die nordstory

  • Der Hamburger DOM zählt zu den größten Volksfesten im Norden. Dreimal im Jahr, immer für vier Wochen, findet er statt und ist damit das Volksfest mit der längsten Dauer in Deutschland. 2016 zog der Hamburger DOM gut zwölf Millionen Hamburger und Touristen an. Vergrößern
    Der Hamburger DOM zählt zu den größten Volksfesten im Norden. Dreimal im Jahr, immer für vier Wochen, findet er statt und ist damit das Volksfest mit der längsten Dauer in Deutschland. 2016 zog der Hamburger DOM gut zwölf Millionen Hamburger und Touristen an.
    Fotoquelle: NDR/Anna Lena Temme
  • Einmal die Woche zaubert das große DOM-Feuerwerk einen Farbregen über das Hamburger Heiligengeistfeld. Vergrößern
    Einmal die Woche zaubert das große DOM-Feuerwerk einen Farbregen über das Hamburger Heiligengeistfeld.
    Fotoquelle: NDR/Anna Lena Temme
  • Der Hamburger DOM zählt zu den größten Volksfesten im Norden. Dreimal im Jahr, immer für vier Wochen, findet er statt und ist damit das Volksfest mit der längsten Dauer in Deutschland. 2016 zog der Hamburger DOM gut zwölf Millionen Hamburger und Touristen an. Hinter den Kulissen ist der DOM ist eine Art mobiles Dorf mitten in Hamburg. Vergrößern
    Der Hamburger DOM zählt zu den größten Volksfesten im Norden. Dreimal im Jahr, immer für vier Wochen, findet er statt und ist damit das Volksfest mit der längsten Dauer in Deutschland. 2016 zog der Hamburger DOM gut zwölf Millionen Hamburger und Touristen an. Hinter den Kulissen ist der DOM ist eine Art mobiles Dorf mitten in Hamburg.
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Natur+Reisen, Land und Leute
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Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2013
NDR
Fr., 25.01.
20:15 - 21:15
24 Stunden DOM - Hinter den Kulissen des größten Volksfestes im Norden


Im Mittelpunkt der Sendung stehen Geschichten aus Deutschlands Norden - über interessante Menschen, idyllische Landschaften und beeindruckende Tierwelten.
Der Hamburger DOM zählt zu den größten Volksfesten im Norden. Dreimal im Jahr, immer für vier Wochen, findet er statt und ist damit das Volksfest mit der längsten Dauer in Deutschland. 2016 zog der Hamburger DOM gut zwölf Millionen Hamburger und Touristen an.
Seit Jahrhunderten hat der DOM Tradition in Hamburg und gehört zur Stadt wie die Landungsbrücken oder der Michel. Er ist ein Ort der Nostalgie, des Nervenkitzels und der Illusionen. Aber während die Besucher nur die Schausteller und bunte Lichter sehen, verbirgt sich hinter den Fassaden der Buden eine Stadt in der Stadt. Innerhalb von wenigen Tagen entsteht auf dem Heiligengeistfeld eine ganz eigene Welt, die die Touristen nie zu sehen bekommen.
Knapp 300 Schausteller wohnen während des Hamburger DOMs hinter den Ständen in ihren Wohnwagen. Für die meisten sind sie das Zuhause. Sie sind es gewohnt, immer mit vielen Leuten auf engem Raum zu leben. Vormittags müssen sie alles vorbereiten, kleine Reparaturen ausführen, Ware aufstocken. Die Lieferanten bringen Bratwürste, Glühbirnen, Getränke. Tonnenweise Waren werden dann jeden Morgen aufs Heiligengeistfeld gebracht.
Für die Schaustellerkinder gibt es sogar einen eigenen Kindergarten. Der öffnet allerdings erst um 14.30 Uhr, kurz vor DOM-Beginn. Denn ab 15 Uhr müssen alle Glühbirnen leuchten und alle Karussells und Stände geöffnet sein. Dann werden Schmalzkuchen im Akkord gebacken, Sicherheitsbügel festgezogen und Lose verkauft. Die Polizei geht im Getümmel auf Streife und sorgt für Sicherheit und Ordnung.
Die Kinder der Schausteller müssen aber auch zur Schule gehen. Einige sind in Internaten untergebracht, andere wechseln mehrmals im Jahr die Schule, je nachdem wo ihre Eltern gerade arbeiten. In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal einen Schulwagen auf dem DOM, in dem die Kinder unterrichtet werden.
Und auf dem Sommer-DOM feiert ein neues Highlight in Hamburg Premiere: Es soll eine wilde Virtual-Reality-Zeitreise geben. Monatelang hat Patrick Greier mit seinen Mitarbeitern eine alte Geisterbahn mit viel Liebe zum Detail gebaut. Er hat viel Zeit und Geld in die Weltneuheit investiert. Jetzt muss sich zeigen, ob sie auch funktioniert. Bis zur letzten Minute müssen kleine Fehler behoben werden und niemand weiß, wie die Kunden das Geschäft annehmen.
Und auch das gehört zum DOM: Bei Collins Ezerim werden morgens Hunderte Tonnen Müll angekarrt. Mitten zwischen Wohnwagen und Achterbahnen sortiert er seit 15 Jahren Pappe, Glas, Papier und Gewerbemüll. Er kommt aus Nigeria, hat aber inzwischen fünf Sprachen gelernt, denn er kennt hier nicht nur alle Schausteller, sondern hat auch täglich mit den polnischen und rumänischen Hilfsarbeitern zu tun.
Und während nachts die Kehrmaschinen durch die leeren Gassen fahren, treffen sich die Schaustellerverbände zu ihren Stammtischen. Frauen und Männer feiern getrennt, schließlich sind sie sonst fast immer auf engstem Raum zusammen. Sie sind eine ganz eigene Gesellschaft mit ihren eigenen Bräuchen und Regeln. Nur wenn sie zusammenhalten und sich unterstützen funktioniert das Leben als Schausteller.


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