die nordstory

  • Von Beginn an werden die jungen Jagdhunde von Sven Bielfeldt sorgsam betreut. Vergrößern
    Von Beginn an werden die jungen Jagdhunde von Sven Bielfeldt sorgsam betreut.
    Fotoquelle: NDR/Joker Pictures GmbH
  • Mit der Machete wird der Tannenbaum beschnitten. Vergrößern
    Mit der Machete wird der Tannenbaum beschnitten.
    Fotoquelle: NDR/Joker Pictures GmbH
  • Weihnachtbäume bis zum Horizont und alle müssen von Hand beschnitten werden. Vergrößern
    Weihnachtbäume bis zum Horizont und alle müssen von Hand beschnitten werden.
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  • Mit Rute und Feder weckt Sven Bierlfeldt den Jagdtrieb über den Spieltrib. Vergrößern
    Mit Rute und Feder weckt Sven Bierlfeldt den Jagdtrieb über den Spieltrib.
    Fotoquelle: NDR/Joker Pictures GmbH
  • Das apportierren ist den Hunden nicht angeboren, es muss trainiert werden. Vergrößern
    Das apportierren ist den Hunden nicht angeboren, es muss trainiert werden.
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Natur+Reisen, Land und Leute
die nordstory

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2013
NDR
Fr., 08.12.
20:15 - 21:15


Sven Bielfeldt ist selbst ein bisschen verrückt, aber vor allem ist er verrückt nach Hunden. Der hauptamtliche Förster der Gutsverwaltung Sierhagen wohnt mit Frau und Tochter in einem Forsthaus mitten im Wald. Doch seine Deutsch-Drahthaar-Zucht Bandorfer Forst hat inzwischen international einen guten Ruf. Dutzende Jagdhunde hat er schon gezüchtet, ausgebildet und am Ende auch wieder weggegeben. Sie gehen mittlerweile in ganz Europa und sogar in Übersee mit auf die Jagd. Sven Bielfeldt hat ein besonderes Händchen für Hunde. Die von ihm in seinen preisgekrönten Zuchtzwingern ausgebildeten Hunde gehorchen nicht nur aufs Wort, er kann sie auch nur mit Handzeichen und Flüstergeräuschen dirgieren. Sie sind außerdem extrem ruhig, eine Eigenschaft, auf die er seit Jahren bei der Zucht achtet. Wenn man auf seinem Hof in die Nähe der Zwinger kommt, kläfft keiner der Hunde. Die Ausbildung für seine Welpen beginnt, wenn sie 14 Monate alt sind. Vorher wachsen sie mit Familienanschluss auf, vor allem Svens Tochter kümmert sich viel um die Tiere. Doch wenn Sven sie dann ins Training nimmt, wird er sofort als Chef akzeptiert. Einen Sommer lang bildet er sie aus, lehrt sie vor allem Aufspürtechniken und Apportierarbeiten bei der Wasserjagd als Schwerpunkte. Aber auch die Nachsuche von angeschossenem Wild müssen die Hunde beherrschen, dabei vor allem die sogenannte Bringselarbeit. Das heißt, wenn sie ein Stück Wild aufgespürt haben, es selbst aber nicht tragen können, klemmen sie sich ein Stück Plastik, das Bringsel, ins Maul, laufen zurück zu ihrem Herrchen und führen es an die Fundstelle. Täglich arbeitet Sven Bielfeldt neben seinem Job mehrere Stunden mit den Hunden. Am Ende der Ausbildung steht die große Zuchtprüfung im Herbst. Danach werden die Hunde verkauft. Nur ganz wenige behält er selbst für seine Zucht. Er nimmt sich immer vor, nicht mehr als sechs Hunde gleichzeitig zu halten. Aber das fällt ihm immer schwerer, schließlich hat er zu jedem Tier eine enge Bindung aufgebaut. Deshalb achtet er auch sehr darauf, wer seine Hunde kauft. Sie sollen auf die Art und Weise jagen können, wie er es ihnen beigebracht hat. Das klingt schon nach einem Vollzeitjob, ist aber nur sein Hobby. Denn hauptberuflich kümmert sich Sven Bielfeldt um Millionen Weihnachtsbäume, die auf den Plantagen des Gutes Sierhagen wachsen. Der Tannenanbau ist Handarbeit. Jeder einzelne Baum muss mehrmals in seiner siebenjährigen Wachstumsphase beschnitten werden, damit er am Ende so aussieht, wie sich die Kunden ihren Weihnachtsbaum wünschen. Ein großes Problem ist die Beschaffenheit der Jungbäume, die im Kaukasus gezüchtet werden, die in ganz unterschiedlichen Qualitäten bei ihm ankommen. Die Bestellung der Rohware im Kaukasus ist jedes Mal ein Glücksspiel. Wenn die Tannen dann nach sieben Jahren gefällt werden, ist logistische Hochleistung erforderlich. Sven Bielfeldt produziert vor allem für Großabnehmer wie Baumärkte und Handelsketten. Die transportieren im Winter die Ware in Lkw-Kolonnen vom Gutshof. Daher wird jeder Baum schon auf dem Feld vor der Ernte markiert, welche Qualitätsstufe, welcher Kunde. Da dürfen die Helfertrupps nichts durcheinanderbringen. An den Adventswochenenden verkauft Sven Bielfeldt die Weihnachtsbäume dann auch an Privatkunden, direkt vom Feld. Bei Glühwein und Wildbratwurst fällt der Stress langsam von ihm ab. Auf eines reagiert Sven Bielfeldt aber allergisch: Wenn Kunden sich beschweren, dass die Bäume zu teuer sind.

