die nordstory

  • Jeden Morgen lädt die Crew alle Fahrräder von der Princess ab, überprüft, ob alle Räder auch fahrtüchtig sind. Vergrößern
    Jeden Morgen lädt die Crew alle Fahrräder von der Princess ab, überprüft, ob alle Räder auch fahrtüchtig sind.
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  • Tagsüber radeln die Gäste von Anlegestelle zu Anlegestelle, an Bord der MS Princess übernachten sie. Vergrößern
    Tagsüber radeln die Gäste von Anlegestelle zu Anlegestelle, an Bord der MS Princess übernachten sie.
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  • Zwei bis vier Wochen pro Saison fährt Reiseleiter Wolfgang Becker mit - kümmert sich darum, dass jeder Gast auch am Ende des Tages wieder am Schiff ankommt. Vergrößern
    Zwei bis vier Wochen pro Saison fährt Reiseleiter Wolfgang Becker mit - kümmert sich darum, dass jeder Gast auch am Ende des Tages wieder am Schiff ankommt.
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Natur+Reisen, Land und Leute
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Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2013
NDR
Fr., 12.01.
20:15 - 21:15


In der Sommersaison kann man mit der MS "Princess" gemütlich von Stralsund nach Berlin schippern. Sieben Tage dauert diese Reise. Der Flusskreuzliner ist aber eher ein schwimmendes Hotel, 98 Gäste finden darauf Platz. Betreut werden sie von 26 Crewmitgliedern. Die Reise auf der MS "Princess" ist eine Mischung aus Kreuzfahrtfeeling und Aktivurlaub. Wer will, kann nämlich zwischendurch mit dem Rad fahren. Fünf Touren bietet der Bordreiseleiter an. Der Reiseleiter ist ohnehin der wichtigste Mann an Bord! Rund um die Uhr ist er für die Gäste da. Wolfgang Becker aus Niedersachsen ist Mitte 60, Pensionär, war früher Marinesoldat. Seit zehn Jahren reist er als Reiseleiter auf der MS "Princess". Sechs bis sieben Einsätze hat er jedes Jahr. Er ist durch einen Kollegen aus seinem Männergesangsverein an den Job gekommen, hat ihn ausprobiert und war sofort davon begeistert! "Ich fahre unheimlich gerne Fahrrad, man lernt ständig neue Leute kennen, außerdem ist so eine Reise unglaublich kommunikativ, innerhalb kürzester Zeit ist man mit allen Gästen per Du", erzählt Wolfgang Becker. Die Reise von Stralsund nach Berlin führt über Lauterbach, Peenemünde, Wolgast, Stettin, Mescherin, Oranienburg, über den Bodden, das Haff, die Oder und die Oder-HavelWasserstraße. Die Passagiere kommen aus ganz Deutschland, der Altersdurchschnitt liegt unter dem von gewöhnlichen Hochseekreuzfahrten, da ja auch Radtouren angeboten werden. Rentner, die fit sind, reisen natürlich auch mit. Zum ersten Mal sind diesmal auch viele Gäste aus dem Ausland dabei: Briten, Amerikaner, Norweger, sogar zwei Australier wollen die Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern erkunden, allerdings nur vom Schiff aus. Auch Manfred, ein älterer Herr ehemals aus Demmin, freut sich schon auf die Flusskreuzfahrt durch seine alte Heimat. Das tägliche Ritual an Bord verläuft so: Erst gibt es Frühstück, danach wird die Tagestour besprochen. Vormittags kann man die Schiffsfahrt genießen, ab Mittag dann, wer will, bis zum vereinbarten Treffpunkt radeln. Dort wartet dann das Schiff. Wolfgang Becker ist auf den Radtouren immer dabei mit seinem Werkzeugkoffer mit Ersatzteilen, falls mal einer der Radfahrer einen platten Reifen hat oder die Fahrradkette reißt. Spannend ist es natürlich auch für die Gäste an Bord, wenn sie zum Beispiel auf dem Oder-Havel-Kanal die extrem niedrigen Brücken passieren müssen. Dann muss die Crew ganz flink die Reling abklappen, Fahrräder flach auf den Schiffsboden legen, Lenker quer stellen und dafür sorgen, dass auch wirklich alle Gäste den Kopf einziehen. Das absolute Highlight für die Kreuzfahrtgäste ist jedes Mal die Passage beim Schiffshebewerk in Niederfinow. Da müssen sie mit der MS "Princess" nämlich hindurch. Es ist das älteste Schiffshebewerk in Deutschland, die Schiffe müssen einen Höhenunterschied von 36 Metern überwinden. Die MS "Princess" passt gerade so hinein. Das ganze Spektakel dürfen sich die Gäste dann vom Hebewerk aus anschauen. Auch sonst wird an Bord der "Princess" das geboten, was man auf den großen Kreuzfahrtschiffen auch erleben kann: ein Käptn's Dinner, jeden Abend Tanz mit Lothar, dem Alleinunterhalter aus Baden-Württemberg, und reichlich Essen.

