, die Kinder der wenigen noch auf der Insel lebenden Sylterinnen und Sylter müssen weite Schulwege in Kauf nehmen. Tausende Sylter müssen nun auf dem Festland leben. Täglich pendeln an die 5.000 von ihnen vom Festland zur Arbeit nach Sylt. Die Bahnstrecke über den Damm dauert allein 45 Minuten und ständig gibt es Verspätungen und Zugausfälle: "Nur jeder zweite Zug ist noch pünktlich", weiß etwa Achim Bonnichsen. Er und über 2.000 andere Pendlerinnen und Pendler haben sich einer Facebook-Gruppe angeschlossen, in der sich Pendler austauschen. Sylter Geschäfte, Hotels und Gaststätten suchen händeringend Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter. Es gibt zu wenige - die Lebenshaltungskosten sind zu hoch. 2012 waren die Autoren zum ersten Mal auf Sylt. In einer Langzeitbeobachtung verfolgen sie seitdem die Geschichten der Einheimischen: Die Eltern, die zur Geburt ihrer Kinder aufs Festland müssen - denn eine Geburtsstation im Krankenhaus gibt es nicht mehr. Die Sylterinnen und Sylter, die die Schließung ihrer Schulen miterleben müssen. Die Freiwillige Feuerwehr, die händeringend Nachwuchs sucht. Und all die Sylter, die aufs Festland ziehen mussten - und nun täglich den Bahnärger haben. Aber auch Sylterinnen und Sylter, die geblieben sind, Rentnerinnen und Rentner, die die hohen Mieten nicht mehr zahlen können, sozial abrutschen und auf Lebensmittelzuweisungen von der Tafel angewesen sind. Sylt, die Insel mit traumhaften Stränden und Wattlandschaften, droht zur bloßen Urlaubkulisse zu werden. Eine Insel, auf der die Insulanerinnen und Insulaner keinen Platz mehr haben.

Thema:

Heute: Sylt - Insel nur für Reiche?



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