Thema:

Förster mit Leidenschaft - Der Hundeflüsterer von Gut Sierhagen

Sven Bielfeldt ist selbst ein bisschen verrückt, aber vor allem ist er verrückt nach Hunden. Der hauptamtliche Förster der Gutsverwaltung Sierhagen wohnt mit Frau und Tochter in einem Forsthaus mitten im Wald. Doch seine Deutsch-Drahthaar-Zucht Bandorfer Forst hat inzwischen international einen guten Ruf. Dutzende Jagdhunde hat er schon gezüchtet, ausgebildet und am Ende auch wieder weggegeben. Sie gehen mittlerweile in ganz Europa und sogar in Übersee mit auf die Jagd. Sven Bielfeldt hat ein besonderes Händchen für Hunde. Die von ihm in seinen preisgekrönten Zuchtzwingern ausgebildeten Hunde gehorchen nicht nur aufs Wort, er kann sie auch nur mit Handzeichen und Flüstergeräuschen dirgieren. Sie sind außerdem extrem ruhig, eine Eigenschaft, auf die er seit Jahren bei der Zucht achtet. Wenn man auf seinem Hof in die Nähe der Zwinger kommt, kläfft keiner der Hunde. Die Ausbildung für seine Welpen beginnt, wenn sie 14 Monate alt sind. Vorher wachsen sie mit Familienanschluss auf, vor allem Svens Tochter kümmert sich viel um die Tiere. Doch wenn Sven sie dann ins Training nimmt, wird er sofort als Chef akzeptiert. Einen Sommer lang bildet er sie aus, lehrt sie vor allem Aufspürtechniken und Apportierarbeiten bei der Wasserjagd als Schwerpunkte. Aber auch die Nachsuche von angeschossenem Wild müssen die Hunde beherrschen, dabei vor allem die sogenannte Bringselarbeit. Das heißt, wenn sie ein Stück Wild aufgespürt haben, es selbst aber nicht tragen können, klemmen sie sich ein Stück Plastik, das Bringsel, ins Maul, laufen zurück zu ihrem Herrchen und führen es an die Fundstelle. Täglich arbeitet Sven Bielfeldt neben seinem Job mehrere Stunden mit den Hunden. Am Ende der Ausbildung steht die große Zuchtprüfung im Herbst. Danach werden die Hunde verkauft. Nur ganz wenige behält er selbst für seine Zucht. Er nimmt sich immer vor, nicht mehr als sechs Hunde gleichzeitig zu halten. Aber das fällt ihm immer schwerer, schließlich hat er zu jedem Tier eine enge Bindung aufgebaut. Deshalb achtet er auch sehr darauf, wer seine Hunde kauft. Sie sollen auf die Art und Weise jagen können, wie er es ihnen beigebracht hat. Das klingt schon nach einem Vollzeitjob, ist aber nur sein Hobby. Denn hauptberuflich kümmert sich Sven Bielfeldt um Millionen Weihnachtsbäume, die auf den Plantagen des Gutes Sierhagen wachsen. Der Tannenanbau ist Handarbeit. Jeder einzelne Baum muss mehrmals in seiner siebenjährigen Wachstumsphase beschnitten werden, damit er am Ende so aussieht, wie sich die Kunden ihren Weihnachtsbaum wünschen. Ein großes Problem ist die Beschaffenheit der Jungbäume, die im Kaukasus gezüchtet werden, die in ganz unterschiedlichen Qualitäten bei ihm ankommen. Die Bestellung der Rohware im Kaukasus ist jedes Mal ein Glücksspiel. Wenn die Tannen dann nach sieben Jahren gefällt werden, ist logistische Hochleistung erforderlich. Sven Bielfeldt produziert vor allem für Großabnehmer wie Baumärkte und Handelsketten. Die transportieren im Winter die Ware in Lkw-Kolonnen vom Gutshof. Daher wird jeder Baum schon auf dem Feld vor der Ernte markiert, welche Qualitätsstufe, welcher Kunde. Da dürfen die Helfertrupps nichts durcheinanderbringen. An den Adventswochenenden verkauft Sven Bielfeldt die Weihnachtsbäume dann auch an Privatkunden, direkt vom Feld. Bei Glühwein und Wildbratwurst fällt der Stress langsam von ihm ab. Auf eines reagiert Sven Bielfeldt aber allergisch: Wenn Kunden sich beschweren, dass die Bäume zu teuer sind.



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