Thema:

Wenn einer eine Kreuzfahrt macht... - ... dann muss er manchmal radeln

In der Sommersaison kann man mit der MS "Princess" gemütlich von Stralsund nach Berlin schippern. Sieben Tage dauert diese Reise. Der Flusskreuzliner ist aber eher ein schwimmendes Hotel, 98 Gäste finden darauf Platz. Betreut werden sie von 26 Crewmitgliedern. Die Reise auf der MS "Princess" ist eine Mischung aus Kreuzfahrtfeeling und Aktivurlaub. Wer will, kann nämlich zwischendurch mit dem Rad fahren. Fünf Touren bietet der Bordreiseleiter an. Der Reiseleiter ist ohnehin der wichtigste Mann an Bord! Rund um die Uhr ist er für die Gäste da. Wolfgang Becker aus Niedersachsen ist Mitte 60, Pensionär, war früher Marinesoldat. Seit zehn Jahren reist er als Reiseleiter auf der MS "Princess". Sechs bis sieben Einsätze hat er jedes Jahr. Er ist durch einen Kollegen aus seinem Männergesangsverein an den Job gekommen, hat ihn ausprobiert und war sofort davon begeistert! "Ich fahre unheimlich gerne Fahrrad, man lernt ständig neue Leute kennen, außerdem ist so eine Reise unglaublich kommunikativ, innerhalb kürzester Zeit ist man mit allen Gästen per Du", erzählt Wolfgang Becker. Die Reise von Stralsund nach Berlin führt über Lauterbach, Peenemünde, Wolgast, Stettin, Mescherin, Oranienburg, über den Bodden, das Haff, die Oder und die Oder-HavelWasserstraße. Die Passagiere kommen aus ganz Deutschland, der Altersdurchschnitt liegt unter dem von gewöhnlichen Hochseekreuzfahrten, da ja auch Radtouren angeboten werden. Rentner, die fit sind, reisen natürlich auch mit. Zum ersten Mal sind diesmal auch viele Gäste aus dem Ausland dabei: Briten, Amerikaner, Norweger, sogar zwei Australier wollen die Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern erkunden, allerdings nur vom Schiff aus. Auch Manfred, ein älterer Herr ehemals aus Demmin, freut sich schon auf die Flusskreuzfahrt durch seine alte Heimat. Das tägliche Ritual an Bord verläuft so: Erst gibt es Frühstück, danach wird die Tagestour besprochen. Vormittags kann man die Schiffsfahrt genießen, ab Mittag dann, wer will, bis zum vereinbarten Treffpunkt radeln. Dort wartet dann das Schiff. Wolfgang Becker ist auf den Radtouren immer dabei mit seinem Werkzeugkoffer mit Ersatzteilen, falls mal einer der Radfahrer einen platten Reifen hat oder die Fahrradkette reißt. Spannend ist es natürlich auch für die Gäste an Bord, wenn sie zum Beispiel auf dem Oder-Havel-Kanal die extrem niedrigen Brücken passieren müssen. Dann muss die Crew ganz flink die Reling abklappen, Fahrräder flach auf den Schiffsboden legen, Lenker quer stellen und dafür sorgen, dass auch wirklich alle Gäste den Kopf einziehen. Das absolute Highlight für die Kreuzfahrtgäste ist jedes Mal die Passage beim Schiffshebewerk in Niederfinow. Da müssen sie mit der MS "Princess" nämlich hindurch. Es ist das älteste Schiffshebewerk in Deutschland, die Schiffe müssen einen Höhenunterschied von 36 Metern überwinden. Die MS "Princess" passt gerade so hinein. Das ganze Spektakel dürfen sich die Gäste dann vom Hebewerk aus anschauen. Auch sonst wird an Bord der "Princess" das geboten, was man auf den großen Kreuzfahrtschiffen auch erleben kann: ein Käptn's Dinner, jeden Abend Tanz mit Lothar, dem Alleinunterhalter aus Baden-Württemberg, und reichlich Essen.



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