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Mo., 15.04.
20:15 - 21:00


In dem Verbrauchermagazin wird Problemen mit Verordnungen, Gesetzen, Ämtern und Behörden nachgegangen. Fälle werden erörtert und konstruktive Lösungen anvisiert.

Thema:

Bis in alle Ewigkeit - Wie der Staat die christlichen Kirchen finanziert

540 Millionen Euro überweist der deutsche Staat den beiden christlichen Kirchen jedes Jahr, ohne dass die Christen dafür irgendetwas tun müssten. Das Geld kommt aus Steuermitteln. Nicht zu verwechseln mit der Kirchensteuer, die der deutsche Staat für die Kirchen von den Kirchenmitgliedern einzieht. Die Zahlungen kommen on top. Das heißt: Auch wer der Kirche den Rücken gekehrt hat, zahlt weiterhin. Wussten Sie nicht? "defacto" zeigt Ihnen, wie sich die beiden großen Kirchen finanzieren. Wir haben uns durch das Dickicht einer der dubiosen Kirchenfinanzierung geschlagen.

Bauen auf verseuchtem Boden - Wie Hessens Kommunen mit ihren Altlasten umgehen

Der Traum vom Eigenheim schien für Familie Ermagan aus Bad Endbach zum Greifen nah. Nach langer Suche hatten sie endlich ein geeignetes Grundstück am Ortsrand gefunden. Doch nach Unterzeichnung des Kaufvertrags begann der Albtraum. Es stellte sich heraus, dass der Boden verseucht war. Bauschutt, Teppichreste und anderer Müll kamen zum Vorschein und an mehreren Stellen sogar Teer- und Ölablagerungen. Die Ermagans finden heraus, dass das Grundstück früher einer Heizölfirma gehörte. Weder die Verkäuferin noch die Gemeinde hatten die Familie über die mögliche Belastung aufgeklärt. Und das Bittere ist, dass sie als Besitzer des Grundstückes für die Entsorgungskosten aufkommen müssen. Das kam der vierköpfigen Familie teuer zu stehen: Allein die ersten Sanierungsarbeiten haben sie 16.000 Euro gekostet. Mittlerweile sitzen sie auf einem Schuldenberg von 100.000 Euro. Warum hat das Rathaus von Bad Endbach die Ermagans nicht über die Kontamination informiert? Die Kommune hat es jahrelang versäumt, ein ordnungsgemäßes Altlasten-Kataster zu führen. Ein Problem, das in Hessen nicht selten ist. Nach Recherchen von "defacto" kümmert sich nur jede dritte Kommune ausreichend um ihre Altlasten. Häuslebauer sollten sich deshalb in Acht nehmen und im Zweifel immer ein Bodengutachten einholen.

Ungeahnter Müll - Weltraumschrott gefährlich und rasend schnell

Alte Satelliten, Raketenstufen, Tanks - unser Himmel ist eine Müllhalde. Schon ein 1 Zentimeter großes Teil kann einen kompletten Satelliten zerstören. 600.000 solcher Objekte rasen durch das All in einer Geschwindigkeit von 25.000 Stundenkilometern. Selbst kleine Trümmer können aufgrund ihrer Geschwindigkeit eine Gefahr für Satelliten und Raumfahrer darstellen. Da es weder verbindliche Gesetze bezüglich des Umgangs mit Weltraumschrott noch dessen Entsorgung gibt und auch keine Verkehrsregeln im Orbit existieren, noch Verkehrsregeln im All, ist das Chaos programmiert. Das soll und muss sich ändern.

Selbstversuch Blind - Wie es sich anfühlt einen Tag lang kein Augenlicht zu haben

Es ist eine Welt, die vielen von uns bislang völlig unbekannt ist: Die Dunkelheit. Nichts zu sehen, das Augenlicht zu verlieren. Für Sehende ist das kaum vorstellbar. Wie orientiert man sich im Straßenverkehr? Wie finde ich mich im Alltag zurecht? Welche Sorgen, Ängste und Wünsche entstehen, wenn man nichts mehr sehen kann? Das wollte unsere Reporterin erfahren und war einen Tag blind. Kein Problem, denken Sie? Von wegen! Kaum ein Experiment hat unsere Reporterin bislang mehr gefordert als dieses. Plötzliche Dunkelheit, Orientierungslosigkeit, Hilflosigkeit und die körperliche Überforderung brachten sie am Ende des Experiments an ihre Grenzen.

Jetzt reicht's - Ärger mit Telefonanbieter

Horst Müller war ein zufriedener Telefonkunde bei o2 bis ihm sein Vermieter, die Nassauische Heimstätte, Sonderkonditionen in Aussicht stellte, wenn er mit seinem Telefon, Fernsehen und Internet zu Unitymedia wechseln würde. Das Angebot war verlockend, weshalb Horst Müller seinen o2 DSL-Vertrag fristgerecht Ende März 2018 kündigte. Am 29.03.2018 bestätigte ihm o2 seine Kündigung sowie die Deaktivierung seines Tarifs zum Juni 2018. Alles schien in trockenen Tüchern bis ein weiterer Brief von o2 eintraf, in welchem behauptet wurde, dass er angeblich ein o2-Treueangebot am Telefon angenommen habe und somit ein neuer Vertrag zu Stande gekommen sei. Horst Müller versteht die Welt nicht mehr. Ein solches Telefonat habe nie stattgefunden. Stattdessen schickt o2 ihm seit September 2018 monatlich eine Rechnung. Als er die nicht zahlt, bekommt er weitere Rechnungen mit Mahngebühren und zuletzt die Androhung eines gerichtlichen Mahnverfahrens. Der Druck wird immer größer, so dass er die Summe begleicht, obwohl er keine o2 Telefonleitung mehr besitzt. Jetzt reicht's! Horst Müller schaltet "defacto" ein.



Werbepause? Zeit für Spielchen!

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